Coronavirus: Auch Kinder von Schlachthof-Arbeitern positiv auf Corona getestet

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das neuartige Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen beruhigt. Das ist laut der Bundesregierung und dem RKI zwar erfreulich, jedoch noch kein Grund zur Entwarnung.

Ab dem 01.07.2020 fallen bis Jahresende statt 19 nur noch 16 Prozent Mehrwertsteuer beim Einkauf an. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, wird von sieben auf fünf Prozent reduziert.
Ab dem 01.07.2020 fallen bis Jahresende statt 19 nur noch 16 Prozent Mehrwertsteuer beim Einkauf an. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, wird von sieben auf fünf Prozent reduziert.  © Sven Hoppe/dpa

So ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin in vielen Bereichen des täglichen Lebens Pflicht, vor allem beim Benutzen des Öffentlichen Personennahverkehrs und beim Einkaufen.

Doch Schüler können aufatmen: Sie dürfen in weiten Teilen des Landes wieder regelmäßig in die Schule, können aber im Klassenzimmer die Masken abnehmen. Gleiches gilt beispielsweise auch in Cafés und Restaurants, sobald man seinen Platz eingenommen hat.

Um eine zweite Corona-Welle zu vermeiden, ist es weiterhin wichtig, den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Mittlerweile gibt es in Deutschland insgesamt 196.300 bestätigte Infektionen. Außerdem wurden 9001 Todesfälle und 179.800 Genesene erfasst (Stand 2. Juli, 14 Uhr).

Die USA haben weiterhin weltweit mit Abstand die meisten Fälle - über 2,6 Millionen wurden seit Ausbruch der Lungenkrankheit registriert. 128.062 Menschen sind dort bereits an dieser gestorben (Stand 2. Juli, 14 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt über 10,7 Millionen bestätigte Fälle und 516.738 Todesfälle (Stand 2. Juli, 14 Uhr).

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Update, 2. Juli, 21.20 Uhr: Neue Einschränkungen in Israel

Angesichts eines Rekordwerts von Corona- Neuinfektionen verhängt Israel neue Einschränkungen. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte am Donnerstag, Versammlungen sollten wieder beschränkt werden.

In Festhallen, Bars und Clubs dürfen nur noch bis zu 50 Menschen zusammenkommen. Vorher waren es bis zu 250 gewesen. An anderen geschlossenen Orten, darunter auch Gebetshäuser, dürfen sich nur noch bis zu 20 Menschen versammeln.

"Wir müssen zu der Politik der Beschränkungen zurückkehren, damit die Kurve wieder flacher wird", sagte Netanjahu. Sonst drohe ein Kontrollverlust. Gleichzeitig kündigte er ein wirtschaftliches Hilfsprogramm für das kommende halbe Jahr an.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 966 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 26 452 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 324 Infizierte sind gestorben.

Update, 2. Juli, 21.03 Uhr: Serbien verzeichnet starken Anstieg von Corona-Infektionen

Das Balkanland Serbien verzeichnet einen starken Anstieg von Infektionen mit dem Coronavirus. In den letzten 24 Stunden seien 359 neue Fälle von Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag in der Hauptstadt Belgrad mit. Schon an den fünf Tagen zuvor waren täglich jeweils zwischen 193 und 276 neue Infektionen registriert worden.

Mit zweistelligen täglichen Zuwachszahlen Ende Mai und Anfang Juni schien Serbien die schlimmste Phase der Corona-Pandemie überstanden zu haben. Die jüngste Entwicklung markiere jedoch einen gegenteiligen Trend, sagen Gesundheitsexperten. Möglicherweise haben ihn abrupte Lockerungen nach Aufhebung des Ausnahmezustands am 6. Mai begünstigt.

Serbien, Belgrad: Demonstranten versammeln sich auf dem Terazije Platz während eines Protests gegen den serbischen Präsidenten Vucic. (Archivbild)
Serbien, Belgrad: Demonstranten versammeln sich auf dem Terazije Platz während eines Protests gegen den serbischen Präsidenten Vucic. (Archivbild)  © Darko Vojinovic/AP/dpa

So war Serbien eines der ersten Länder in Europa, die wieder Fußballspiele vor Publikum zuließen. Bei manchen Matches erschienen bis zu 20.000 Zuschauer. Auch wurden die bisherigen Abstandsregeln und Maskenpflichten weitgehend auf Empfehlungen reduziert. Darüber hinaus hielt das Land am 21. Juni Parlamentswahlen ab, die wegen der Pandemie verschoben worden waren und ursprünglich im April hätten stattfinden sollen.

