Drogen als Medizin? Boxlegende Mike Tyson macht verblüffenden Vorschlag

Vereinigte Staaten - Der frühere Boxweltmeister Mike Tyson (55) sorgte für zahlreiche Schlagzeilen - nicht nur im Ring. Um sein Privatleben in den Griff zu bekommen, nutzte der Sportler ein ungewöhnliches Hilfsmittel.

Mike Tyson (55, Mitte) bei den US Open im August 2021. Der Ex-Boxer fand durch Psychedelika zu einem geordneten Lebensstil.
Mike Tyson (55, Mitte) bei den US Open im August 2021. Der Ex-Boxer fand durch Psychedelika zu einem geordneten Lebensstil.  © Elise Amendola/AP/dpa

"Iron Mike" gilt als einer der besten Schwergewichtsboxer aller Zeiten. Doch außerhalb der Seile machte das Leben dem Mann mit der harten Rechten oftmals zu schaffen.

2007 wurde er betrunken im Auto erwischt, außerdem hatte er Kokain dabei. Alkohol und Drogen brachten ihm immer wieder Ärger mit dem Gesetz ein, doch damit ist seit 2016 Schluss, wie er dem Magazin Forbes erzählte.

Die Lösung seiner Probleme klingt erst mal bizarr, denn der Kämpfer behauptet, andere Drogen wären sein Ausweg aus der Misere gewesen.

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Insbesondere psychedelische Heilmittel haben es dem mittlerweile 55-Jährigen angetan: "Seht ihr, wie mein Leben sich in fünf Jahren verändert hat? Vor fünf Jahren war ich ein Junkie. Ich hätte nicht mal gedacht, dass ich überlebe, aber dann kam ich in Kontakt mit tierischer und pflanzlicher Medizin", berichtete er.

"Davor habt ihr immer Negatives über mich in den Zeitungen gelesen. Doch wo ist dieser Typ hin? Ich geh nicht mehr auf Partys, das ist nicht mehr mein Leben", verkündete Tyson stolz.

Mike Tyson steigt in das Drogen-Business ein und unterstützt medizinische Nutzung

Nach seiner Boxkarriere startete Mike Tyson (55) als Geschäftsmann durch. Hier ist er bei der Eröffnung eines seiner Fitnessstudios in Dubai 2017. (Archivfoto)
Nach seiner Boxkarriere startete Mike Tyson (55) als Geschäftsmann durch. Hier ist er bei der Eröffnung eines seiner Fitnessstudios in Dubai 2017. (Archivfoto)  © Kamran Jebreili/AP/dpa

Schon im Alter von elf Jahren kam Michael Gerard Tyson mit LSD in Berührung und erlebte eine abschreckende Erfahrung, doch jetzt erkennt der aus Brooklyn (New York) stammende Linksausleger das Potential von psychedelischen Substanzen und natürlichen Drogen.

Besonders Marihuana und 5-MeO-DMT, ein Halluzinogen, welches von Kröten produziert wird, haben es "Kid Dynamite" angetan. Er schwört auf die therapeutische Wirkung der Substanzen.

So sehr sogar, dass Tyson in die Firma Wesana Health investiert hat. Der ehemalige Profiboxer, der auch schon seine eigene Marihuana-Marke produziert, möchte die Erforschung der medizinischen Wirkung von Halluzinogenen unterstützen.

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"Es gibt viele Unternehmen, aber Wesana passt zu meiner Persönlichkeit. Ich bin mit dem gesamten Team involviert und wir versuchen, die Menschen zu informieren", stellt Iron Mike klar.

Auch SpaceX-Gründer Elon Musk befürwortet den Einsatz von psychedelischen Drogen

Auch Tesla-CEO Elon Musk (50) sprach sich für die medizinische Nutzung von pflanzlichen und tierischen Drogen aus.
Auch Tesla-CEO Elon Musk (50) sprach sich für die medizinische Nutzung von pflanzlichen und tierischen Drogen aus.  © Jae C. Hong/AP/dpa

Der Schwergewichtsweltmeister von 1986 möchte die Substanzen von einem negativen gesellschaftlichen Stigma befreien und die Mittel auch Sportlern ans Herz legen.

"Ich wünschte, ich hätte davon gewusst, als ich noch gekämpft habe, denn ich hätte niemals ohne geboxt", meint Tyson.

Doch die Entscheidung muss beim Athleten selbst liegen: "Es ist von Individuum zu Individuum unterschiedlich, aber jeder sollte das Recht haben, selbst zu entscheiden, was er nehmen möchte."

Der Knock-Out-Künstler ist nicht der erste Prominente, der sich für die therapeutische und medizinische Nutzung von Psychedelika ausspricht.

Erst kürzlich beteuerte Multimilliardär Elon Musk (50) seine Unterstützung für den Einsatz der Drogen und forderte einen offeneren Umgang mit der Thematik.

Und die Wissenschaft gibt den kontroversen Promis Recht: So weisen zahlreiche Studien auf die positive Wirkung der Mittel bei psychischen Störungen hin.

Titelfoto: Elise Amendola/AP/dpa

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