Coronavirus: Rund 14.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.038.645 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.680.439 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 46.464 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 23,75 Millionen Infizierte und 395.785 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 94,49 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.022.059 Todesfälle (alle Angaben Stand 16. Januar, 22 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 17. Januar, 11.28 Uhr: Patientenschützer kritisiert Maas in Debatten über Impf-Privilegien

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Außenminister Heiko Maas (SPD) scharf für den Vorschlag kritisiert, Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben.

Vorstand Eugen Brysch sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), Maas befeuere eine "Gespenster-Diskussion" über Impf-Privilegien. Es gebe zu wenig Impfstoff. "Bei der Organisation des Impfangebots hapert es. Auch weiß heute niemand, ob ein Geimpfter das Virus weitergeben kann." Als Außenminister sei Maas zudem nicht zuständig für das Thema.

Maas hatte der Bild am Sonntag gesagt: "Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen."

Update, 17. Januar, 11.15 Uhr: Verdi: Arbeitgeber bei neuen Vorgaben zu FFP2-Masken in der Pflicht

Die Gewerkschaft Verdi sieht bei möglichen weiteren Vorgaben zum Tragen von FFP2-Masken etwa in Geschäften oder Bussen und Bahnen auch die Arbeitgeber in der Pflicht. "In jedem Fall müssen die Unternehmen ihren Beschäftigten FFP-2-Masken kostenfrei und in ausreichender Stückzahl zur Verfügung stellen", sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Sonntag.

Arbeitnehmern müsse es zudem möglich sein, zusätzliche bezahlte Kurzpausen einzulegen, um die Maske absetzen und durchatmen zu können. Kontrollen einer Maskenpflicht dürften auch nicht den Beschäftigten aufgebürdet werden, verlangte Werneke - damit müsse Wach- und Sicherheitspersonal betraut werden.

Alle Menschen müssten auch Zugang zu Masken erhalten können. "Es muss sichergestellt sein, dass FFP-2-Masken rechtzeitig in ausreichender Zahl und für Bezieher niedriger Einkommen auch kostenlos zur Verfügung stehen."

Eine FFP2-Maske hängt an einem Türhaken.
Eine FFP2-Maske hängt an einem Türhaken.  © Till Simon Nagel/dpa-tmn

Update, 17. Januar, 11.07 Uhr: OECD-Bildungsexperte Schleicher für Öffnung der Grundschulen

Der Verantwortliche für die internationalen Pisa-Studien, OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher, hat sich für die Öffnung von Grundschulen und Kindergärten in der Pandemie ausgesprochen.

"Selbst in der gegenwärtigen Infektionslage habe ich wenig Verständnis dafür, dass Grundschulen und Kindergärten flächendeckend geschlossen werden", sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Schleicher ist Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

"Schulschließungen haben langfristig schwerwiegende Folgen, vor allem in den ersten Schuljahren und vor allem für Kinder aus sozial benachteiligtem Umfeld", erklärte er.

Update, 17. Januar, 10.55 Uhr: Rund 14.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.882 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Sonntag sind die vom RKI bekannt gegebenen Zahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Vortag hatte das RKI von 18.678 Neuinfektionen berichtet, am Sonntag vergangener Woche von 16.946.

Insgesamt stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Infektionen auf 2.033.518 (Stand: 17.01., 00.00 Uhr), wie das RKI am Sonntag mitteilte. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden insgesamt 46.419 Todesfälle verzeichnet. Das sind 445 mehr als am Vortag.

Nordrhein-Westfalen, Moers: Eine Laborantin des Medizintechnik-Herstellers "nal von minden" kontrolliert die Qualität eines Corona-Schnelltestes.
Nordrhein-Westfalen, Moers: Eine Laborantin des Medizintechnik-Herstellers "nal von minden" kontrolliert die Qualität eines Corona-Schnelltestes.  © Roland Weihrauch/dpa

Update, 17. Januar, 10.55 Uhr: 23 Festnahmen bei Demonstration gegen Corona-Regeln in Wien

Bei einer Demonstration gegen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Wien sind 23 Menschen festgenommen worden. Zudem wurde gegen mehr als 300 Teilnehmer der Kundgebung Anzeigen erstattet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Nach Angaben der Polizei setzten sich viele Demonstranten über Abstandsregeln hinweg und verzichteten auf einen Mund-Nasen-Schutz. Insgesamt nahmen am Samstag etwa 10.000 Menschen an der Kundgebung teil, darunter Angehörige der rechten Szene.

Die Demonstration hatte friedlich begonnen. Später kam es zu Tumulten. Medienvertreter berichteten, angepöbelt und bedroht worden zu sein. Sechs Verdächtige wurden wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen. Unter den Teilnehmern war auch der ehemalige Vizekanzler und frühere FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache.

Update, 17. Januar, 9.15 Uhr: Bayer prüft Produktion von Corona-Impfstoffen

Der Pharmakonzern Bayer erwägt, in die Produktion von Corona-Impfstoffen einzusteigen. "Wir diskutieren mit Curevac und auch mit der Politik und den Behörden, was gemacht werden kann", sagte Bayer-Chef Werner Baumann der Welt am Sonntag.

"Mit unserem Produktionsnetzwerk in Deutschland und den USA sowie dem entsprechenden zeitlichen Vorlauf wären wir grundsätzlich in der Lage, Impfstoff in größeren Mengen zu produzieren. Dies prüfen wir gerade unter Hochdruck."

