Das neue Playstation-Exklusive Stellar Blade löst in mir leider gar nichts aus

Leipzig - 2023 wurden wir quasi im Monatstakt mit neuen Knallergames versorgt. Das aktuelle Jahr hat bislang nicht ganz so viel zu bieten. "Stellar Blade" möchte nun wieder für ein Highlight sorgen und mit rasanter Action die Spieler in seinen Bann ziehen. Ob das geklappt hat, soll der Test verraten.

Schon in der Demo beschwerten sich einige Spieler darüber, wie offensichtlich Heldin Eve ihre Kurven in "Stellar Blade" präsentiert.
Schon in der Demo beschwerten sich einige Spieler darüber, wie offensichtlich Heldin Eve ihre Kurven in "Stellar Blade" präsentiert.  © Sony/Shift Up

Heutzutage ist es fast schon zur absoluten Seltenheit geworden, dass Spiele bestimmte Mechaniken komplett neu erfinden. Alles hat man im Laufe der Jahre ja irgendwo doch schon einmal gesehen.

Ein Paradebeispiel dafür ist für mich "Stellar Blade". Nichts, was der Titel zu bieten hat, gab es nicht schon einmal (teils besser) irgendwo anders.

Sei es das an Souls-Spiele angelehnte Kampfsystem, was seine Sache aber zugegeben echt gut macht. Sei es die postapokalyptische Spielwelt und die melancholische Atmosphäre, die ganz klar an "Nier" erinnert.

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Oder ganz allgemein die Stimmung, die der Titel transportiert. Setzt man jemandem "Stellar Blade" vor, der keine Ahnung von dem Titel, aber schon eine langjährige Spielerfahrung hat, dann würde er bestimmt trotzdem sagen: "Ah, das kenne ich doch irgendwoher."

Das muss per se ja auch nichts Schlechtes sein, solange es eine runde Sache ist. Und ja, das ist der Titel aus dem Hause Shift Up eigentlich schon.

Stellar Blade ist grundsolide - mehr aber auch nicht

Die Bosskämpfe zählen definitiv zu den Highlights von "Stellar Blade". Selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad könntet Ihr einige Male scheitern.
Die Bosskämpfe zählen definitiv zu den Highlights von "Stellar Blade". Selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad könntet Ihr einige Male scheitern.  © Sony/Shift Up

Als Krieger-Heldin Eve landet Ihr auf der zerstörten Erde, um den Planeten von einer Alien-Invasion zu befreien. Die Außerirdischen erweisen sich allerdings als sehr starke Widersacher, weswegen Eure Kampfgefährtinnen teils brutal abgeschlachtet werden.

Ihr überlebt jedoch und seid fortan in der Welt mit einem Drohnenkumpanen und einem männlichen Mitstreiter auf der Suche nach Antworten unterwegs.

Hier und da sind Kisten versteckt, an allen Ecken lauern Feinde, die Euch an Eure knappen Outfits wollen.

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"Stellar Blade" legt viel Wert auf Ausweichen und Blocken. Habt Ihr den Dreh raus, knallen besonders Bosskämpfe richtig rein und machen Laune.

Trotzdem wollte das Spiel irgendwie nicht so recht bei mir zünden. Denn auch wenn die Mechaniken gut funktionieren, sticht für mich nichts wirklich heraus. Und dafür ist auch die eher lahme Story nicht fesselnd genug, um bei der Stange zu halten.

Von der Geschichte und vom Setting her erinnert sehr viel an die "Nier"-Spiele. Leider erreicht "Stellar Blade" das Niveau allerdings nie.
Von der Geschichte und vom Setting her erinnert sehr viel an die "Nier"-Spiele. Leider erreicht "Stellar Blade" das Niveau allerdings nie.  © Sony/Shift Up

Fazit zu Stellar Blade

"Stellar Blade" ist definitiv kein schlechtes Spiel. Der Action-Ausflug von Eve, der nicht mit obszönen Bildern geizt, kann eine absolut solide Abendbeschäftigung sein. Mir fehlt beim Titel aber einfach das Eigenständige, um irgendwie herauszustechen. Weder die postapokalyptische Welt noch die Story gingen für mich wirklich auf.

Einzig das Kampfsystem, explizit die Bosskämpfe, sind wirklich stark inszeniert und lassen Euch bei richtiger Anwendung förmlich durch die Arenen tanzen. So ist "Stellar Blade" insgesamt schließlich ein gutes Spiel, was aber nicht an seine Vorbilder wie "Nier" heranreicht.

Titelfoto: Sony/Shift Up

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