Coronavirus: Britische Behörde ruft 740.000 Corona-Tests zurück

Deutschland/Welt - Nachdem die Infektionszahlen in Zusammenhang mit einer Erkrankung am neuartigen Coronavirus lange Zeit rückläufig waren, steigen sie nun wieder schneller an. Schutzmaßnahmen wurden deshalb in der jüngsten Vergangenheit nur verhalten gelockert. Nun steht eine erneute Verschärfung im Raum.

Menschen gehen mit ihren Rollkoffern durch die Stadt Palma. Urlauber, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehren, können sich nach ihrer Rückkehr kostenlos auf das Virus testen lassen.
Menschen gehen mit ihren Rollkoffern durch die Stadt Palma. Urlauber, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehren, können sich nach ihrer Rückkehr kostenlos auf das Virus testen lassen.  © Clara Margais/dpa

Zumindest Abstand halten und Maske tragen wird wohl deshalb noch für einige Zeit auf der Tagesordnung stehen.

In Deutschland wurden mittlerweile 216.592 Infektionen bestätigt. 9201 Corona-Patienten starben an der Infektion, 196.520 gelten mittlerweile als genesen (Stand 8. August, 19.30 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 4,96 Millionen Infizierte und 161.810 Tote wurden bereits erfasst (Stand 8. August, 19.30 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 19,44 Millionen bestätigte Infektionen und 722.706 Todesfälle (Stand 8. August, 19.30 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 8. August, 18.49 Uhr: Neue Panne: Britische Behörde ruft 740.000 Coronavirus-Tests zurück

Die britische Aufsichtsbehörde für Medizinprodukte hat den Rückruf Hunderttausender Coronavirus-Test-Sets veranlasst. Wie die Regierung in London am Samstag bestätigte, handelt es sich um bis zu 741.000 Tests der Firma Randox. Diese seien möglicherweise nicht sicher für den Gebrauch, hieß es zur Begründung.

Randox hatte im März einen Auftrag in Höhe von 133 Millionen Pfund von der britischen Regierung erhalten, unter anderem für die Bereitstellung von Coronavirus-Tests. Dem "Guardian" zufolge erfolgte die Vergabe ohne Ausschreibung. Gerechtfertigt wurde das durch die hohe Dringlichkeit, die Testkapazitäten des Landes rasch zu erhöhen. Pikant ist jedoch, dass ein führender Abgeordneter der regierenden Konservativen, Owen Paterson, als Berater für die Firma tätig ist. Paterson erhält dem Register für Nebeneinkünfte des britischen Parlaments zufolge dafür jährlich 100.000 Pfund (umgerechnet rund 110.000 Euro).

Der Vorgang reiht sich in eine ganze Kette von Pannen und zweifelhaften Deals beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie ein. Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass 50 Millionen Schutzmasken, die vom Gesundheitsministerium in London gekauft wurden, für den Gebrauch im Nationalen Gesundheitsdienst ungeeignet sind.

Auch hier soll es der Nichtregierungsorganisation Good Law Project zufolge keine Ausschreibung gegeben haben. Eingefädelt worden sein soll der Deal durch einen Regierungsberater, der auch für die beauftragte Firma tätig ist. Nach Schätzung des Good Law Project wurden für die Masken zwischen 156 und 177 Millionen Pfund (umgerechnet rund 173 bis 196 Millionen Euro) ausgegeben.

Dicht gedrängt verbringen zahlreiche Besucher ihre Freizeit am Strand in Großbritannien. Dabei hatte das Land stark mit dem Coronavirus zu kämpfen.
Dicht gedrängt verbringen zahlreiche Besucher ihre Freizeit am Strand in Großbritannien. Dabei hatte das Land stark mit dem Coronavirus zu kämpfen.  © Yui Mok/PA Wire/dpa

Update, 8. August, 18.11 Uhr: US-Experten fordern erneut strikte Ausgangsbeschränkungen

Ein renommierter Epidemiologe und ein führender Vertreter der US-Notenbank fordern im Kampf gegen die Corona-Pandemie die erneute Verhängung strikter Ausgangsbeschränkungen. Bis es eine Impfung gebe, werde es ohne einen neuen Lockdown Millionen weitere Coronavirus-Infektionen und zahlreiche Todesfälle geben, aber keine nachhaltige Erholung der Wirtschaft, warnten der Epidemiologe Michael Osterholm und der Chef des Büros der Notenbank in Minneapolis, Neel Kashkari, in einem Gastbeitrag in der "New York Times".

"Es gibt keinen Zielkonflikt zwischen der Gesundheit und der Wirtschaft", schrieben sie. "Beide verlangen es, das Virus aggressiv unter Kontrolle zu bringen." Die Geschichte werde hart über Amerika urteilen, wenn die aktuelle Chance, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, nicht ergriffen werde, schrieben sie in dem am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Gastbeitrag. Sie schlagen die Verhängung von Ausgangsbeschränkungen in den Bundesstaaten für jeweils sechs Wochen vor, um die Zahl der Neuinfektionen von derzeit 50.000 bis 60.000 pro Tag mindestens auf wenige Tausend pro Tag zu reduzieren.

US-Präsident Donald Trump und viele Gouverneure lehnen erneute einschneidende Beschränkungen des öffentlichen Lebens entschieden ab, weil diese der Wirtschaft schaden. Nach Ansicht vieler Gesundheitsexperten wurden die ursprünglichen Beschränkungen, die ab Ende März verhängt worden waren, zu schnell wieder aufgehoben.

Anders als in europäischen und asiatischen Staaten wurde die Pandemie in den USA nie weitgehend unter Kontrolle gebracht. Die USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern hatten im Schnitt nie weniger als 20.000 Neuinfektionen am Tag. Inzwischen sind im es Schnitt rund 60.000.

Mit Blick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit und die Wiedereröffnung von Schulen und Universitäten warnten Osterholm und Kashkari vor einer weiteren Zuspitzung. "In den nächsten sechs Monaten könnte das, was wir bisher erlebt haben, nur wie das Aufwärmen für eine größere Katastrophe erscheinen", schrieben sie.

In den USA gibt es bislang Daten der Universität Johns Hopkins zufolge fast fünf Millionen bekannte Corona-Infektionen und rund 161.000 damit zusammenhängende Todesfälle.

Menschen stehen Schlange vor einer Lebensmittelausgabe für Bedürftige im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Seit Mitte März haben in den USA bereits Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit.
Menschen stehen Schlange vor einer Lebensmittelausgabe für Bedürftige im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Seit Mitte März haben in den USA bereits Millionen Menschen mindestens zeitweise ihren Job verloren - so viele wie nie zuvor in solch kurzer Zeit.  © Michael Nagle/XinHua/dpa

Update, 8. August, 16.57 Uhr: Dänischer Schlachthof schließt nach Corona-Ausbruch für eine Woche

Nach einem Corona-Ausbruch mit Dutzenden infizierten Mitarbeitern wird ein Schlachtbetrieb in Dänemark vorübergehend geschlossen. Nachdem weitere 22 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden seien, werde der Betrieb in Ringsted ab Montag zunächst für eine Woche geschlossen, teilte der Fleischverarbeiter Danish Crown am Samstag mit. Damit solle versucht werden, die Infektionsketten innerhalb des Personals zu durchbrechen.

Mittlerweile sind damit fast 150 Mitarbeiter von Danish Crown in Ringsted positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danish Crown war vor knapp zwei Wochen über einen ersten Corona-Fall unter den rund 850 Mitarbeitern in Ringsted informiert worden. In dem dortigen Betrieb werden wöchentlich normalerweise rund 35.000 Schweine geschlachtet, was aber in Folge des Ausbruchs bereits deutlich zurückgefahren wurde.

Update, 8. August, 16.55 Uhr: Deutsche Bahn meldet mehr Reisende vor allem Richtung Küste

Die Deutsche Bahn freut sich bei großer Hitze über mehr Kunden. "Wir stellen einen erhöhten Reiseverkehr fest - vor allem im Regionalverkehr an die Küste", sagte ein Bahn-Sprecher am Samstag. "Es gibt derzeit keine nennenswerten Einschränkungen", fügte er hinzu. Bereits am Freitag hatte die Bahn erklärt, dass sie am Wochenende mit einer etwas höheren Auslastung auch im Fernverkehr rechne, weil in einigen Bundesländern die Sommerferien zu Ende gehen.