Unabhängige Medien werfen der Regierung von Präsident Aleksandar Vucic vor, die Corona-Zahlen vor dem 21. Juni geschönt zu haben, um gute Bedingungen für einen sorglosen Wahlverlauf vorzutäuschen. Bei einer Wahlbeteiligung von unter 50 Prozent ging aus dem Urnengang ein Parlament praktisch ohne Opposition hervor.

Bis zum Donnerstag waren nachweislich 15.195 Menschen mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 1996 Fälle galten als aktiv, 287 Patienten starben mit dem Virus, sechs von ihnen in den letzten 24 Stunden.

Update, 2. Juli, 20.41 Uhr: Erste Corona-Tests im Tönnies-Schlachtbetrieb Weißenfels negativ

Im Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels (Burgenlandkreis) sind die ersten 1014 Tests von Mitarbeitern auf das Coronavirus laut Labor negativ ausgefallen. Das teilte der Burgenlandkreis am Donnerstag mit.

Die Verwaltung hatte einen Massentest aller Mitarbeiter angeordnet. Eigenen Angaben zufolge sind am Tönnies-Standort in Weißenfels rund 2200 Menschen beschäftigt.

Nach Angaben des Landratsamtes wurden bei dem Massentest am 30. Juni durch das Gesundheitsamt des Burgenlandkreises 974 Abstriche von Mitarbeitern genommen, am 1. Juli insgesamt 953 Abstriche. Die Verwaltung will über weitere Ergebnisse informieren. Am Freitag ist eine Pressekonferenz in Naumburg geplant.

Bereits im Mai gab es einen Massentest für rund 1200 Mitarbeiter, die beim Fleischkonzern Tönnies in Weißenfels oder Subunternehmern angestellt oder zur Veterinär- und Lebensmittelüberwachung unmittelbar im Schlachtbetrieb tätig waren. Diese Tests fielen negativ aus. Im Tönnies-Stammwerk im Kreis Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) hatten sich weit über 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 2. Juli, 20.25 Uhr: Corona bei Kindern von Schlachthof-Arbeitern nachgewiesen

Im Fall des geschlossenen Putenschlachthofes in Wildeshausen bei Oldenburg ist auch bei Kindern von Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden.

Wie der Landkreis Oldenburg am Donnerstagabend mitteilte, wurden 43 Kinder von positiv getesteten Schlachthofarbeitern untersucht. Bei fünf von ihnen habe es positive Ergebnisse auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 gegeben. Eine Probe habe im Labor nicht ausgewertet werden können. Dieses Kind solle am Freitag erneut abgestrichen werden.

Am vergangenen Freitag wurde der zur Wiesenhof-Gruppe gehörende Schlacht- und Zerlegebetrieb Geestland Putenspezialitäten in Niedersachsen komplett heruntergefahren, nachdem für die rund 1100 Mitarbeiter und deren direkte Kontaktpersonen vom Landkreis Oldenburg Quarantäne angeordnet wurde.

Bei 1183 Testergebnissen waren 46 positive Fälle einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden.

Update, 2. Juli, 20.08 Uhr: 25 neue Corona-Infektionen im Südwesten

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 35.780 gestiegen. Das waren 25 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Etwa 33.412 Menschen gelten als genesen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus lag bei 1839 - das ist einer mehr als am Mittwoch. Derzeit seien geschätzt noch 529 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert, hieß es.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,96 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

Update, 2. Juli, 19.55 Uhr: 43 neue Corona-Infektionen in Berlin - Kein neuer Todesfall

In Berlin sind bis Donnerstag 43 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Gesamtzahl stieg damit auf 8344, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte. 7515 dieser Menschen gelten demnach mittlerweile als vom Coronavirus genesen. 121 Menschen werden zur Zeit im Krankenhaus isoliert und behandelt, 26 von ihnen intensivmedizinisch. 214 Corona-Patienten sind seit März gestorben, die Zahl hat sich seit Dienstag nicht verändert. Die Berliner Corona-Ampel leuchtet weiter grün, der Senat muss deshalb nicht über neue Maßnahmen beraten.

