BVB-Star Hummels sagt, seine Zukunft sei ungeklärt, der Verein sieht das offenbar anders

Dortmund - Nach der herben Enttäuschung, das Finale in der Champions League trotz eines dominanten Auftritts verloren zu haben, traute sich ZDF-Moderator Jochen Breyer (41) die Frage zu stellen, auf die viele gewartet hatten: War es das letzte Spiel von Mats Hummels (35) für den BVB?

Mats Hummels (35) sagte nach dem Finale, seine Zukunft sei ungeklärt, doch der BVB sieht das offenbar anders.
Mats Hummels (35) sagte nach dem Finale, seine Zukunft sei ungeklärt, doch der BVB sieht das offenbar anders.  © Robert Michael/dpa

Der Innenverteidiger, der trotz überragender Leistungen in dieser Saison nicht von Bundestrainer Julian Nagelsmann (36) für die Nationalmannschaft und damit die EM 2024 nominiert wurde, sagte, seine Zukunft sei wirklich noch nicht geklärt.

Doch das soll - zumindest von Vereinsseite - gar nicht stimmen. Denn auch bei den Schwarz-Gelben steht der charismatische Mann mit der klaren Meinung offenbar bereits auf dem Abstellgleis. Sein Vertrag läuft aus, die Bosse sollen laut Informationen der Bild lange entschieden haben, dass der Kontrakt nicht verlängert wird.

"Tatsächlich keine Ahnung. Fühlt sich komisch an, wird alles in den nächsten Wochen entschieden, keine Ahnung, was bei mir im Juli passiert. Ich mag die Situation, aber ein bisschen komisch ist es auch", sagte Hummels am Mikrofon.

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Die emotionalen Bilder nach der 0:2-Niederlage in Wembley gegen Real Madrid sprechen aber auch eine andere Sprache. Viele Szenen, in denen er seine Mitspieler minutenlang umarmte, könnten auf einen Abgang hindeuten.

Mats Hummels und Marco Reus gelten als die größten Kritiker von BVB-Trainer Edin Terzić

Sportdirektor Sebastian Kehl (44, r.) entscheidet nicht über die Hummels-Zukunft, vielmehr soll der neue starke Mann Lars Ricken (47) eine Entscheidung getroffen haben.
Sportdirektor Sebastian Kehl (44, r.) entscheidet nicht über die Hummels-Zukunft, vielmehr soll der neue starke Mann Lars Ricken (47) eine Entscheidung getroffen haben.  © IMAGO / kolbert-press

Schon etwas verwunderlich: Angeblich trauen die Borussia-Bosse es dem Abwehrchef nicht zu, noch einmal eine Saison auf diesem Niveau zu spielen.

Noch viel entscheidender aber: Hummels und Trainer Edin Terzić (41) sollen sich nicht mehr grün sein. Zuletzt hatte der Weltmeister von 2014 seinen Coach sogar öffentlich heftig kritisiert. Die Verantwortlichen scheinen aber zu ihrem Mann an der Seitenlinie zu halten, denn auch mit Kritiker Marco Reus (35) verlängerte der Verein nicht.

Klar, Reus war und ist viel verletzt, trotzdem bildeten er und Hummels immer das Gerüst der Mannschaft - vor allem neben dem Rasen.

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Doch wenn es Streit gibt, dann muss der Verein entscheiden, auf wessen Seite er steht, und diese Entscheidung scheint in Dortmund gefallen zu sein.

Hummels hat aber bereits attraktive Angebote auf dem Tisch liegen, unter anderem vom AC Mailand. Die Rossoneri wollen den 35-Jährigen offenbar unbedingt haben.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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