Angesicht der Hitze momentan kommt den Klimaanlagen in Zügen große Bedeutung zu. Kaputte Systeme waren bis vor einigen Jahren im Sommer immer wieder ein Thema bei der Deutschen Bahn. In den vergangenen Jahren blieben entsprechende Schlagzeilen aber aus. Man arbeite intensiv daran, dass es in Hitzephasen und mitten in der Corona-Krise nicht zu Problemen mit Klimaanlagen in Fernzügen komme, hieß es am Freitag dazu. Unter anderem würden im Sommer gezielte Wartungsarbeiten durchgeführt, Bauteile gereinigt und Filter getauscht. Zuletzt sei in dem Bereich viel investiert worden

Touristen spazieren am Strand an der Ostsee auf der Insel Usedom entlang. Millionen Urlauber in Deutschland fahren jedes Jahr ans Meer.
Touristen spazieren am Strand an der Ostsee auf der Insel Usedom entlang. Millionen Urlauber in Deutschland fahren jedes Jahr ans Meer.  © dpa/dpa-Zentralbild/Stefan Sauer

Update, 8. August, 16.35 Uhr: Bundespräsident Steinmeier besucht Open-Air-Konzert

Mit dem Besuch eines Open-Air-Konzertes des Schleswig-Holstein Musik Festivals hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Samstag die unter der Corona-Pandemie leidende Kunst- und Kulturszene gewürdigt. Bei regionalen Festivals von den Küsten bis zu den Alpen könnten Menschen wieder Musik erleben, sagte das Staatsoberhaupt nach einem einstündigen Konzert des österreichischen Percussion-Virtuosen Martin Grubinger in Schleswig.

Die Künstler bräuchten wieder Auftrittsmöglichkeiten. "Kultur ist nicht nice to have, sondern Kultur ist ein Lebensmittel", sagte Steinmeier und zeigte sich begeistert von Grubingers Konzert. "Kultur braucht vor allem öffentliche Räume."

Die 500 Besucher bejubelten die Künstler und applaudierten stehend. Steinmeier, seine Frau Elke Büdenbender sowie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Ehefrau Anke verfolgten das Konzert bei brütender Hitze im Strandkorb sitzend im idyllischen Park von Schloss Gottorf.

"Dass der Bundespräsident das Festival ehrt, ist für Schleswig-Holstein super", sagte Günther. "Wir sind glücklich, dass 500 Menschen hier sein dürfen", sagte Festivalintendant Christian Kuhnt. "Der Bundespräsident würdigt mit seiner Anwesenheit die Leistungen der Kulturschaffenden, die zeigen: Wir wollen und wir können." Diese Würdigung sei großartig.

Der 37 Jahre alte Grubinger ist seit Jahren einer der prägenden Künstler des Schleswig-Holstein Musik Festivals, das wegen der Pandemie in diesem Jahr in der geplanten Form abgesagt werden musste. Stattdessen gibt es unter dem Motto "Sommer der Möglichkeiten" ein an Corona-Bedingungen angepasstes Programm. Unter dem Motto "Drums on Wheels" ("Trommeln auf Rädern") lieferte Grubinger in Schleswig gemeinsam mit Slavik Stakhov und Richard Putz von zwei Lastwagen aus ein wahres Trommel-Feuerwerk. Seine Trucks waren vollbepackt mit Schlagzeugen.

"Wir brauchen ja immer Geld, aber wir brauchen auch ein bisschen Zuwendung", sagte Intendant Kuhnt angesichts der besonderen Corona-Situation. Regierungschef Günther lobte das Hygienekonzept für das Konzert. "Von hier wird nichts ausgehen", sagte er auf die Frage nach Infektionsgefahr. Für Grubinger war das Konzert der Auftakt einer Reihe von 14 Auftritten im Norden binnen sieben Tagen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht in einer Videobotschaft zur aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie, aufgenommen im Vorfeld eines Termins in der Philharmonie in München. (Archivbild)
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht in einer Videobotschaft zur aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie, aufgenommen im Vorfeld eines Termins in der Philharmonie in München. (Archivbild)  © Sebastian Widmann/Bundespresseamt/dpa

Update, 8. August, 16.25 Uhr: Demo gegen Corona-Beschränkungen zieht durch Stuttgart

Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen haben sich am Samstag in Stuttgart zu einer "Querdenken"-Demo versammelt. Die Polizei sprach am Nachmittag von mehreren Hundert Teilnehmern, die Veranstalter nannten die Zahl 5000.

Zunächst hatten sich die Teilnehmer bei großer Hitze auf dem Marienplatz versammelt und zogen dann Richtung Innenstadt. Demonstranten zeigten Transparente mit Aufschriften wie "Mit Maske - Ohne Mich" oder "Wir haben Euch durchschaut". Sie skandierten "Freiheit, Freiheit". Organisiert wurde die Demonstration von der Initiative "Querdenken 711".

Die Polizei sprach am Nachmittag von einem ruhigen Verlauf. Die Teilnehmer seien bemüht, die geforderten Mindestabstände einzuhalten. In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Weil viele Demonstranten weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, hatte die Polizei die Kundgebung aufgelöst.

Teilnehmer gehen während einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen unter dem Motto "Ruf der Trommeln" über die B14. Die Demonstration wurde von einer Privatperson angemeldet.
Teilnehmer gehen während einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen unter dem Motto "Ruf der Trommeln" über die B14. Die Demonstration wurde von einer Privatperson angemeldet.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 8. August, 16.19 Uhr: Starinvestor Buffett mit neuem Cash-Rekord inmitten der Corona-Krise

Warren Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway hat ihre Barreserven in der Corona-Krise abermals kräftig erhöht. Im zweiten Quartal stieg der Geldberg, auf dem der 89-jährige Staranleger sitzt, um gut zehn Milliarden auf den Rekordbetrag von 146,6 Milliarden US-Dollar (124,4 Mrd Euro), wie am Samstag aus dem jüngsten Geschäftsbericht von Berkshire Hathaway hervorging.

Damit steigt der Anlagedruck auf den wegen seines Riechers für lukrative Investments "das Orakel von Omaha" genannten Börsengurus weiter. Die Finanzmärkte warten schon lange auf Buffetts nächste Mega-Übernahme. Doch anders als in früheren Krisen hielt er sich - abgesehen von einem größeren Erdgas-Deal - in der Pandemie zurück.

Statt die enormen Cash-Bestände von Berkshire Hathaway in Beteiligungen oder Zukäufe zu investieren, setzte Buffett zuletzt immer stärker auf Aktienrückkäufe zur Kurspflege. In den drei Monaten bis Ende Juni wurde dafür der Rekordbetrag von 5,1 Milliarden Dollar aufgewandt. Das Tagesgeschäft litt derweil weiter unter der Krise.

Der Betriebsgewinn des Konglomerats, zu dem an die 90 Unternehmen und etliche große Aktienbeteiligungen gehören, ging im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar (4,7 Mrd Euro) zurück. Der Überschuss von Berkshire schoss derweil dank der Kurserholung an den Börsen von 14,1 Milliarden auf 26,3 Milliarden Dollar in die Höhe.

Beim Nettoergebnis müssen allerdings auch unrealisierte Investmentgewinne und -Verluste ausgewiesen werden. Deshalb schwankt diese Kennziffer stark und ist als Gradmesser für den tatsächlichen Geschäftsverlauf relativ ungeeignet. Zum Vergleich: Im Vorquartal hatte es hier noch ein Rekordminus von 50 Milliarden Dollar gegeben.

Warren Buffett, Chairman und CEO von Berkshire Hathaway, spricht mit Journalisten. (Archivbild)
Warren Buffett, Chairman und CEO von Berkshire Hathaway, spricht mit Journalisten. (Archivbild)  © Nati Harnik/AP/dpa

Update, 8. August, 16.16 Uhr: Die Uhrzeit ganz genau genommen: Passagiere müssen in Quarantäne

Es ging um jede Minute: Trotz einer schnelleren Ankunft am Zielort als geplant müssen 158 Passagiere eines Fluges aus Frankreich in Norwegen für zehn Tage in Quarantäne. Mehr Informationen dazu >>>>hier.

Update, 8. August, 16 Uhr: Karliczek: Masken in Schule tragen, wo Abstand nicht möglich

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat dazu aufgefordert, "dass in der Schule Mund- und Nasenbedeckungen getragen werden sollten, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können". Das sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Angesichts der Corona-Pandemie sieht sie die Schulen vor Herausforderungen, wie es sie "vielleicht noch nie" gab. "Jetzt wünschen sich verständlicherweise viele die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Die persönliche Begegnung ist für den Lernerfolg unstreitig von besonderer Bedeutung." Gerade benachteiligte Schülerinnen und Schüler hätten unter den Schulschließungen besonders gelitten. "Denn sie erreichen wir mit digitalen Lernformaten noch nicht gut genug."

Beim digitalen Lehren und Lernen sei es vorangegangen, auch wenn noch nicht alle Ziele erreicht seien: "Die Krise hat uns aber auch die Chancen digitaler Lernformate gezeigt", so Karliczek.

