Mit einem Mann mehr! Chemie Leipzig verliert in Jena

Jena - Zwei Spiele am Stück hatten der FC Carl Zeiss Jena und die BSG Chemie Leipzig in der Regionalliga Nordost zuletzt gewonnen. Sonntag gab's das Duell der beiden - mit dem glücklicheren Ende für die Thüringer, die in Unterzahl 1:0 (0:0) gewannen.

Pyrotechnik im FCC-Block.
Pyrotechnik im FCC-Block.  © IMAGO/Christoph Worsch

Vor 7052 Zuschauern in der ad hoc Arena im Ernst-Abbe-Sportfeld sah FCC-Mann Maximilian Krauß zuerst Rot (45.+3), ehe Mitspieler Lukas Lämmel per Foulelfmeter traf (73.).

Jenas Trainer René Klingbeil schickte dieselbe Startelf wie beim jüngsten 2:0 bei Energie Cottbus ins Rennen.

Nach dem 1:0 gegen den FC Eilenburg nahm BSG-Coach Miroslav Jagatic hingegen vier Wechsel vor: Benjamin Bellot, Florian Brügmann, Florian Kirstein und Janik Mäder verdrängten Jonas Janke, Manuel Wajer, Justin Gröger und Thilo Gildenberg wieder auf die Ersatzbank.

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Der thüringische Tabellenelfte, der ebenso den dritten Ligasieg in Folge einfahren wollte wie die Gäste, wurde nach acht Minuten erstmals gefährlich. Krauß drang in den Sechzehner ein, deine Ablage in den Rücken der Abwehr konnte aber Philipp Wendt klären.

Der Leipziger Abwehrspieler musste schon nach 20 Minuten verletzungsbedingt runter, wurde durch Wajer ersetzt.

Chemie Leipzig verliert in Überzahl bei Carl Zeiss Jena

Nach seinem Foul an Vin Kastull wurde Jenas Maximilian Krauß (r., #11) vom Platz gestellt.
Nach seinem Foul an Vin Kastull wurde Jenas Maximilian Krauß (r., #11) vom Platz gestellt.  © IMAGO/Christoph Worsch

In der Folge blieb es ein komplett offenes Spiel. Während Nils Butzen nur den Pfosten traf (19.), verpasste Kirstein den Pass zum besser postierten Timo Mauer (23.).

Als alles nach Halbzeit aussah, sorgte eine Schiedsrichterentscheidung für Aufsehen und Ärger bei den Gastgebern. Tim Gerstenberg (Oberhavel) schickte Krauß mit glatt Rot runter, nachdem dieser mit hohem Bein in den Zweikampf gegen Vin Kastull gegangen war (45.+3).

Im zweiten Durchgang setzte das Klingbeil-Team die fünf Punkte besser dastehenden Chemiker zunächst unter Druck, mussten dann aber auch selbst brenzlige Situationen überstehen.

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Bitter für die BSG: In der 73. Minute fiel Elias Löder, der von Kastull gehalten wurde, in der Box. Gerstenberg gab Elfmeter und den verwandelte Lämmel zum 1:0.

Die Jagatic-Elf konnte gegen weiter offensiv und mutig spielende Thüringer nichts Zählbares mehr einfahren und verloren erstmals seit 16. August (2:4 in Erfurt) wieder ein Liga-Auswärtsspiel.

Chemie muss schon am Dienstag (13.30 Uhr) im Sachsenpokal zum VfB Schöneck. Jena reist am Freitag (19 Uhr) zu Krisenklub Berliner AK 07.

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Christoph Worsch

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