Vor Liga-Kracher gegen Jena: Was ist plötzlich mit Chemie Leipzig los?

Leipzig - Fast genau einen Monat ist es her, da hat Alexander Schmidt (57) als neuer Trainer der BSG Chemie Leipzig im TAG24-Interview noch die Alarmglocken geschlagen. In allen Teilen der Mannschaft gebe es noch Verbesserungsbedarf. Die Testspielpleiten gegen Magdeburg II (3:5) und Oberligist VFC Plauen (2:3) bestätigten den Eindruck. Seitdem ist viel passiert.

In den letzten Testspielen wurde die BSG Chemie Leipzig immer besser. Die Mannschaft scheint inzwischen gewappnet für den Ligastart 2026.  © BSG Chemie Leipzig/Sebastian Bloch

Der Vertreter der Regionalliga Nordost startete eine Wintertransfer-Offensive. Gleich sieben (!) neue Kicker wurden geholt, um Grün-Weiß zu verstärken und aus dem Tabellenkeller zu holen. Größter Coup dabei dürfte sicherlich die Verpflichtung von Kay Seidemann (25) sein, der sein Können auch schon mehrfach unter Beweis gestellt hat.

Der ungewöhnlich harte Winter verhinderte bislang einen normalen Spielbetrieb. Die BSG hat im Jahr 2026 noch kein einziges Pflichtspiel bestreiten können.

Dafür bekam Schmidt extra lang Zeit, um seine neuen Schützlinge ins Team zu integrieren. Woche für Woche wurden andere Tests ausgemacht. Zuletzt gewannen die Chemiker am Samstag ein Blitzturnier bei der SpVgg Ansbach durch ein 1:0 gegen den Gastgeber und ein 2:1 gegen die SpVgg Bayreuth.

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Auffällig: Der Motor kommt immer besser ins Rollen! Schmidt sagte, dass das gebrochene Selbstvertrauen nach dem katastrophalen Halbjahr der Chemiker nur durch Erfolgserlebnisse wiederhergestellt werden kann. Nach sechs Siegen am Stück könnte die Brust entsprechend tatsächlich inzwischen wieder breiter sein.

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Auf die BSG Chemie Leipzig wartet direkt ein richtiges Brett

BSG-Trainer Alexander Schmidt (57) scheint seine Mannschaft so langsam in die richtige Richtung gebogen zu haben.  © Picture Point / Roger Petzsche

Und das wird auch sehr wichtig sein, denn es spricht sehr viel dafür, dass es am kommenden Wochenende endlich in der Regionalliga weitergehen könnte.

Und da würde dann gleich ein richtiger Hammer auf die Grün-Weißen warten. Chemie ist beim Tabellenzweiten FC Carl Zeiss Jena zu Gast. Mehr Gradmesser geht wahrscheinlich nicht.

Danach wird es aber auch nicht einfacher. Durch die vielen Absagen drohen einige englische Wochen. Quasi gut, dass der Kader der Leipziger nun deutlich breiter ist.

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Doch trotz der Widrigkeiten scheint wieder Hoffnung in Leutzsch da zu sein. Am Ende zählen dennoch nur Punkte, um aus dem Tabellenkeller auszubrechen.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 20 41:17 46
2 FC Carl Zeiss Jena 19 38:18 41
3 FC Rot-Weiß Erfurt 20 36:25 37
4 FSV Zwickau 19 30:20 35
4 Hallescher FC 20 30:20 35
6 VSG Altglienicke 19 30:20 34
7 Chemnitzer FC 21 31:29 31
8 1. FC Magdeburg II 20 33:29 26
9 BFC Preussen 17 25:23 26
10 FSV 63 Luckenwalde 18 23:25 26
11 Hertha BSC II 19 27:39 21
12 SV Babelsberg 03 19 28:33 20
13 ZFC Meuselwitz 18 22:30 19
14 Greifswalder FC 19 21:29 19
15 BFC Dynamo 18 20:30 17
16 BSG Chemie Leipzig 18 16:27 13
17 FC Eilenburg 19 17:35 12
18 Hertha 03 Zehlendorf 17 14:33 8

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

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