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, spricht während eines Informellen Treffens der EU-Forschungsminister im Juli in Berlin.
Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, spricht während eines Informellen Treffens der EU-Forschungsminister im Juli in Berlin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 8. August, 15.54 Uhr: Berliner Bildungssenatorin gegen Maskenpflicht im Unterricht

Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat Forderungen nach einer Maskenpflicht im Schulunterricht zurückgewiesen, aber auf die Möglichkeit freiwilliger Lösungen verwiesen. "Wir waren das erste Bundesland, das eine Maskenpflicht in der Schule beschlossen hat. Inzwischen gehen die meisten Bundesländer den Weg, im Schulgebäude Maskenpflicht, im Unterricht ohne Maske", sagte ein Sprecher am Samstag auf dpa-Anfrage.

"Gegen eine Maskenpflicht im Unterricht sprechen sich auch Kinderärzte und Kinderpsychologen aus." Auf Wunsch der Eltern könne sich eine Klasse aber darauf verständigen, Mund-Nasen-Schutze zu tragen. Auch die Lehrkräfte könnten dies tun. Ein anderer Weg wäre ein Beschluss der Schulkonferenz dazu.

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres am Montag im Regelbetrieb sprachen sich Berliner Elternvertretungen für Masken auch im Unterricht aus - zumindest in der ersten Schulwoche. Bisher ist das in Schulgebäuden auf Fluren, in der Toilette, in Aufenthalts- und Begegnungsräumen vorgesehen. Anlass für die Forderungen seien die Reiserückkehrer und die Sorge vor einer höheren Infektionsgefahr, sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise.

Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, bei einer Pressekonferenz im August in Berlin.
Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, bei einer Pressekonferenz im August in Berlin.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 8. August, 15.30 Uhr: Sozialbehörde: Corona-Testpflicht am Flughafen problemlos angelaufen

Die Einführung der verpflichtenden Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten ist nach Einschätzung der zuständigen Sozialbehörde am Samstag am Hamburger Flughafen problemlos verlaufen. Fluggäste, die aus Urlaubsländern mit hohen Infektionszahlen nach Deutschland zurückkehrten, hätten selbst in Spitzenzeiten nicht länger als 30 Minuten auf den Abstrich warten müssen, sagte ein Behördensprecher. 

Allerdings hätten nicht alle Reisenden den für sie kostenlosen Service noch am Flughafen auch genutzt. Der parallel zur Quarantäne vorgeschriebene Test könne auch zuvor schon am Urlaubs- oder danach am jeweiligen Heimatort vorgenommen werden.

Die Hansestadt habe das Testzentrum am Flughafen auf eigene Kosten errichten lassen und das DRK mit der Abnahme der Proben aus Rachen oder Nase beauftragt, hieß es. Die Kosten für den Pflichttest selbst trägt der Bund. 

Weiterhin gelte: Wer von Reisen in Risikoländer zurückkehre, müsse sich verpflichtend 14 Tage in Quarantäne begeben und sich beim Gesundheitsamt melden, betonte die Sozialbehörde. Die Quarantäne entfalle nur bei einem anerkannten negativen Testergebnis.

Nach Angaben der Sozialbehörde können am Hamburger Flughafen täglich bis zu 2000 Tests vorgenommen werden. Dies entspreche in etwa der Zahl der dort ankommenden Passagiere aus Risikoregionen. Maßgebend für die Einstufung als Risikogebiet ist die zum Zeitpunkt der Einreise gültige Definition gemäß Veröffentlichung durch das Robert Koch-Institut (RKI).

Reisende gehen aus dem Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens an einem Schild vorbei, auf dem die Richtung zum Corona-Testzentrum mit einem Pfeil angezeigt wird.
Reisende gehen aus dem Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens an einem Schild vorbei, auf dem die Richtung zum Corona-Testzentrum mit einem Pfeil angezeigt wird.  © dpa/Axel Heimken

Update, 8. August, 15.25 Uhr: Verzögerte Ticketerstattungen: Kritik aus Ministerium an Lufthansa

Die Lufthansa stößt wegen noch ausstehender Ticket-Rückerstattungen in der Corona-Krise auf Kritik aus dem Wirtschaftsministerium. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Lufthansa trotz der massiven staatlichen Hilfen ihren gesetzlichen Verpflichtungen bislang nicht nachkommt und den Kunden ihre Gelder nicht unverzüglich zurückzahlt", sagte Wirtschaftsstaatssekretär Ulrich Nussbaum dem "Spiegel" (Samstag). 

Es gehe um eine "Frage des Vertrauens". Schon bei den Verhandlungen über das Lufthansa-Hilfspaket habe man darüber gesprochen, der Bundesregierung sei das Thema "sehr wichtig".

Nach den massenhaften Flugausfällen in der Corona-Krise mussten Tausende Verbraucher auch Wochen und Monate später noch auf die rechtlich eigentlich verbindliche Erstattung ihrer Tickets warten - und viele warten immer noch. Verbraucherschützer und Flugrechtsportale sind sich einig, dass die Airlines mit wenigen Ausnahmen die Zahlungen absichtlich verzögert haben. Aus der Opposition gibt es Rufe nach einem schärferen Vorgehen staatlicher Stellen gegen zahlungsunwillige Fluggesellschaften.

An der Lufthansa gab es auch vor dem Hintergrund Kritik, dass die Airline mit Milliardenbeträgen vom Staat gerettet werden musste. Nussbaum war zusammen mit Finanzstaatssekretär Jörg Kukies federführend für die Verhandlungen über das Lufthansa-Paket zuständig.

"Wir stehen zu dem Thema Erstattungen in bestem Kontakt zur deutschen Bundesregierung", sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Samstag in Reaktion auf die Äußerungen Nussbaums. Insgesamt seien im Jahr 2020 für die gesamte Lufthansa-Gruppe bisher mehr als 2 Milliarden Euro ausbezahlt worden. Flüge aus den Monaten März und April seien bereits weitestgehend abgearbeitet. Weniger als eine Milliarde Euro an Erstattungen stünden noch aus.

In Folge der Corona-Pandemie war der Luftverkehr Mitte März nahezu vollständig zusammengebrochen, und Tausende Flüge wurden storniert. Grundsätzlich müssen die Gesellschaften den Ticketpreis innerhalb von sieben Tagen erstatten. 

Lufthansa und andere Gesellschaften hatten hingegen zunächst darauf gesetzt, die Kunden mit Gutscheinen abzufinden. Dies scheiterte aber an der EU-Kommission. Anfang Juli wurde dann im Bundestag ein Gesetz beschlossen, wie solche Gutscheine ausgestaltet sein müssen. Annehmen muss sie aber niemand, Verbraucher können sich das Geld immer noch erstatten lassen.

Viele Lufthansa-Tickets sind auch heute noch nicht erstattet worden.
Viele Lufthansa-Tickets sind auch heute noch nicht erstattet worden.  © dpa/Malte Christians

Update, 8. August, 15.20 Uhr: Volle Strände an Nord- und Ostsee - Badeorte raten von Anreise ab

Wegen eines starken Urlauberandrangs an den Nord- und Ostseestränden Schleswig-Holsteins haben viele Kur- und Badeorte am Samstagmittag dringend von weiteren Anreisen abgeraten. Gerade an der Ostsee seien bereits mittags viele Strände an ihrer maximalen Kapazität angelangt, teilten die Tourismus- und Kurdirektionen mit.

In der Lübecker Bucht sei es dabei besonders voll. Scharbeutz' Bürgermeisterin Bettina Schäfer (parteilos) riet dringend von einer Anreise ab. Die Kurdirektion am Timmendorfer Strand empfahl, ebenfalls von einer Fahrt in die Lübecker Bucht abzusehen. Die Strandampel auf der Website strandticker.de stand vielerorts auf rot.

An der Nordsee war es vor allem in St. Peter-Ording eng - allerdings nicht wegen voller Strände: Vielmehr seien verstopfte Zufahrten das Problem, teilte die Tourismusdirektion mit. Eine Anreise solle ab Mittag nicht mehr möglich sein, Autos würden bereits abgeschleppt.

Die App "Strandticker" der Ostseegemeinden ist vor einem mit Badegästen und Strandkörben gefüllten Strandabschnitt in der Dorfschaft Haffkrug der Gemeinde Scharbeutz zu sehen.
Die App "Strandticker" der Ostseegemeinden ist vor einem mit Badegästen und Strandkörben gefüllten Strandabschnitt in der Dorfschaft Haffkrug der Gemeinde Scharbeutz zu sehen.  © dpa/Gregor Fischer

Update, 8. August, 15.15 Uhr: Tschentscher plädiert für Verlängerung des Kurzarbeitergeldes

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) unterstützt Forderungen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einer Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis weit ins nächste Jahr. "Eine Verlängerung kann zum Beispiel den Unternehmen der Luftfahrtbranche, die eine mittlere Durststrecke vor sich haben, die Möglichkeit geben, den Arbeitsplatzabbau gering zu halten", sagte Tschentscher in einem Interview der "Welt am Sonntag". Dazu gehörten auch branchenspezifische Hilfen und eine Kombination mit Projekten, die ohnehin geplant seien.