Update, 2. Juli, 19.18 Uhr: Bund stützt Freiburger Barockorchester in Corona-Krise

Das Freiburger Barockorchester kann als eines von 27 freien Orchestern und Ensembles in der Corona-Krise auf Unterstützung aus dem Bundeshaushalt zählen.

Die Mittel aus dem Programm "Orchester vor neuen Herausforderungen» umfassen jeweils bis zu 200.000 Euro. Ziel ist es, freien Ensembles und Orchestern "so schnell wie möglich den Wiederbeginn ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen", wie es am Donnerstag in Berlin hieß.

Gefördert werden etwa auch die Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen oder das Elbipolis Barockorchester Hamburg.

"Die Corona-Krise hat die freien Ensembles und Orchester hart getroffen", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Die freien Klangkörper seien ein wichtiger Kreativitätsfaktor der Musikkultur.

"Mit künstlerischen Innovationen setzen sie Impulse, die oft von anderen Festivals, Theatern und Orchestern aufgegriffen werden."

Update, 2. Juli, 19.06 Uhr: Kita in Neuruppin geschlossen

Nach einem Corona-Fall bleibt eine Kindertagesstätte in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) bis auf weiteres geschlossen. Eine Mitarbeiterin sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Büro des Landrats am Donnerstag mit. Die 41 betroffenen Kinder und acht Beschäftigten der Kita seien bereits getestet worden, mit den ersten Ergebnissen werde am Freitag gerechnet. Das Gesundheitsamt habe für sie ebenso wie für ihre Eltern und die Haushaltsangehörigen der Mitarbeiter vorläufig häusliche Isolation angeordnet. Am Freitag sollen weitere Kontaktpersonen getestet werden.

Update, 2. Juli, 18.49 Uhr: Eine neue Corona-Infektion im Saarland

Am Donnerstag hat sich die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Saarland erneut lediglich um einen Fall erhöht.

Wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte, sind nun (Stand 18.00 Uhr) 2769 Fälle registriert. Die Zahl der bestätigten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 stieg um einen auf 174. Von den seit dem ersten Auftreten des Virus im Bundesland bestätigten Infizierten gelten der Behörde zufolge insgesamt 2583 inzwischen als geheilt.

Wie am Vortag werden aktuell elf der Erkrankten stationär behandelt, drei von ihnen intensivmedizinisch. Grundlage der Zahlen sind Angaben der Kreisgesundheitsämter an das Ministerium.

Update, 2. Juli, 18.34 Uhr: 69 Klinik-Beschäftigte mit Corona infiziert

Das Greizer Kreiskrankenhaus in Thüringen hat bestätigt, dass zwischen dem 19. März und dem 18. Mai 69 Mitarbeiter des Hauses positiv auf das Coronavirus getestet worden sind.

Seither seien keine neuen Corona-Fälle innerhalb der Klinikbelegschaft nachgewiesen worden, teilte das Krankenhaus am Donnerstag in Greiz mit. Unklar sei, ob die Mitarbeiter sich im beruflichen oder privaten Umfeld infiziert hatten.

Das Klinikum reagierte mit einer Stellungnahme auf einen Bericht der Wochenzeitung «Die Zeit». Den darin geäußerten Verdacht, mehr positive Fälle seien nur deshalb nicht erkannt worden, weil nur zurückhaltend auf eine Infektion getestet worden sei, wies die Klinik zurück. Auch aus Sicht des Gesundheitsamtes seien die Testkapazitäten im Klinikum Greiz zu jeder Zeit ausreichend gewesen.

Der Kreis Greiz mit rund 98.000 Einwohnern war lange der größte Hotspot der Corona-Pandemie in Thüringen und sorgte mit hohen Infektionsraten auch bundesweit für Aufsehen. Nach Zahlen des Sozialministeriums sind bisher in dem Landkreis 669 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, 48 sind an oder mit einer solchen Infektion gestorben.

Unterdessen verharrt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in Thüringen auf niedrigem Niveau. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Staatskanzlei bislang 3260 Menschen nachweislich infiziert. Schwer verlaufen ist die Infektion den Angaben zufolge bei 102 Erkrankten, die auf Intensivstationen behandelt werden mussten.

181 Menschen mit einer Corona-Infektion starben. Nach Schätzungen sind in Thüringen 3050 Menschen wieder genesen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

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