Leipzig - Wenn ein Spieler von einem Erzrivalen zum anderen wechselt, hat das immer einen Beigeschmack. Marcel Bergmann (27) traut sich und verlässt den 1. FC Lok Leipzig, um sich der BSG Chemie anzuschließen.
Bergmann verlässt den FCL nach nur fünf Monaten schon wieder. Mitte August war er von Kickers Emden nach Probstheida gekommen, absolvierte aber lediglich ein Spiel im Sachsenpokal (12:0 beim SV Lindenau).
Nun unterschreibt der 1,90 Meter große Schlussmann in Leutzsch bis Saisonende. Damit hat die BSG wieder drei Keeper, nachdem die Leihe von Luca Böggemann (21, aus Osnabrück) abgebrochen wurde.
Alexander Schmidt, neuer Trainer und Sportlicher Leiter, geht von einer positiven Auswirkung auf den Konkurrenzkampf der Keeper aus, der der gesamten Mannschaft im Abstiegskampf guttun werde. "Wir bedanken uns bei den Verantwortlichen vom 1. FC Lok für die unkomplizierte Lösung."
Bergmann spricht als übergeordnetes Ziel natürlich vom Klassenerhalt.
Bislang kommt der gebürtige Emdener auf 60 Partien in der Regionalliga Nord, bei denen er 14-Mal ohne Gegentor blieb. Vor seinen anderthalb Jahren in seiner Heimatstadt war er beim TSV Steinbach-Haiger und dem SSV Jeddeloh II aktiv.
Marcel Bergmann ist nicht der erste Spieler, der sich einen solch brisanten Wechsel traut. Unter anderem Julian Weigel, Denis Jäpel und Jonas Janke gingen denselben Schritt.