So könnten zum Beispiel Forschungs- und Entwicklungsaufträge für die Wasserstofftechnologie jetzt auch in der Luftfahrtbranche abgearbeitet werden, sagte Tschentscher. Auf diese Weise könne die Branche gezielt gefördert und zugleich ihre Expertise genutzt werden, um die Entwicklung der Wasserstofftechnologie sowie anderer Technologien zu fördern. "Wir wollten die Luftfahrt ja auch schon vor der Corona-Krise klimafreundlicher machen. Das können wir jetzt gleich miterledigen", sagte Tschentscher.

Eine Demonstration wie die der Gegner von Corona-Regeln in Berlin mit etwa 20.000 Teilnehmern würde nach Ansicht von Tschentscher in der Hansestadt niemals erlaubt werden: "Demonstrationen in einem so großen Rahmen wie in Berlin und ohne die erforderlichen Vorkehrungen zum Infektionsschutz sind nicht vertretbar, und zwar unabhängig von der Botschaft. Das würden wir in Hamburg nicht zulassen", sagte Peter Tschentscher im Interview der "Welt am Sonntag" weiter.

Dabei gehe es nicht um das Negieren des Demonstrationsrechts. Die Demokratie sei ja nicht außer Kraft gesetzt. "Wir erwarten aber, und das ist auch von Gerichten bestätigt, in jedem Einzelfall eine Abwägung des Interesses der Anmelder einer Versammlung mit dem gebotenen Infektionsschutz."

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg.  © dpa/Christian Charisius

Update, 8. August, 15 Uhr: Sarah Connor zu geplantem Großkonzert: "Verstehe alle Bedenken"

Pop-Star Sarah Connor hat Verständnis für Bedenken gegen ein Großkonzert mit ihr in Düsseldorf gezeigt, das geplante Event aber gleichzeitig verteidigt. Bei Facebook schrieb die 40-Jährige am Samstag, sie "verstehe alle Bedenken und Einwände zu dem ersten großen geplanten Konzert in der 'neuen Zeit'." Aber auch ihre Branche habe in den letzten Monaten extrem gelitten". Es gehe ihr bei dem Konzert nicht um "Party machen", sondern Jobs.

"Ich habe vier Kinder, eines davon könnte man als besonders 'gefährdet' einstufen", schrieb Connor. "Auch wir erwarten mit Spannung den Schulbeginn. Auch meine Kinder müssen in der Schule Masken tragen. Seid gewiss, ich gehe auf keinen Fall leichtsinnig mit der Situation um." Aber: "Auch ich habe viele Freunde und Kollegen, deren Existenzen mittlerweile bedroht sind."

Sie selbst beschäftige übers Jahr "um die 150 Menschen, denen im März von heute auf Morgen sämtliche Einnahmen weggebrochen sind." Für diese kämpfe niemand, "weil ständig gesagt wird, ihre Arbeit sei nicht systemrelevant."

Zu dem in Düsseldorf geplanten Konzert vor 13.000 Zuschauern - unter anderem auch mit Bryan Adams - schrieb Connor: "Nach meinen Informationen, sonst hätte ich niemals zugestimmt, ist das geplante Konzert vorsichtig durchdacht und eng mit den Behörden erarbeitet und abgestimmt worden." Sie sei "selbst gespannt, ob und wie es stattfindet. Aber wenn, dann bin ich dabei. Alles andere kann ich meinen Leuten gegenüber nicht verantworten."

Konzertveranstalter Marek Lieberberg ("Rock am Ring") will am 4. September Connor, Adams, Rea Garvey, Joris und Michael Mittermeier im Düsseldorfer Fußballstadion "Merkur Spiel-Arena" auftreten lassen. Die Stadt hatte die Veranstaltung genehmigt. Der Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte die Pläne scharf kritisiert und rechtliche Zweifel angemeldet. Der Vorverkauf soll am Montag beginnen.

Die Sängerin Sarah Connor tritt während der jährlichen Benefizgala "Ein Herz für Kinder" auf.
Die Sängerin Sarah Connor tritt während der jährlichen Benefizgala "Ein Herz für Kinder" auf.  © dpa/Pool/AP/Jens Meyer

Update, 8. August, 14.20 Uhr: Schausteller fordern vom Land: Kirmessen wieder öffnen

Schausteller aus Nordrhein-Westfalen haben die Landesregierung aufgefordert, nach monatelangem coronabedingtem Verbot wieder Jahrmärkte zu erlauben. "Die Kirmessen müssen wieder aufmachen", sagte Burkhardt Unrau vom Schaustellerverein Bergisch Gladbach am Samstag bei einem Treffen mit NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). Die Märkte könnten "mit Corona-Vorsichtsmaßnahmen und ohne Saufgelage" stattfinden.

Unrau warnte, dass das Kulturgut Kirmes verloren zu gehen drohe, wenn die Schausteller bei noch längeren Schließungen ihr Gewerbe aufgeben müssten. Auch provisorische Kirmessen im kleinen Stil könnten die Lage nicht verbessern. "Kirmes ist nicht, dass irgendwo ein Riesenrad oder eine Mandelbude steht", sagte er. Das könne nicht die Zukunft sein und helfe nur wenigen Schaustellern. Es gehe um die Existenz vieler kleiner Jahrmärkte, wo oft nur ein Autoscooter, ein Kinderkarussell, eine Schießbude, ein Süßigkeitenwagen und ein Ausschank stünden.

Auch der Rettungsschirm der Bundesregierung mit komplizierten Kreditregeln helfe den Schaustellern nicht weiter, sagte Unrau. Sie brauchten Soforthilfe, "um Essen und Trinken bezahlen zu können".

Reul sowie der CDU-Politiker und Ur-Gladbacher Wolfgang Bosbach waren zu der Info-Veranstaltung des Schaustellervereins gekommen. Seit 178 Jahren findet in Bergisch Gladbach immer im August die viertägige Laurentiuskirmes statt. Wegen der Corona-Pandemie fällt diese wie Hunderte weitere Jahrmärkte in NRW und bundesweit aus. 

Schaustellern wollen wieder Kirmesse veranstalten.
Schaustellern wollen wieder Kirmesse veranstalten.  © Petra Hornig

Update, 8. August, 14 Uhr: "Hanfparade" wegen Corona nur im Internet

Wegen der Corona-Krise sind die Veranstalter der sogenannten Hanfparade in Berlin dieses Jahr ins Internet ausgewichen. Am Samstag informierten sie in einem Livestream über die Hanfpflanze. Die "Hanfparade" zieht seit 1997 jeden August viele Befürworter einer liberalen Drogenpolitik auf die Straßen Berlins.

Auf der Internetseite der Parade stand die Forderung nach der Legalisierung von Cannabis als Genussmittel. Von Cannabiskonsum gingen weniger Risiken für einzelne Menschen und die Gesellschaft aus als vom Konsum legaler Drogen wie Alkohol oder Nikotin, heißt es dort. 

"Ungeachtet dessen hält die Politik am Hanfverbot durch das Betäubungsmittelgesetz fest - angeblich zum Schutz der Gesundheit." Dieser Schutz sei jedoch wegen fehlender Kontrollen nicht gegeben. Konsumenten würden durch Streckmittel oder andere Verunreinigungen geschädigt. Die "Hanfparade" wolle aufzeigen, dass das Verbot schlimmere Folgen habe als der Konsum selbst.

Traditionell ziehen die Teilnehmer der "Hanfparade" vom Alexanderplatz über den Boulevard Unter der Linden bis zum Regierungsviertel. Im August 2019 schlossen sich mehrere Tausend Menschen dem Zug an. Auch die Piratenpartei, die Linke und die Grünen waren mit eigenen Musikwagen dabei.

In der Berliner Politik gibt es bei dem Thema klare Trennlinien: Während die Grünen erreichen wollen, dass Cannabis kontrolliert an Erwachsene abgegeben werden darf, lehnt beispielsweise die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus eine Freigabe von Cannabis ab. 

Zahlreiche Menschen ziehen bei der 23. Hanfparade für eine Legalisierung von Cannabis am Reichstag vorbei.
Zahlreiche Menschen ziehen bei der 23. Hanfparade für eine Legalisierung von Cannabis am Reichstag vorbei.  © dpa/Jörg Carstensen

Update, 8. August, 13.55 Uhr: Gemeinde geht während Hitze und Corona-Pandemie Wasser aus

In der Gemeinde Lauenau (Landkreis Schaumburg) ist die Wasserversorgung nach warmen Tagen und während der Corona-Pandemie zusammengebrochen. Die Abnahmemenge im privaten Bereich sei drastisch gestiegen - selbst im Vergleich zu anderen Spitzenzeiten, erklärte Bürgermeister Georg Hudalla (parteilos). "Sonst sind die Menschen in der Sommerzeit verreist und jetzt sind sie zu Hause." 

