Harte Experten-Worte gegen Lok Leipzig: "Eines Meisters nicht würdig"
Leipzig - Wer wird Meister in der Regionalliga Nordost und bekommt die Möglichkeit, in die 3. Liga aufzusteigen? Lok Leipzig und Carl Zeiss Jena liefern sich ein enges Rennen an der Spitze. Das Momentum liegt momentan bei den Thüringern, glaubt auch Experte Torsten Ziegner (48).
"Die haben in der Rückrunde das nötige Spielglück und spielen einen sehr erwachsenen Fußball", so der einstige Jena-Kapitän gegenüber "Bild".
Live im Bruno-Plache-Stadion am Samstag gegen den Halleschen FC (0:0) verfolgte der ehemalige Trainer des FSV Zwickau das Spiel der Blau-Gelben und musste schließlich feststellen: "Wenn man ganz ehrlich ist, dann ist der Fußball, den Leipzig in der Rückrunde zeigt, eines Meisters nicht würdig."
Damit war aber nicht unbedingt der Auftritt gegen den HFC gemeint, bei dem sich die Loksche im Vergleich zu den Partien davor schon verbessert zeigte und nur das nötige Glück vor dem Tor fehlte.
Niederlagen gegen die Kellerkinder Hertha Zehlendorf (0:2) und Chemie Leipzig (0:1) sind eher gemeint. Lok verschenkte Punkte, die Jena - wie beim späten 2:1 gegen den Greifswalder FC - eben noch holte.
Und Ziegner habe etwas beim Besuch im Bruno gemerkt: "Die Angst, noch abgefangen zu werden, alles zu verspielen, ist größer als die Überzeugung, es zu schaffen." Ob das wirklich so ist, lässt sich natürlich schwer sagen.
Nächster Spieltag in der Regionalliga Nordost steht vor der Tür
Die Leipziger können jedenfalls am Freitagabend beim BFC Dynamo (19 Uhr) vorlegen und auf die Thüringer Druck machen, die am Sonntagnachmittag (14 Uhr) beim 1. FC Magdeburg II zu Gast sind.
Insgesamt hat Lok das vermeintlich leichtere Restprogramm. An den letzten zwei Spieltagen muss Jena noch gegen Halle und Erfurt bestehen. Gegner, die die Sachsen schon weghaben.
Alles scheint darauf hinauszulaufen, dass es spannend bis zum letzten Spieltag bleiben wird.
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag
