"Fußballgöttin": Union Berlin verteidigt Marie-Louise Eta gegen Sexisten

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Berlin - Das war (leider!) abzusehen: Im nach wie vor von Männern dominierten Profi-Fußball ist Union Berlins neue Cheftrainerin Marie-Louise Eta (34) sexistisch angefeindet worden.

Marie-Louise Eta (34) ist bei Union Berlin vorübergehend zur Cheftrainerin der Männer befördert worden.
Marie-Louise Eta (34) ist bei Union Berlin vorübergehend zur Cheftrainerin der Männer befördert worden.  © Andreas Gora/dpa

Die Social-Media-Abteilung hat sich beim Kurznachrichtendienst X allerdings dagegen entschieden, die unsachgemäßen und teilweise geschmacklosen Kommentare einfach wortlos zu löschen oder die Kommentarfunktion gar einzuschränken.

Stattdessen wurden einzelne Beiträge direkt beantwortet, und den Sexisten wurde der Kampf angesagt. Die 34-Jährige wurde in dem X-Posting von Vereinsseite als "Fußballgöttin" bezeichnet - in Anlehnung an die Spieler, die bei der Vorstellung in der Alten Försterei von den Fans allesamt als "Fußballgott" betitelt werden.

Bedenklich ist an dieser Stelle, dass die abwertenden Statements allerdings offenbar nicht ausschließlich von Männern getätigt wurden, soweit man das in der Anonymität des Internets überhaupt beurteilen kann.

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Andere User führten sportliche Argumente ins Feld, die aus ihrer Sicht gegen Etas Beförderung sprechen, die zuvor die Junioren betreut hatte und ab Sommer die Bundesliga-Mannschaft der Frauen übernehmen soll.

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Kann Marie-Louise Eta Union Berlin zum vorzeitigen Klassenerhalt führen?

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Marie-Louise Eta stand 2024 schon einmal für Union Berlin an der Seitenlinie in der Bundesliga, damals als Co-Trainerin von Marco Grote (53).  © Andreas Gora/dpa

Die gebürtige Dresdnerin hat Unions U19 zwar ohne Niederlage souverän in die Hauptrunde der DFB-Nachwuchsliga geführt, konnte dort jedoch erst ein Spiel siegreich gestalten. Dem gegenüber stehen fünf Pleiten und zwei Remis, sodass die Nachwuchskicker ziemlich abgeschlagen den letzten Tabellenplatz belegen.

Einige böse Zungen wetteten daher in der Kommentarspalte jetzt sogar auf den Abstieg der Eisernen. Andere bezeichneten Steffen Baumgarts (54) Entlassung als verfrüht.

Der bisherige Hauptübungsleiter musste nach der 1:3-Pleite beim 1. FC Heidenheim für viele überraschend seine Koffer packen. Ausschlaggebend sei dafür laut Manager Horst Heldt (56) die bislang desolate Rückrunde der Köpenicker gewesen.

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Nun soll also Marie-Louise Eta das Ruder herumreißen und die Berliner als erste Cheftrainerin in der Geschichte der Bundesliga (bei den Herren) schnellstmöglich zum Klassenerhalt führen. Für diese historische Entscheidung gab es bei all dem negativen Störfeuer natürlich auch viel Lob und Anerkennung, und nicht wenige wünschten der neuen Trainerin alles erdenklich Gute.

Dazu gehörte auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53), der sich in seinem X-Beitrag zwar einen peinlichen Schreibfehler bei ihrem Vornamen leistete, aber von einem starken "Signal für den Profi-Fußball und für Frauen im Spitzensport" sprach.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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