Der Trinkwasserspeicher könne über Nacht nicht mehr komplett aufgefüllt werden. So sei er am Samstagmittag auf Null gelaufen. "Es kann passieren, wenn Menschen den Hahn aufmachen: Es kommt wirklich gar nichts", sagte der Bürgermeister.

Am Feuerwehrhaus wurden Behälter mit Brauchwasser etwa für die Toilettenspülung aufgestellt, das sich die Bürger abholen können. Dazu verteilten Tanklöschfahrzeuge ihr Brandwasser in den Ortsteilen. Trinkwasser müssen sich die Menschen im Supermarkt kaufen. Knapp 4000 Menschen sind betroffen. Wann das Problem gelöst sein könnte, ist laut Bürgermeister unklar.

Die Hauptstraße in Lauenau (Landkreis Schaumburg).
Die Hauptstraße in Lauenau (Landkreis Schaumburg).  © dpa/Carmen Jaspersen/lni

Update, 8. August, 13.50 Uhr: Zwei Mitarbeiter des Olympia-Ok in Tokio positiv auf Corona getestet

Zwei Mitarbeiter des Olympia-Organisationskomitees von Tokio sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des Ok vom Samstag habe sich die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie Infizierten damit auf drei erhöht. 

Jetzt seien bei einer Frau und einem Mann Covid-19 festgestellt worden. Beide werden zunächst in häuslicher Quarantäne weiter arbeiten und nicht mehr im Ok-Hauptquartier in der Nähe der Bucht von Tokio.

Das olympische Organisationskomitee für die Sommerspiele beschäftigt rund 3500 Mitarbeiter. Japan hat bislang etwas mehr als 1000 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet. Wegen der Corona-Krise hatten das Internationale Olympische Komitee und Gastgeber Japan Ende März nach langem Zögern die für dieses Jahr geplanten Spiele verschoben. 

Sie sollen nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden.

Blick aus einem Hubschrauber auf die Olympischen Ringe in der Bucht von Tokio.
Blick aus einem Hubschrauber auf die Olympischen Ringe in der Bucht von Tokio.  © dpa/kyodo/-

Update, 8. August, 13.40 Uhr: Elternvertretungen fordern zum Schulstart Maske auch im Unterricht

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahres am Montag haben Berliner Elternvertretungen Nachbesserungen an den Schutz- und Hygienekonzepten in der Corona-Pandemie gefordert. Ihrer Ansicht nach sollten Schüler und Lehrer in der ersten Schulwoche auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen - bisher ist das in Schulgebäuden lediglich auf Fluren, in der Toilette, in Aufenthalts- und Begegnungsräumen vorgesehen.

Der Landeselternausschuss und die zwölf Bezirksausschüsse forderten am Samstag zudem, den Schulen freizustellen, in den ersten ein oder zwei Schulwochen auf einen Plan B umzuschwenken, also mit reduzierter Klassengröße zu unterrichten. Nötig seien zudem mehr Corona-Tests für Schüler und Lehrkräfte.

Anlass für die Forderungen seien die Reiserückkehrer und die Sorge vor einer höheren Infektionsgefahr, sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise. Seine Hoffnung ist, dass die Sonderregeln für die ersten ein oder zwei Wochen vor dem Hintergrund der Inkubationszeit helfen können, eine Verbreitung der Infektion zu vermeiden.

Die Elternvertretungen gehen Heise zufolge davon aus, das die meisten Schulen wegen der hohen Temperaturen in den kommenden Tagen ohnehin einen verkürzten Unterricht haben werden.

Schüler und Schülerinnen nehmen am Unterricht teil und tragen Mundschutze.
Schüler und Schülerinnen nehmen am Unterricht teil und tragen Mundschutze.  © dpa/Sven Hoppe

Update, 8. August, 12.55 Uhr: Thüringen hat Infektionsschutzgüter im Wert von 12 Millionen Euro

Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich Thüringen einen Sechs-Wochen-Vorrat an Infektionsschutzgütern im Wert von rund 12,4 Millionen Euro zugelegt. Die Materialien sind in mehreren Lagern im Freistaat untergebracht, wie das Thüringer Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte. 

Zu den Beständen zählen unter anderem rund 6,3 Millionen Masken verschiedener Schutzstufen, fast eine Million Stück Schutzbekleidung wie Schuhe, Kittel, Handschuhe sowie rund 50.000 Liter Desinfektionsmittel.

Mit den Lagerbeständen soll den Angaben zufolge genug Schutzmaterial für etwa sechs Wochen vorhanden sein. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) sagte der dpa, dass das Land inzwischen gut mit Schutzmaterialien ausgestattet sei. Gerade am Anfang der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, dass "nicht alle Krankenhäuser die Pandemielager so angelegt hatten, wie dies vielleicht notwendig gewesen wäre", sagte Werner.

Paletten voller Kartons mit Schutzmasken und Kanister mit Desinfektionsmittel stehen in einem Lager.
Paletten voller Kartons mit Schutzmasken und Kanister mit Desinfektionsmittel stehen in einem Lager.  © dpa/Jens Büttner/dpa-Zentralbild

Update, 8. August, 12.45 Uhr: Weitere Lehrer in Ludwigslust infiziert - 205 Schüler in Quarantäne

Die Corona-Infektion einer Gymnasiallehrerin in Ludwigslust hat Folgen. Wie ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Samstag sagte, wurden bei Tests im gesamten Kollegium zwei weitere Pädagogen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. 

Diese hätten seit dem Schulstart am Montag Kontakt zu 205 Schülern gehabt, die nun zu Hause in Quarantäne bleiben müssten. Für die restlichen 600 Schüler ruht der Präsenzunterricht zunächst bis einschließlich Mittwoch kommender Woche.

Neben dem Gymnasium in Ludwigslust war am Freitag vorsorglich auch die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) geschlossen worden. Dort war bei einem Schüler eine Corona-Infektion festgestellt worden. Diese Schule bleibt für zwei Wochen zu, wie der Landkreis mitteilte. Alle Kinder, Lehrer und sonstigen Schulmitarbeiter seien in Quarantäne geschickt worden.

Der Eingang des Goethe-Gymnasiums. Das Gymnasium mit rund 800 Schülern ist am 07.08.2020 wegen einer mit Corona infizierten Lehrerin geschlossen worden.
Der Eingang des Goethe-Gymnasiums. Das Gymnasium mit rund 800 Schülern ist am 07.08.2020 wegen einer mit Corona infizierten Lehrerin geschlossen worden.  © dpa/Iris Leithold

Update, 8. August, 12.35 Uhr: Teil-Reisewarnung für Bulgarien und Rumänien - Goldstrand betroffen

Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionen in Bulgarien und Rumänien warnt die Bundesregierung nun vor touristischen Reisen in mehrere Regionen der beiden EU-Länder. Dazu zählt auch die bulgarische Touristenhochburg Warna mit dem auch bei deutschen Urlaubern beliebten Urlaubsort Goldstrand. In Warna liegt auch einer der beiden wichtigsten Flughäfen an der bulgarischen Schwarzmeerküste.

Daneben sind in Bulgarien nach den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts im Internet Blagoewgrad und Dobritsch betroffen, in Rumänien die Kreise Argeș, Bihor, Buzău, Neamt, Ialomita, Mehedinti und Timiş. Die wichtigsten rumänischen Urlaubsregionen in Siebenbürgen und am Schwarzen Meer sind von der Warnung ausgenommen.

Die Regionen in Bulgarien und Rumänien wurden gleichzeitig vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete ausgewiesen. Urlauber, die aus solchen Gebieten zurückkehren, müssen sich seit dem heutigen Samstag auf Corona testen lassen.

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Drohnen-Foto des Albena Sandy Beach Resorts in Bulgarien.
Drohnen-Foto des Albena Sandy Beach Resorts in Bulgarien.  © 123RF/Valentin Valkov

Update, 8. August, 12.30 Uhr: Umfrage: Klare Mehrheit lehnt Demos gegen Corona-Maßnahmen ab

Die Demonstrationen gegen die Maßnahmen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus werden nach einer Umfrage von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. In einer am Samstag veröffentlichten Befragung des Forsa-Instituts im Auftrag der Mediengruppe RTL gaben 91 Prozent an, kein Verständnis für die Proteste zu haben. 

Nur 9 Prozent äußerten sich dem "RTL/ntv-Trendbarometer" zufolge zustimmend. Eine klare Mehrheit (87%) war auch der Meinung, dass die Menschen, die gegen die Maßnahmen auf die Straße gehen, nur eine Minderheit der Bevölkerung repräsentieren.

Am Wochenende sind erneut Anti-Corona-Demonstrationen geplant. Bei einem Protest und einer Kundgebung in Stuttgart sind für den Samstag jeweils 500 Menschen angemeldet, bei einer Veranstaltung in Dortmund 1500 Personen. In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Weil viele Demonstranten weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, hatte die Polizei die Kundgebung aufgelöst.

Corona-Demonstranten seien eine Minderheit, ergab eine Umfrage.
Corona-Demonstranten seien eine Minderheit, ergab eine Umfrage.  © dpa/Christoph Soeder

Update, 8. August, 12 Uhr: Positive Corona-Tests beim 1. FC Köln

Beim 1. FC Köln sind zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte der Verein am Samstag und teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter weiter mit: "Beide begaben sich in Absprache mit dem Gesundheitsamt direkt in häusliche Quarantäne. In den beiden Testrunden fielen alle anderen Tests negativ aus."

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Update, 8. August, 11.50 Uhr: Koalition will Maßnahmen zur Corona-Bewältigung öffentlich auswerten

Sachsens schwarz-grün-rote Koalition will ihre Maßnahmen in der Corona-Krise öffentlich auswerten. Es sei wichtig, eine gründliche Bilanz zu ziehen, erklärte die SPD-Politikerin Sabine Friedel am Samstag. Die Regierung habe in den vergangenen Monaten weitreichende Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens getroffen. 

Es sei gelungen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und die Infektionszahlen niedrig zu halten: "Sachsen ist einen guten Weg gegangen, genauso wie ganz Deutschland. Die Maßnahmen haben Wirkung gezeigt. Aber sie haben natürlich auch erhebliche Belastungen für alle mit sich gebracht."

Friedel zufolge verbinde die Koalition mit der Auswertung den Blick nach vorn: "Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Wir werden auch in den kommenden Monaten, vielleicht sogar Jahren, immer wieder kurzfristige Maßnahmen ergreifen müssen. Und wir brauchen eine langfristige Vorsorge für solche Krisenfälle." Außerdem gebe es einige Neuerungen, die die Gesellschaft dauerhaft beibehalten sollte.

In den vergangenen Monaten hätten alle Abgeordneten eine Vielzahl an Briefen und Mails unterschiedlicher Akteure und Interessengruppen erhalten. Während manchen die Maßnahmen als Überreaktion erschienen, warnten andere vor weiteren Lockerungen und wünschten sich mehr Schutz. Es sei wichtig, beide Seiten zu diskutieren und alle Erfahrungen in künftige Entscheidungsprozesse einbeziehen.

Friedel kündigte für den Herbst öffentliche Anhörungen von Sachverständigen zu diversen Themen an - vom Krisenmanagement in sozialen Einrichtungen über Polizei, öffentliche Verwaltung und Justiz bis hin zu Wirtschaft, Bildung und Kunst. 

SPD-Politikerin Sabine Friedel.
SPD-Politikerin Sabine Friedel.  © PR

Update, 8. August, 11.10 Uhr: Frankfurter Testcenter kann Kapazitäten steigern

Das Zentrum für kostenlose Corona-Tests am Frankfurter Flughafen könnte laut dem Deutschen Roten Kreuz seine Kapazitäten jederzeit ausbauen. Das Testcenter wird vom DRK betrieben. "Wir können jederzeit aufstocken", sagte Benedikt Hart, Leiter des DRK-Testzentrums am Flughafen, der Deutschen Presse-Agentur. Seit dem heutigen Samstag gilt eine Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten.

Das DRK-Testcenter ist seit 30. Juli in Betrieb. Seither seien knapp 8000 freiwillige Tests durchgeführt worden, sagte Hart, in den letzten Tagen etwa 1700 bis 1800 täglich. Das Testzentrum ist von 5.30 bis 23 Uhr geöffnet, gearbeitet wird in zwei Schichten, bis zu 30 Mitarbeiter pro Schicht sind im Einsatz. Mit Stellenanzeigen sucht das DRK nach weiteren Kräften - mit Erfolg. "Wir haben sehr viele Bewerber", sagte Hart.

Je nach Tageszeit kann es zu Wartezeiten kommen. In Hauptlastzeiten hätten die Kunden in der vergangenen Woche eineinhalb Stunden gewartet, in Randzeiten nur 20 Minuten. "Der Flaschenhals ist die Registrierung", sagte Hart. Aktuell gebe es 12 Registrierungsplätze, sie könnten auf 20 aufgestockt werden. "Der Abstrich geht dann schnell." Bisher sind sieben Kabinen vorhanden, 15 sind Hart zufolge möglich. 

Wenn der Test vor 15 Uhr erfolgt, bekomme man das Ergebnis in der Regel noch am gleichen Tag. Wer danach kommt, erfährt das Ergebnis meist bis 12 Uhr am nächsten Tag. Maximal dauert die Auswertung 24 Stunden. Die Tests sind kostenlos.

Neben dem DRK-Zentrum bietet auch das Unternehmen Centogene am Frankfurter Flughafen Covid-19-Tests an. Beide Abstrichzentren befinden sich im Übergang zwischen dem Terminal 1 und dem Fernbahnhof. Bei Centogene kosten die Tests zwischen 59 und 139 Euro. Die Ergebnisse liegen laut Homepage nach acht bis zehn Stunden vor - oder im Fall des teureren Tests nach etwa vier Stunden. Das kommerzielle Testcenter ist von 6 bis 19 Uhr geöffnet. Die Homepage warnt vor Wartezeiten bis zu zwei Stunden.

Reisende, die aus Risikogebieten kommen, werden zunächst an das DRK-Center verwiesen. "Wir sind zuständig, die Verordnung umzusetzen", sagte Hart. Grundsätzlich führe aber auch Centogene kostenlose Tests durch, sagte Vorstand Volkmar Weckesser. Mitarbeiter würden die Menschen dorthin lenken, wo es gerade schneller voran gehe. "Wir haben ein sehr kooperatives Miteinander", sagte Weckesser. Zur Zeit seien von den durchgeführten Tests 0,9 Prozent positiv. "Wir sind gespannt, wie groß der Ansturm wird."

Eine Mitarbeiterin der Firma Centogene entnimmt einer Frau am Frankfurter Flughafen einen Rachenabstrich.
Eine Mitarbeiterin der Firma Centogene entnimmt einer Frau am Frankfurter Flughafen einen Rachenabstrich.  © dpa/Boris Roessler

Update, 8. August, 11 Uhr: Wirtschaft pocht auf Schulöffnung im Regelbetrieb

Die Berliner Wirtschaft pocht trotz Corona-Pandemie auf einen Schulbeginn mit Präsenzunterricht für alle Schüler. "Es ist höchste Zeit, dass der Regelbetrieb an den Berliner Schulen wieder startet", erklärten Industrie- und Handelskammer (IHK), Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), Handelsverband und die Unternehmensverbände (UVB) am Samstag.

"Es liegt im Interesse der Unternehmer und ihrer Mitarbeiter, dass ihre Kinder wieder verlässlich unterrichtet und betreut werden", hieß es in der gemeinsamen Stellungnahme weiter. "Berlin muss nun die Balance zwischen Gesundheitsschutz und Wiederbelebung der Wirtschaft schaffen." Damit der Neustart des Schulbetriebs gelinge, müssten Hygienepläne und Vorsorge für den Fall getroffen werden, dass an einer Schule Infektionen auftreten.

Am Montag beginnt in Berlin das neue Schuljahr - ohne Mindestabstand, dafür mit Maskenpflicht in Schulgebäuden außer im Unterricht und Hygienekonzept. 

Die Bildungsgewerkschaft GEW hält das für fahrlässig und fordert kleine Lerngruppen und eine Mischung aus Präsenzunterricht und häuslichem Lernen. Die Wirtschaftsverbände lehnten das "entschieden" ab. 

"Für die Wirtschaft, die Mitarbeiter und ihre Familien wäre dies eine nicht vertretbare und derzeit unverhältnismäßige Belastung." Nötig seien indes mehr digitale Lösungen: "Politik und Verwaltung müssen die Digitalisierung des Unterrichts sowie die Umsetzung moderner Unterrichtsformen mit aller Kraft vorantreiben - für einen verlässlichen Unterricht für alle Schüler." Die vergangenen Monate hätten verdeutlicht, wie groß der Nachholbedarf an dieser Stelle sei.

Schulkinder gehen zum Unterricht in die Grundschule am Kollwitzplatz. (Archivbild)
Schulkinder gehen zum Unterricht in die Grundschule am Kollwitzplatz. (Archivbild)  © dpa/Jörg Carstensen

Update, 8. August, 10.25 Uhr: Polizei löst Party mit 200 Feiernden in Ulmer Park auf

Die Polizei hat in einem Park in Ulm ungefähr 200 junge Menschen bei einer illegalen Party erwischt. Die feiernde Gruppe sei bei einer Streifenfahrt am gestrigen Freitagabend gegen 23.30 Uhr entdeckt worden, wie die Polizei am Samstag mitteilte. 

Als sie den Streifenwagen sahen, verließen einige Jugendliche bereits den Ort. Andere blieben aber sitzen und waren den Beamten zufolge unkooperativ, provokant und respektlos. Die Polizei löste die Party daraufhin am Freitagabend auf. 

Einen Veranstalter konnten sie nicht ermitteln. Die derzeit gültige Corona-Verordnung sieht vor, dass sich maximal 20 Menschen öffentlich treffen dürfen. 

Die Polizei entdeckte eine illegale Party in einem Park in Ulm. (Symbolbild)
Die Polizei entdeckte eine illegale Party in einem Park in Ulm. (Symbolbild)  © dpa/Sven Hoppe

Update, 8. August, 9.45 Uhr: Nach Corona-Ausbruch: Fuenlabrada verpasst Aufstiegs-Playoffs

Der wegen zahlreicher Corona-Infektionen in die Schlagzeilen geratene spanische Zweitligist CF Fuenlabrada hat die Aufstiegs-Playoffs auf dramatische Art und Weise verpasst. Der Fußball-Club aus der Nähe von Madrid unterlag am Freitagabend durch einen Treffer in der fünften Minute der Nachspielzeit mit 1:2 (1:0) bei RC Deportivo La Coruña. Ein Remis gegen das bereits abgestiegene Team hätte Fuenlabrada genügt, um Elche zu überholen und den letzten Platz in den Playoffs zur Primera División zu erreichen.

Der spanische Verband hatte erst Anfang der vergangenen Woche entschieden, dass die Partie gegen La Coruña überhaupt stattfinden kann. Zuvor hatte die Liga festgelegt, dass das am 20. Juli wegen der Corona-Infektionen im Team abgesagte Spiel nicht nachgeholt wird.

Insgesamt hatten sich 28 Spieler und Teammitglieder mit dem Virus infiziert. Daraufhin ermittelte die Staatsanwaltschaft wegen einer möglichen Straftat gegen die öffentliche Gesundheit, die oberste Sportbehörde CSD wollte sogar einen erzwungenen Abstieg des Clubs nicht völlig ausschließen. Den Vorwurf, die öffentliche Gesundheit vorsätzlich gefährdet zu haben, wies der Club zurück.

Ein Spieler des CF Fuenlabrada wird in ein Krankenhaus verlegt, nachdem er eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands festgestellt hat.
Ein Spieler des CF Fuenlabrada wird in ein Krankenhaus verlegt, nachdem er eine Verschlechterung seines Gesundheitszustands festgestellt hat.  © dpa/M. Dylan/EUROPA PRESS

Update, 8. August, 8.20 Uhr: Thomas Hermanns: Ein Tag nach dem nächsten planen

Comedian Thomas Hermanns (57) findet, dass man sich während der Corona-Krise anders organisieren muss. "Man darf sich wirklich nicht bekloppt machen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse in so einer Ausnahmesituation jeden Tag neu angucken. "Und immer schauen: Was kriegt man für den Tag hin?"

"Man kann ja zum Teil gar nicht weiter planen als zwei, drei Tage oder Wochen", sagte Hermanns. Für ein Theater sei das natürlich wirklich schwierig. Sein Quatsch Comedy Club in Berlin hat seit Kurzem wieder für Besucher geöffnet.

"Wir haben einen Gag-Stau, der muss jetzt raus", sagte Hermanns. Was er mitnehme aus der Zeit? Er sei sich des Werts seines Berufs nochmal bewusst geworden. "Ich glaube, lachen brauchen die Leute jetzt besonders", sagte der Komiker.

Während der vergangenen Monate habe er an Shows gearbeitet, die 2022 und 2023 rauskommen sollen. "Ich durfte nicht faul sein", sagte er. "Homeoffice, dann auch mal Draußen-Office, Terrassen-Office. Und dann wieder zurück an den Schreibtisch. Und vier Kilo zugenommen, aber da bin ich ja nicht der einzige in der Corona-Zeit."

Thomas Hermanns, Moderator und Komiker, steht im Quatsch Comedy Club, der nach vier Monaten Schließung wegen der Corona-Epidemie seinen Spielbetrieb ab 6. August 2020 wieder aufnahm.
Thomas Hermanns, Moderator und Komiker, steht im Quatsch Comedy Club, der nach vier Monaten Schließung wegen der Corona-Epidemie seinen Spielbetrieb ab 6. August 2020 wieder aufnahm.  © dpa/Jens Kalaene/dpa-Zentralbild

Update, 8. August, 8.05 Uhr: Tropenmediziner Reisinger: Hygienemaßnahmen in Schulen ausreichend

Nach dem Auftreten von Corona-Infektionen an zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern hält der Rostocker Tropenmediziner Emil Reisinger die zum Schulanfang beschlossenen Hygienemaßnahmen für ausreichend. Er verwies auf die am vergangenen Dienstag in Kraft getretene Maskenpflicht an den Schulen im Land. 

Schüler und Eltern müssen Masken in den Fluren tragen, nicht jedoch im Klassenraum und im Unterricht selbst. Dabei müsse auch die niedrige Fallzahl unter Kindern beachtet werden, sagte Reisinger der Deutschen Presse-Agentur.

An einer Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) war ein Kind betroffen. Der Ursprung der Infektion ist laut Reisinger noch nicht bekannt. Darüber hinaus wurde bei einer Lehrerin in Ludwigslust eine Corona-Infektion diagnostiziert. In beiden Schulen wurden Quarantänemaßnahmen angeordnet.

Reisinger reagierte damit auf Forderungen des Deutschen Lehrerverbands nach schärferen Hygienevorkehrungen in den Schulen in ganz Deutschland. Lediglich Nordrhein-Westfalen, das nächsten Mittwoch ins neue Schuljahr startet, habe demnach den richtigen Weg eingeschlagen. Dort muss auch im Unterricht eine Maske getragen werden, in anderen Ländern kann der Mund-Nasen-Schutz nach bisherigen Planungen am Platz abgenommen werden.

Emil Reisinger, Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, in seinem Büro.
Emil Reisinger, Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, in seinem Büro.  © dpa/Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild

Update, 8. August, 7.55 Uhr: Im Quadrat zum Baden: Meersburg markiert Liegewiese in Corona-Zeiten

Damit in Corona-Zeiten auch beim Baden und Sonnen die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden können, hat sich die Stadt Meersburg etwas Ungewöhnliches einfallen lassen: Mit weißer Kalk-Farbe hat die Kommune eine öffentliche Liegewiese am Bodenseeufer in vier mal vier Meter große Quadrate eingeteilt. Die Idee sei entstanden, um eine Sperrung der Badefläche zu verhindern, sagte der Meersburger Bürgermeister Robert Scherer.

Bis zur Umsetzung habe es dann nur anderthalb Tage gedauert. Mithilfe eines Streuwagens vom Fußballverein wurden die Liege-Quadrate sowie schmale Wege dazwischen mit Kalk-Farbe aufgetragen. Bislang müssten die Linien noch alle paar Tage nachgezogen werden, sagte Scherer. Künftig solle aber eine länger haltende, umweltfreundliche Farbe verwendet werden.

Aber halten sich die Menschen an die vorgegebenen Wege und Quadrate? "Ja, es hilft wirklich", sagte Scherer. "Selbst bei leerer Liegewiese laufen die Leute an den Linien entlang." Er habe viele positive Rückmeldungen bekommen. "Die Menschen finden es gut." 

Geplant sei, die Markierungen im Sommer weiterzuführen und eventuell sogar im nächsten Jahr noch zu nutzen. "Solange es aus unserer Sicht hilfreich ist, werden wir es anwenden."

Auch andere Gemeinden beschäftigt der große Andrang am Bodenseeufer zu Corona-Zeiten. So hatte Sipplingen seine Uferanlagen teilweise geschlossen, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Das Landratsamt Bodenseekreis hielt die Maßnahme allerdings für nicht verhältnismäßig und drängte die Gemeinde, sie zurückzunehmen. Sipplingen kündigte daraufhin an, einen Teil der Parkplätze am Wochenende zu sperren, um den Andrang zu verringern.

Menschen sitzen auf einer Wiese am Düsseldorfer Rheinufer in aufgemalten Kreisen. (Symbolbild)
Menschen sitzen auf einer Wiese am Düsseldorfer Rheinufer in aufgemalten Kreisen. (Symbolbild)  © dpa/Marius Becker

Update, 8. August, 7.50 Uhr: Deutlich weniger Teilnehmer für neue "Querdenken"-Demo erwartet

Nach der großen Berliner Demonstration gegen die Corona-Auflagen rechnet die Initiative "Querdenken 711" mit deutlich weniger Zuspruch bei einem neuen Protest in Stuttgart. Für eine Demonstration (12 Uhr) und eine Kundgebung (15.30 Uhr) am Samstag wurden jeweils 500 Teilnehmer angemeldet, wie ein Stadtsprecher sagte.