Dabei gehe es in erster Linie nicht um finanzielle Überlegungen, sondern darum, den Impfstoff so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Anfang des Monats hatten Bayer und das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac einen Kooperations- und Servicevertrag geschlossen.

Spritzen, mit denen der Moderna-Impfstoff verabreicht wird, sind in einem Behälter.
Spritzen, mit denen der Moderna-Impfstoff verabreicht wird, sind in einem Behälter.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Update, 17. Januar, 9 Uhr: SPD-Politiker Lauterbach glaubt an Absage der Fußball-EM

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet wegen der Coronavirus-Pandemie mit einem Ausfall der Fußball-Europameisterschaft in diesem Jahr.

"Ich glaube, dass die EM komplett abgesagt wird, weil wir im März eine Situation haben werden, die in vielen Ländern Europas schlechter sein wird als heute", sagte der 57-Jährige bei t-online.

"Es wird sich alles – leider – von allein ergeben. Wir könnten im März eine Situation erleben, in der kaum jemand überhaupt auf die Idee kommen wird, eine Fußball-EM auszutragen."

Update, 17. Januar, 8 Uhr: Wissenschaftler fordern strikte Maskenpflicht

Inmitten der Meldungen über ansteckendere Varianten des Coronavirus und weiterhin hohe Infektionszahlen mahnen Wissenschaftler eindringlich zum Tragen von Gesichtsmasken. Basierend auf einer Auswertung entsprechender Studien betont ein internationales Forscherteam im Fachblatt PNAS, Regierungen und Behördenvertreter müssten dafür sorgen, dass entsprechende Regeln strikt eingehalten würden.

Masken sind nach Auffassung der Autoren unter anderem wichtig, weil Erkrankte in der ersten Phase nach einer Infektion am ansteckendsten seien, wenn sie noch wenige oder keine Symptome zeigten.

Mit der Durchsetzung einer möglichst breit geltenden Maskenpflicht könnte das Risiko gesenkt werden, dass eben jene Erkrankte, die noch nichts von ihrer Infektion wüssten, andere ansteckten.

Bayern, Ebing: Einer Engelsskulptur wurde von Unbekannten einen Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt.
Bayern, Ebing: Einer Engelsskulptur wurde von Unbekannten einen Mund-Nasen-Schutz aufgesetzt.  © Nicolas Armer/dpa

Update, 17. Januar, 7.30 Uhr: Bayern will Homeoffice mit Steueranreizen fördern

Bayern legt konkrete Vorschläge zur Förderung der Arbeit im Heimbüro vor. Finanzminister Albert Füracker (CSU) plädiert dafür, die Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen zu verbessern und die Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer dauerhaft zu verlängern.

"Wir brauchen möglichst viel Homeoffice", sagte Füracker der Deutschen Presse-Agentur. "Bayern setzt nicht auf gesetzliche Pflichten, sondern auf steuerliche Anreize."

Als Beispiel nannte Füracker die Erhöhung der Sofortabschreibung für alle geringwertigen – mindestens jedoch für digitale - Wirtschaftsgüter von 800 auf 2000 Euro. Das bedeutet beispielsweise, dass eine Firma neue Laptops und Monitore für die Mitarbeiter in einem Steuerjahr komplett abschreiben könnte.

Update, 17. Januar, 5.30 Uhr: FDP will vor Bund/Länder-Beratung zu Corona Bundestagssondersitzung

Noch vor den Bund/Länder-Beratungen am Dienstag über weitere Corona-Beschränkungen fordert die FDP eine Sondersitzung des Bundestags dazu.

"Die Bundeskanzlerin sollte das Parlament und die Öffentlichkeit vor den Gesprächen mit den Ministerpräsidenten umgehend informieren", sagte FDP-Chef Christian Lindner der Bild am Sonntag. "Der Deutsche Bundestag muss umgehend zu einer Sondersitzung zusammentreten. Die parlamentarische Beratung der Corona-Maßnahmen muss ein Anliegen aller Fraktionen sein; egal, ob Regierung oder Opposition."

Lindner hält besonders nächtliche Ausgangssperren für unverhältnismäßig: "Auf keinen Fall dürften sie ohne Befassung des Bundestages beschlossen werden", sagte er.

Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP.
Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 17. Januar, 0.01 Uhr: Österreich verlängert Lockdown bis zum 7. Februar

Österreich soll seinen harten Lockdown um zwei weitere Wochen bis zum 7. Februar verlängern, wie die Nachrichtenagentur APA Samstagabend aus Verhandlerkreisen erfuhr. Handel und Gastronomie blieben demnach weiter geschlossen, Schulen bieten weiter Distanzunterricht an.

Aufgrund der mittlerweile auch in Österreich festgestellten und wohl ansteckenderen Virus-Mutation aus Großbritannien haben Experten eindringlich vor zu frühen Öffnungsschritten gewarnt. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte für Sonntagvormittag eine Pressekonferenz an.

Ab 8. Februar sollen nach Informationen der APA der Handel sowie körpernahe Dienstleister und Museen öffnen dürfen. Besucher und Kunden müssen dort künftig die besonders schützenden FFP2-Masken tragen und mit zwei Metern mehr Abstand halten. Mitte Februar sei geplant, die Lage für die Gastronomie, Hotellerie und für Veranstalter neu zu beurteilen.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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