Hat er seine Spieler geghostet? Neue Vorwürfe gegen Ex-Bundestrainer Nagelsmann

❤️
😂
😱
🔥
😥
👏

Frankfurt am Main/USA - Es wird nicht besser! Die Gründe für das deutsche Debakel bei der WM 2026 kristallisieren sich immer weiter heraus. Ein neuer Bericht wirft abermals kein gutes Licht auf den inzwischen ausgeschiedenen Bundestrainer Julian Nagelsmann (38).

Julian Nagelsmann (38) soll auch hinter den Kulissen angeeckt sein.
Julian Nagelsmann (38) soll auch hinter den Kulissen angeeckt sein.  © Tom Weller/dpa

Seit dem Aus der Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay prasseln Vorwürfe und Kritik auf den gebürtigen Landsberger ein. Von Lothar Matthäus (65) bis hin zu Felix Magath (72) hat die hiesige Expertenriege schon gemutmaßt, bewertet und getadelt.

Von der Außenwirkung des 38-Jährigen konnte sich inzwischen wohl jeder Fan selbst ein Bild machen, intern soll Nagelsmann aber ebenfalls in mehrere Fettnäpfchen getreten sein, wie der "Spiegel" nun berichtet.

Dabei sei er aber gerade nicht mit seiner Garstigkeit angeeckt, die die Medien ab und an zu spüren bekamen, sondern mit seiner Harmoniebedürftigkeit.

"Patriotismus-Abschlag": DFB-Vize Watzke macht Druck auf Red Bull und Jürgen Klopp
Deutsche Nationalmannschaft "Patriotismus-Abschlag": DFB-Vize Watzke macht Druck auf Red Bull und Jürgen Klopp

Frühere Wegbegleiter hätten erzählt, dass der Ex-Bundestrainer gar kein Weltmeister darin gewesen sei, schlechte Nachrichten zu überbringen. Nationalspieler hätten sich vielmehr selbst bei ihm melden müssen, da sie "hingehalten, ignoriert oder mit falschen Versprechungen bedacht" worden seien.

Das sei schließlich in der Causa Baumann gegipfelt, als der DFB-Übungsleiter nicht nur öffentlich unbeholfen agierte, sondern auch auf persönlicher Ebene unglücklich gehandelt haben soll. "Vielleicht hat ihn die Wucht des Amtes erdrückt, vielleicht kam es zu früh", zitiert das Blatt einen DFB-Funktionär.

Joshua Kimmich soll als Kapitän "einen Tick drüber" gewesen sein

Angeblich kam der Führungsstil von DFB-Kapitän Joshua Kimmich (31) nicht bei allen Mitspielern gut an.
Angeblich kam der Führungsstil von DFB-Kapitän Joshua Kimmich (31) nicht bei allen Mitspielern gut an.  © Tom Weller/dpa

Daneben hätte es auch innerhalb der Mannschaft gekriselt. Die "Selbstüberzeugung nach innen" habe aufgrund vieler kleiner Brandherde nicht so stark geflackert wie etwa bei dem WM-Sieg 2014 in Brasilien.

Manuel Neuer (40) sei nach seiner überraschenden Rückkehr kein Lautsprecher mehr gewesen, der beliebte David Raum (28) fand sich plötzlich auf der Bank wieder, und die Hoffnungsträger Florian Wirtz (23) und Jamal Musiala (23) seien zwar "liebe Jungs", aber "Dokus, Kollektionen, Social Media" hätten an ihnen gezehrt, der große Druck schließlich das Übrige getan, so eine DFB-Quelle.

Und dann wäre da noch Joshua Kimmich (31): Über den Einsatz des Kapitäns als Rechtsverteidiger lässt sich streiten, was in vielen Teilen der Bundesrepublik praktisch bestimmt auch schon umgesetzt wurde. In seiner Führungsrolle soll der Bayern-Star dazu allerdings auch etwas zu engagiert gewesen sein. Der 31-Jährige habe ständig motiviert, ständig mitgecoacht.

Jürgen Klopp vor Unterschrift als Bundestrainer: So soll sein Vertrag aussehen!
Deutsche Nationalmannschaft Jürgen Klopp vor Unterschrift als Bundestrainer: So soll sein Vertrag aussehen!

"Manchmal ist er einen Tick drüber, sodass manche abwinken", verriet ein Insider dem "Spiegel".

Dabei soll die Stimmung im Camp eigentlich gut gewesen sein. Die Adlerträger spielten Karten, Poker oder das Gesellschaftsspiel "Werwolf".

Nach dem frühen Turnieraus gerieten nur die ominösen Frauenbesuche in die Kritik. Diese Geschichte wird hierzulande aber traditionell rückblickend erzählt. 1990 in Italien soll gerade das den Titel beschert haben, vier Jahre später habe Bodo Illgners Frau dem DFB-Team praktisch im Alleingang den WM-Pokal entrissen.

Titelfoto: Bildmontage: Tom Weller/dpa, Tom Weller/dpa

Mehr zum Thema Deutsche Nationalmannschaft: