Lok Leipzigs Wachsmuth nach erstem Regionalliga-Spieltag: "Hab keinen gesehen, der ..."

Leipzig - Neue Saison, neues Glück. Lok Leipzig möchte gerne zum dritten Mal in Folge Regionalliga-Meister werden, um endlich den Sprung in die 3. Liga zu schaffen. Die Konkurrenz ist allerdings stark, wie der erste Spieltag bewiesen hat. Angst haben muss Blau-Gelb aber nicht, wie Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth (39) im zweiten Teil des TAG24-Interviews sagt.

Lok Leipzigs Sportgeschäftsführer Toni Wachsmuth (39) hat den ersten Regionalliga-Spieltag mit großem Interesse verfolgt.  © Picture Point/ Sven Sonntag

"Ich hab’ jetzt keine Mannschaft gesehen, wo ich sage, die werden alles auseinandernehmen, wenn sie so weitermachen. Man merkt, dass bei den Teams noch nicht alles zusammenlaufen kann, wenn sie teils neu zusammengestellt sind. Das ist auch bei uns so", sagt der 39-Jährige.

Die Loksche hatte ihren Auftakt am Freitag beim FSV Luckenwalde, gewann mit 3:1, hatte aber gerade in der Anfangsphase Schwierigkeiten.

Durch die frühe Ansetzung hatten die Leipziger am Wochenende Zeit, sich etwas auf anderen Plätzen umzuschauen. Trainer Torsten Ziegner (48) schaute sich das überraschende 2:1 des FSV Zwickau beim FC Carl Zeiss Jena an.

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Wachsmuth war beim vermeintlichen Spitzenspiel FC Erzgebirge Aue gegen die stark aufgerüstete VSG Altglienicke (3:3). "Ich hab’ zwei Teams gesehen, die über ihre individuelle Qualität kommen. Es sind auf beiden Seiten Tore und Fehler passiert. Tendenziell hätte ich eher gedacht, dass Aue gewinnt. Aber es war auch klar zu erkennen, dass da bei beiden noch nicht alles funktioniert hat."

Etwas überraschend kam für den 39-Jährigen das 5:1 des 1. FC Magdeburg II - des nächsten Gegners von Lok Leipzig - gegen Tasmania Berlin. "Aber das lief auch extrem bitter mit den Toren innerhalb kurzer Zeit. Aber wie gesagt: Da merkt man, dass es bei den Mannschaften immernoch Kleinigkeiten gibt, die nicht funktionieren."

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Etwas überraschend setzte sich der FSV Zwickau beim FC Carl Zeiss Jena mit 2:1 durch. Lok-Trainer Torsten Ziegner (48) hat sich das vor Ort angeschaut.  © Picture Point / Gabor Krieg

Lok Leipzig möchte vor allen Dingen bei sich bleiben

Beim vermeintlichen Spitzenspiel Erzgebirge Aue gegen die VSG Altglienicke passierten Fehler auf beiden Seiten. Wachsmuth war live im Stadion.  © Picture Point / Gabor Krieg

Natürlich ist der Blick über den Tellerrand wichtig. Man muss wissen, was die Konkurrenz macht, auf welchen Gegner man sich wie einstellen muss. Der Kampf um den Aufstiegsplatz ist in diesem Jahr vielleicht spannend wie nie.

Trotzdem ist Blau-Gelb in der Vergangenheit grundsätzlich gut damit gefahren, insbesondere die eigenen Hausaufgaben zu machen.

Sieht auch Wachsmuth so: "Es wird wichtig sein, möglichst konstant zu punkten in der Saison, seine Leistung zu bringen. Das war der Schlüssel in den letzten zwei Jahren. Wenn wir unsere Tugenden aufs Feld bringen, haben wir gute Chancen, am Sonntag zu gewinnen."

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Das Auftaktprogramm der Sachsen ist mit Magdeburg II, BFC Preussen, Hertha II und Tasmania Berlin vergleichsweise günstig gefallen, da keiner der Kontrahenten vermeintlich den Anspruch hat, ganz oben mitzuspielen.

Gerade in einer Phase, in der noch nicht alles zusammenpasst, vielleicht optimal, mit einer möglichst hohen Punkteausbeute in die Saison zu starten, bis alles gefestigt ist.

Übrigens: Während des DFB-Pokal-Wochenendes möchte Lok Leipzig auch keine Pause machen. Das Testspiel gegen den VfB Zwenkau, das zuletzt hitzebedingt abgesagt werden musste, soll in diesem Zeitraum nachgeholt werden.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Magdeburg II 1 5:1 3
1 Chemnitzer FC 1 4:0 3
3 FC Rot-Weiß Erfurt 1 4:1 3
4 SV Babelsberg 03 1 2:0 3
4 1. FC Lokomotive Leipzig 1 3:1 3
6 BFC Preußen 1 1:1 1
6 Hallescher FC 1 2:2 1
6 FC Carl Zeiss Jena 1 0:0 1
6 Greifswalder FC 1 2:2 1
6 FC Erzgebirge Aue 1 3:3 1
6 VSG Altglienicke 1 3:3 1
6 FSV Zwickau 1 0:0 1
6 RSV Eintracht 1949 1 1:1 1
14 BSG Chemie Leipzig 1 0:2 0
14 FSV 63 Luckenwalde 1 1:3 0
16 BFC Dynamo 1 1:4 0
17 Hertha BSC II 1 0:4 0
17 Tasmania Berlin 1 1:5 0

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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