Coronavirus: Frankreichs "Première Dame" Brigitte Macron in Quarantäne

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 368.671 Infektionen bestätigt. 9798 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während weitere 295.113 als genesen gelten (Stand 19. Oktober, 11.45 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,15 Millionen Infizierte und 219.674 Tote wurden bereits erfasst (Stand 19. Oktober, 11.45 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 40,05 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.113.909 Todesfälle (Stand 19. Oktober, 11.45 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 19. Oktober, 21.20 Uhr: Drosten und Kollegen warnen vor Herdenimmunität

Der Berliner Virologe Christian Drosten und andere Kollegen stellen sich entschieden gegen Forderungen, Corona-Beschränkungen aufzuheben und gleichzeitig den Schutz besonders gefährdeter Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. 

"Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut die Stimmen erstarken, die als Strategie der Pandemiebekämpfung auf die natürliche Durchseuchung großer Bevölkerungsteile mit dem Ziel der Herdenimmunität setzen", heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft für Virologie (GfV) mit Sitz in Heidelberg, an der auch Drosten beteiligt war. Herdenimmunität bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung nach einer Infektion oder Impfung immun geworden ist, und sich das Virus dadurch nicht mehr so gut ausbreiten kann. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Christian Drosten (48), Direktor am Institut für Virologie an der Charite - Universitätsmedizin Berlin.
Christian Drosten (48), Direktor am Institut für Virologie an der Charite - Universitätsmedizin Berlin.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 19. Oktober, 21.02 Uhr: Acht neue positive Corona-Tests in Premier League

Die jüngsten Corona-Tests in der englischen Premier League unter Fußballprofis und den Betreuerstäben haben acht positive Ergebnisse erbracht. 

Nach Angaben der Liga vom Montag wurden in der vergangenen Woche 1575 Tests vorgenommen. Namen der positiv Getesteten, die sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben müssen, oder der betroffenen Clubs veröffentlichte die Liga nicht.

Update, 19. Oktober, 20.47 Uhr: Portugal überschreitet Marke von 100.000 Corona-Infektionen

Portugal hat die Marke von 100.000 bestätigten Corona-Infektionen überschritten. Binnen 24 Stunden seien 1949 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert worden, teilte die Gesundheitsbehörde DGS am Montag in Lissabon mit. Das sind 966 Fälle mehr als am Vortag. 

Erst am Freitag war mit 2608 neuen Fällen die bisher höchste Tageszahl gemeldet worden. Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Infektionen in dem 10,3-Millionen-Einwohner-Land belief sich am Montag den amtlichen Angaben zufolge auf 101.860. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 stieg um 17 auf 2198.

Portugal war lange Zeit relativ gut durch die Corona-Krise gekommen, doch das Virus macht dem beliebten Urlaubsland seit einigen Wochen immer mehr zu schaffen. Die Bundesregierung in Berlin warnt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Region Lissabon und auch in die Region Norte mit der Regionalhauptstadt Porto im Norden des Landes.

Update, 19. Oktober, 20.41 Uhr: Frankreichs "Première Dame" Brigitte Macron in Corona-Quarantäne

Frankreichs Präsidentengattin Brigitte Macron hatte Kontakt mit einem Corona-Infizierten und wird deshalb nicht an der nationalen Gedenkfeier für den ermordeten Lehrer Samuel Paty an diesem Mittwoch teilnehmen. Das bestätigten Kreise des Amts von Staatschef Emmanuel Macron am Montag.

Laut ergänzenden Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP begibt sich die Frau des Staatspräsidenten für sieben Tage in Isolation. Die "Première Dame" hat demnach keine Symptome. Die frühere Lehrerin sei am vergangenen Donnerstag mit einem Menschen zusammengekommen, der am Montag positiv getestet wurde und Symptome der Covid-19-Krankheit zeige.

Paty war am Freitag in einem Pariser Vorort von einem Terrorverdächtigen getötet und enthauptet worden. Am Mittwoch ist eine nationale Gedenkfeier mit Emmanuel Macron in der Sorbonne-Universität geplant.

Brigitte Macron (67), Ehefrau des französischen Präsidenten, Emmanuel Macron (42).
Brigitte Macron (67), Ehefrau des französischen Präsidenten, Emmanuel Macron (42).  © Bertrand Guay/AFP/dpa

Update, 19. Oktober, 20.22 Uhr: Trump bezeichnet Fauci als "Katastrophe"

US-Präsident Donald Trump hat den führenden US-Gesundheitsexperten Anthony Fauci Medienberichten zufolge als "Katastrophe" bezeichnet und ihm Fehler in der Pandemie vorgeworfen. Das sagte Trump nach Berichten des Senders CNN und der "New York Times" in einer Telefonschalte mit seinem Wahlkampfteam am Montag. 

