Erster Eta-Punkt sichert Bundesliga: Hätte Union das nicht mit Baumgart geschafft?

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Berlin - Es ist vollbracht: Union Berlin kann seit Sonntag die achte Saison in der Bundesliga fest planen, aber wie groß ist der Anteil von Trainerin Marie-Louise Eta (34) wirklich? Ein Kommentar.

Nach dem späten Ausgleich gegen Köln ist Marie-Louise Eta (34) die Erleichterung anzusehen gewesen.
Nach dem späten Ausgleich gegen Köln ist Marie-Louise Eta (34) die Erleichterung anzusehen gewesen.  © Soeren Stache/dpa

Provokant könnte man auch fragen: Hätte Steffen Baumgart (54) diesen einen notwendigen Punkt nicht auch holen können?

Waren sein Rauswurf und die Installation der ersten Cheftrainerin einer Herrenmannschaft in einer der fünf Top-Ligen Europas vielleicht nur ein sportpolitischer Stunt, der dem Hauptstadtklub einen Eintrag in den Geschichtsbüchern sichern und die Aufmerksamkeit auf das sonst so beschauliche Köpenick lenken sollte?

Getreu dem Motto, dass ja eigentlich nicht mehr viel schiefgehen konnte, und der Klassenerhalt nur noch eine Frage der Zeit war? So durfte sich Marie-Louise Eta schließlich zur Retterin aufschwingen. Mit ihrer erfrischenden Art und mutigen Herangehensweise hat sie sicherlich zum eisernen Aufschwung beigetragen.

Kann Union Berlin gegen Köln erstmals mit Eta punkten? "Sehr gute Chance"
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Wie gesagt: Alles ein wenig überspitzt und provokant formuliert. Fakt ist aber, dass die Verantwortlichen um Horst Heldt (56) jetzt freie Bahn bei der Trainersuche haben, denn Eta ist von vornherein als Interimslösung vorgestellt worden. Hätte Baumgart das Team selbst aus der Abwärtsspirale befreit und den Bundesliga-Verbleib eingetütet, wäre eine Trennung am Ende der Saison sicherlich schwieriger verlaufen, denn er hätte ja das ausgegebene Minimalziel erreicht.

Kam den Funktionären der blutleere Auftritt beim 1:3 in Heidenheim also womöglich gerade recht? Bei einem Gegner, gegen den man bei nur vier Siegen aus 18 Duellen sowieso fast immer schlecht aussieht?

Steffen Baumgart (54) musste nach dem 29. Spieltag sein Basecap bei Union Berlin nehmen.
Steffen Baumgart (54) musste nach dem 29. Spieltag sein Basecap bei Union Berlin nehmen.  © Harry Langer/dpa
Am Ende sollte sich der hart erkämpfte Punkt gegen Köln für Union Berlin als Rettung erweisen.
Am Ende sollte sich der hart erkämpfte Punkt gegen Köln für Union Berlin als Rettung erweisen.  © Soeren Stache/dpa

Union Berlin rettet Punkt gegen Köln und feiert Klassenerhalt dank Urs Fischer

Urs Fischer (60) kann sich über den Klassenerhalt mit Mainz 05 freuen und hat gleichzeitig seiner alten Liebe einen großen Gefallen getan.
Urs Fischer (60) kann sich über den Klassenerhalt mit Mainz 05 freuen und hat gleichzeitig seiner alten Liebe einen großen Gefallen getan.  © Christian Charisius/dpa

Mit sieben Punkten Vorsprung bei verbleibenden zwei Spieltagen können die Eisernen nun also auch rein rechnerisch nicht mehr absteigen oder auf den Relegationsplatz abrutschen.

Dennoch wartet Eta (34) weiterhin auf ihren ersten Sieg im deutschen Fußballoberhaus. Auch der Punkt gegen die Geißböcke stand beim 2:2-Unentschieden in der Alten Försterei lange auf der Kippe.

Das Spiel begann eigentlich wie so oft in den vergangenen Wochen: Die Köpenicker mussten einem Rückstand hinterherrennen, der sogar auf zwei Tore anwuchs. Eine Aufholjagd mit spätem Traumtor sicherte am Ende den glücklichen und letztendlich entscheidenden Punkt.

Union Berlin gerettet: Klassenerhalt auf der Couch
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Überspitzt könnte man behaupten, dass es Urs Fischer (60) war, der seiner alten Liebe am Sonntag zum Klassenerhalt verhalf. Mit einem 2:1-Erfolg auf St. Pauli sicherte die Schweizer Union-Legende nicht nur Mainz 05, sondern eben auch den Berlinern den Verbleib im Oberhaus.

Als danach auch noch der VfL Wolfsburg nicht über ein 1:1-Remis beim SC Freiburg hinauskam, war auch das Relegations-Gespenst endgültig gebannt

Titelfoto: Soeren Stache/dpa, Harry Langer/dpa (Bildmontage)

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