Hertha BSC: Keine Chance auf Aufstieg, also nutzen wir sie

Berlin - Nach der blutleeren Peinlich-Pleite in Paderborn war man sich bei Hertha BSC einig: Den Aufstieg in die Bundesliga kann man abschreiben - oder doch nicht?

Stefan Leitl (48) gibt die Richtung vor: Der Hertha-Coach will mit seiner Mannschaft in der Tabelle weiter nach oben klettern.
Stefan Leitl (48) gibt die Richtung vor: Der Hertha-Coach will mit seiner Mannschaft in der Tabelle weiter nach oben klettern.  © Bernd Thissen/dpa

Mit der 2:5-Abreibung gegen den direkten Konkurrenten, die sogar noch deutlicher hätte ausfallen können, hatte sich die Alte Dame eigentlich vorzeitig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet.

Zu diesem Zeitpunkt betrug der Rückstand auf den Relegationsplatz satte zehn Zähler und die Teams an der Spitze punkteten regelmäßig, sodass nicht mehr davon auszugehen war, dass die Berliner diese Lücke schließen könnten.

"Wir brauchen nicht mehr über den Aufstieg sprechen", stellte Stefan Leitl (48) nach der bitteren Pleite enttäuscht fest. Worte, die womöglich wie eine Erlösung gewirkt und den ganzen Druck von der Mannschaft genommen haben könnten.

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Denn siehe da: Im Anschluss konnte der Hauptstadtklub die folgenden beiden Partien gewinnen - zwar jeweils nur knapp mit 2:1, aber am Ende wies das Punktekonto sechs Zähler mehr auf.

Damit trat genau das ein, was der Hertha-Coach für den Endspurt angekündigt hatte: "Es geht darum, gute Spiele zu zeigen und das Maximale für die Saison herauszuholen."

Konkurrenz schwächelt: Kann Hertha BSC doch noch einmal ins Aufstiegsrennen eingreifen?

Der Jubel über Herthas Last-Minute-Sieg gegen Preußen Münster war groß.
Der Jubel über Herthas Last-Minute-Sieg gegen Preußen Münster war groß.  © Bernd Thissen/dpa

Was der 48-Jährige zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht ahnen konnte, ist, dass die Konkurrenz parallel zu Herthas kleiner Serie anfing zu schwächeln.

Und so könnten die Blau-Weißen den Abstand auf Rang drei mit einem Sieg am Samstagabend (20.30 Uhr/Sky und Nitro) gegen den VfL Bochum auf fünf Punkte verkürzen - getreu dem Motto: "Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie!"

Voraussetzung ist jedoch, dass die Leitl-Truppe unter Flutlicht im Olympiastadion die eigenen Hausaufgaben erledigt und den dritten Sieg in Folge feiert. "Uns erwartet ein ganz schweres Spiel", prophezeite der Hertha-Trainer und bezeichnete den VfL als einen "unangenehm zu bespielenden" Gegner.

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Hertha BSC Dem VAR den Stecker gezogen: Wie konnte das passieren?

Bei dem Unterfangen muss der 48-jährige Übungsleiter ausgerechnet auf seinen gelbgesperrten Star-Spieler Fabian Reese (28) verzichten, der sich jüngst zu einem Verbleib beim Berliner Sport Club bekannt hat, selbst wenn der Aufstieg in dieser Saison verpasst werden sollte.

Titelfoto: Bernd Thissen/dpa (Bildmontage)

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