"Jedes Mal, wenn er im Fernsehen auftritt, gibt es immer eine Bombe, aber es gibt eine größere Bombe, wenn man ihn feuert. Der Typ ist eine Katastrophe", sagte Trump nach Angaben der "New York Times". "Die Leute haben es satt, Fauci und diese Idioten zu hören, all diese Idioten, die Fehler gemacht haben." Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

US-Präsdent Donald Trump (74, l) und Anthony Fauci (79), Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten in den USA.
US-Präsdent Donald Trump (74, l) und Anthony Fauci (79), Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten in den USA.  © Carolyn Kaster/AP/dpa

Update, 19. Oktober, 20.14 Uhr: Tschechien führt Maskenpflicht im Freien wieder ein

Im Kampf gegen massiv steigende Corona-Zahlen führt Tschechien wieder eine Maskenpflicht im Freien ein. Sie gelte von Mittwoch an innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden, gab Gesundheitsminister Roman Prymula nach einer Kabinettssitzung am Montag bekannt. 

Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. In Innenräumen ist die Mund-Nasen-Bedeckung ohnehin Pflicht - neuerdings auch im Auto, wenn familienfremde Personen mitfahren.

Update, 19. Oktober, 18.52 Uhr: Grenze zwischen Kanada und USA bleibt in Corona-Krise weitgehend zu

Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus bleibt die Grenze zwischen den USA und Kanada für mindestens einen weiteren Monat weitgehend geschlossen. Vorerst bis zum 21. November blieben nicht unbedingt notwendige Grenzüberquerungen untersagt, teilte Kanadas Premierminister Justin Trudeau am Montag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Trudeau hatte zuvor bereits angedeutet, dass er angesichts steigender Coronavirus-Infektionszahlen in den USA keine Möglichkeit für eine baldige Öffnung der Grenze sehe. "Die USA sind nicht in einer Situation, in der wir mit einem guten Gefühl die Grenzen öffnen könnten", hatte der Premierminister in der kanadischen Radioshow "Smart Start" gesagt.

Die zeitweise Schließung der Landgrenze zwischen den USA und Kanada aufgrund der Coronavirus-Pandemie war im März in Kraft getreten und immer wieder verlängert worden, zuletzt offiziell bis zum 21. Oktober. 

Update, 19. Oktober, 18.44 Uhr: WHO: Impfstart wohl Mitte 2021 - "We Are Family"-Kampagne

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einem Start der Impfungen gegen das Coronavirus zur Jahresmitte 2021. Anfang nächsten Jahres sollten die Daten aus den abschließenden Phase-3-Studien vorliegen, sagte eine WHO-Expertin am Montag in Genf. Danach könnten die Entscheidungen zum Impfstart fallen. 

Die beteiligten Firmen produzierten vorsorglich bereits Millionen von Dosen. Risikogruppen könnten als erste mit einer Impfung rechnen. Die bisherigen Studienergebnisse seien durchaus ermutigend, was ihre Wirksamkeit speziell bei älteren Menschen angehe, hieß es weiter.

Die WHO startet nach Angaben von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus eine neue, diesmal durchaus fröhlich-musikalische Kampagne gegen die Pandemie. Dabei werde der Ohrwurm "We Are Family" der US-Gesangsgruppe Sister Sledge im Mittelpunkt stehen. Sie sei darüber sehr bewegt, sagte Kim Sledge. Der Song solle die Menschen in aller Welt zur Solidarität ermuntern. 

Update, 19. Oktober, 18.38 Uhr: 4325 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. 

Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366.299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294.800 Genesene.

Ein Helfer der Johanniter nimmt im Corona Testzentrum am Flughafen Hannover einen Abstrich.
Ein Helfer der Johanniter nimmt im Corona Testzentrum am Flughafen Hannover einen Abstrich.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 19. Oktober, 18.34 Uhr: Ausgangsbeschränkung im Berchtesgadener Land ab Dienstagmittag

Erstmals seit dem Lockdown im Frühjahr gelten wegen extrem gestiegener Corona-Zahlen im bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land wieder strikte Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab diesem Dienstag von 14 Uhr an nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt, wie Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend nach einer Krisensitzung mit Landratsamt und Regierung von Oberbayern in Bad Reichenhall mitteilte. 

Diese bayernweit ersten Ausgangsbeschränkungen seit Monaten gelten vorerst für 14 Tage.

Zudem müssen Schulen und Kitas schließen. Es soll lediglich eine Notbetreuung geben, wie Landrat Bernhard Kern sagte. Auch Freizeiteinrichtungen aller Art sowie Restaurants dürfen nicht mehr öffnen. Ausnahmen gibt es nach Angaben von Landrat Kern unter anderem für Mitnahme-Angebote in der Gastronomie. Veranstaltungen werden untersagt, mit Ausnahme von Gottesdiensten. Hotels müssen ebenfalls schließen, außer für Übernachtungen für Geschäftsreisende.

Zu triftigen Gründen für das Verlassen der Wohnung zählen beispielsweise die Ausübung beruflicher Tätigkeiten, nötige Einkäufe, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands.

Titelfoto: Bertrand Guay/AFP/dpa

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