Peinlicher Fehler: Sachsens MP Kretschmer nennt Dynamo "Spielgemeinschaft"

Dresden - Dieser Tweet dürfte bei vielen Fans von Dynamo Dresden für Kopfschütteln gesorgt haben! Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (47, CDU) wünschte den Schwarz-Gelben vor dem Relegations-Rückspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern viel Glück und offenbarte dabei ausbaufähige Fußballkenntnisse.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (47, CDU) erntete nach seinem Twitter-Fauxpas Hohn und Spott.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (47, CDU) erntete nach seinem Twitter-Fauxpas Hohn und Spott.  © Robert Michael/dpa

Die Dresdner Mannschaft hat sich bei der 0:2-Niederlage gegen die Roten Teufel am Dienstagabend, die den Abstieg in die 3. Liga bedeutet, nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Gleiches könnte man allerdings auch über den 47-jährigen CDU-Politiker sagen.

Auf dem Weg zum Rudolf-Harbig-Stadion postete der Sachsen-MP ein Bild von sich und schrieb dazu: "Ich möchte, dass die Spielgemeinschaft hochklassig bleibt und drücke heute beide Daumen."

Sicherlich ein gut gemeinter Tweet, nur gibt es da ein Problem: Der Verein heißt eigentlich Sportgemeinschaft Dynamo Dresden. Nach der Wende wurde die SGD zwar zwischenzeitlich in "1. FC Dynamo Dresden" umbenannt, nur eine Spielgemeinschaft war sie noch nie.

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Dementsprechend gehässig ging es in der Kommentarspalte unter der gezwitscherten Nachricht ab. "Spielgemeinschaft ich lach mich Tod. Sportgemeinschaft Dynamo Dresden trifft es wohl eher, nur woher soll unser MP das wissen?!", antwortete ein User.

"Gut das er unser MP ist. Er weiß nicht einmal das es eine Sportgemeinschaft ist und keine Spielgemeinschaft", stellte ein anderer fest.

Michael Kretschmer drückte der "Spielgemeinschaft" Dynamo Dresden die Daumen

Der FSV Zwickau antwortete auf den Post des Sächsischen Staatsministeriums des Innern

Der FSV Zwickau wurde vom Sächsischen Staatsministerium des Innern vergessen

Auf Facebook wünschte das Ministerium den beiden sächsischen Mannschaften viel Erfolg. Dabei spielen eigentlich drei Vereine aus Sachsen in der 3. Liga.
Auf Facebook wünschte das Ministerium den beiden sächsischen Mannschaften viel Erfolg. Dabei spielen eigentlich drei Vereine aus Sachsen in der 3. Liga.  © Screenshot/Facebook/Sächsisches Staatsministerium des Innern

Auch Kretschmers Innenministerium bewies nach dem feststehenden Abstieg von Dynamo, dass in der Politik tätige Menschen offenbar zu beschäftigt sind, um sich sattelfeste Fußballkenntnisse anzueignen.

Auf Facebook wünschte das sächsische Staatsministerium des Innern den "beiden sächsischen Mannschaften aus Aue und Dresden, die in der kommenden Spielzeit in der 3. Liga auf Punktejagd gehen werden, eine erfolgreiche Saison."

Seit 2016 ist allerdings auch der FSV Zwickau und somit ein weiterer Klub aus dem Freistaat in der dritthöchsten deutschen Spielklasse aktiv.

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Die Schwäne nahmen es mit Humor und antworteten: "Wir haben noch einmal kurz auf der Landkarte nachgeschaut und überprüft, in welchem Bundesland der FSV Zuhause ist. 7 Drittliga-Spielzeiten am Stück sollte man nicht einfach so unterschlagen."

Titelfoto: Robert Michael/dpa, Screenshot/Twitter/MPKretschmer

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