In den vergangenen Wochen hatten die Stuttgarter Proteste zunehmend weniger Menschen angesprochen. Bei einem "Fest für Frieden und Freiheit" waren nur einige Hundert Besucher gezählt worden. Zu der mehrstündigen Kundgebung im Schlossgarten waren laut Stadt 5000 Teilnehmer angemeldet.

In Berlin hatten am vergangenen Wochenende Tausende gegen die Corona-Beschränkungen protestiert. Weil viele Demonstranten weder Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, hatte die Polizei die Kundgebung aufgelöst. 

Zu der Demo hatte "Querdenken 711" aufgerufen. "Polizei und Versammlungsbehörde haben ein waches Auge auf die Teilnehmer und den Umgang mit den Vorgaben", warnte deshalb ein Sprecher der Stadt im Vorfeld des Stuttgarter Protestes. Für die Stuttgarter Demos gebe es keine Maskenpflicht - aber es müsse Abstand gehalten werden.

Eine weitere Veranstaltung von Kritikern der Verordnungen ist für den Sonntag in Dortmund geplant. Dort werden rund 1500 Menschen erwartet.

Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen halten sich dicht gedrängt auf der Straße des 17. Juni auf.
Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen halten sich dicht gedrängt auf der Straße des 17. Juni auf.  © dpa/Christoph Soeder

Update, 8. August, 7.45 Uhr: Initiativen stocken Corona-Hilfen für Studierende auf

In der Corona-Krise sind vielen Studenten von einem Tag auf den anderen ihre Jobs weggefallen, mit denen sie teilweise oder ganz ihr Studium finanzierten. Der Staat hilft denjenigen, die kein Bafög bekommen können oder trotz Bafögs in finanzieller Not sind, mit Studienkrediten und Zuschüssen. Daneben riefen Studierendenwerke, Universitäten und Hochschulen sowie die Nordkirche zu Spenden auf.

So erhielt das Studierendenwerk Rostock-Wismar 19.600 Euro von 65 Spendern. Das Studierendenwerk Greifswald brachte für in Not geratene Studierende der Universität Greifswald und der Hochschulen Neubrandenburg sowie Stralsund bis Anfang August sogar knapp 39.000 Euro zusammen. Die Evangelische Studierendengemeinde in Rostock kam auf knapp 7000 Euro und erhielt weitere Unterstützung aus einem Notfonds der Nordkirche.

Der Spendenstand an der TU Dresden lag Ende Juli nach Uni-Angaben bei 165.000 Euro. An der Universität Leipzig wurden bis Ende Juni fast 50.000 Euro, an der Hochschule Mittweida 45.000 Euro und der TU Bergakademie Freiberg 104.000 Euro gesammelt.

Eine Frau füllt einen Antrag auf Ausbildungsförderung (Bafög) aus.
Eine Frau füllt einen Antrag auf Ausbildungsförderung (Bafög) aus.  © dpa/Marcus Brandt

Update, 8. August, 7.35 Uhr: Börner: Folgen der Corona-Krise werden Export noch 2021 beschäftigen

Trotz anziehender Geschäfte wird die Corona-Krise die Exportwirtschaft nach Einschätzung des Außenhandelsverbands BGA noch länger in Atem halten. "Auch im kommenden Jahr werden wir noch massiv mit den Folgen der Krise beschäftigt sein", sagte der designierte BGA-Präsident Anton Börner der Deutschen Presse-Agentur. Eine Export-Prognose für das laufende Jahr wagte der Verband nicht. "Wir fahren auf Sicht", sagte Börner. Die Exporte waren im Juni im Vergleich zum Vormonat deutlich gestiegen. Im Jahresvergleich gab es aber erneut ein Minus.

Börner plädierte für die Verlängerung von Anti-Krisenmaßnahmen, zum Beispiel der Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes - dies aber auf dem ursprünglichen gesetzlich dafür vorgesehenen Niveau, die Finanzmittel seien schließlich nicht unbegrenzt. Derzeit ist der Bezug bis zu 12 Monate möglich. "Ich würde zudem raten, die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht über Ende September hinaus zu verlängern", sagte der künftige BGA-Präsident weiter. "Wir dürfen die Krise nicht durch eine Pleitewelle von eigentlich gesunden Unternehmen verschärfen." Das dürfe umgekehrt aber auch nicht dazu führen, dass Unternehmen ohne Zukunftsperspektive immer weiter durchgeschleppt werden.

Zugleich bekräftigte Börner seine Forderung nach einer Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung. "Die Senkung der Mehrwertsteuer für sechs Monate ist zu kurz. Wir werden im Herbst viele Vorzieheffekte sehen, die uns dann im ersten Quartal 2021 fehlen werden", sagte Börner. "Mir wären ein oder eineinhalb Jahre lieber gewesen, auch weil die Umstellung auf die gesenkten Sätze die Wirtschaft Zeit und Geld gekostet hat."

Sorgen bereitet ihm das diskutierte Lieferkettengesetz. Es soll deutsche Unternehmen verpflichten, Menschenrechts- und Sozialstandards in ihren Lieferketten einzuhalten. "Wir müssen darauf achten, dass die Menschenrechte weltweit beachtet und umgesetzt werden. Es ist aber nicht Aufgabe des Unternehmen, Menschenrechte durchzusetzen, sondern des Staates", sagte Börner. 

Er befürchtet ein "bürokratisches Monster", sollte das zwischen Bundesregierung und Wirtschaft umstrittene Vorhaben realisiert werden. "Es ist gut gemeint, kann in der Praxis aber so nicht funktionieren. Die Lieferketten für Vorprodukte, die deutsche Unternehmen für die Herstellung benötigen, lassen sich trotz gutem Willen nicht nachvollziehen", sagte Börner.

Der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, spricht auf dem Unternehmertag des BGA.
Der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, spricht auf dem Unternehmertag des BGA.  © dpa/picture alliance/Tim Brakemeier

Update, 8 August, 7.30 Uhr: Dritter Tag in Folge mit mehr als 1000 neuen Fällen in Deutschland

Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland liegt den dritten Tag in Folge über der Schwelle von 1000 neuen Fällen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1122 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 215.336 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 8.8., 0 Uhr).

Im Vergleich zum Freitag, an dem 1147 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet wurden, ging die Zahl am Samstag etwas zurück. Am Donnerstag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit 1045 Corona-Fällen erstmals wieder über der Schwelle von 1000 gelegen. Sie war zuletzt am 9. Mai überschritten worden. Danach war die Zahl in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigen die Werte wieder.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9195. Bis Samstagmorgen hatten 196.400 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

"Corona-Testzentrum" steht auf einem Schild am Stuttgarter Flughafen.
"Corona-Testzentrum" steht auf einem Schild am Stuttgarter Flughafen.  © dpa/Sebastian Gollnow

Update, 8. August, 7.20 Uhr: Krankenhausgesellschaft sieht sich für zweite Corona-Welle gerüstet

Die Krankenhausgesellschaft Sachsen sieht die Kliniken im Land für eine zweite Corona-Welle gut gerüstet. "Es gibt nach wie vor ausreichend Kapazitäten an Intensiv- und Beatmungsplätzen, die entsprechend des Bedarfs sofort aktiviert werden können", sagte Friedrich R. München, stellvertretender Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft in Leipzig. Aktuell stünden in Sachsen bei Bedarf sofort mehr als 500 intensivmedizinische Betten zur Verfügung.

Basierend auf der "ersten Welle" seien sowohl seitens der Krankenhäuser, aber auch aller anderen Beteiligten im Lande zahlreiche Erfahrungen gemacht worden, die der Patientenversorgung aktuell zugute kämen, so München. So sei bereits im März "schnell und unbürokratisch eine krankenhauszentrierte Koordinationsstruktur" aufgebaut worden, die weiterhin aktiv genutzt werde. 

Dabei würden sich die Krankenhäuser, das Sozialministerium und weitere Beteiligte wie der öffentliche Gesundheitsdienst regelmäßig zu Fragen der Patientenversorgung, zu logistischen und organisatorischen Belangen des Corona-Geschehens abstimmen. Federführend seien dabei die drei sächsischen Maximalversorgungs-Krankenhäuser. Das sind die Unikliniken Dresden und Leipzig sowie das Klinikum Chemnitz.

Zu Beginn der Corona-Pandemie sei auch in Sachsen der Mangel an Schutzausrüstungen ein gravierendes Problem gewesen. "Zwischenzeitlich waren alle Krankenhäuser bestrebt, ihre Vorhaltung an Schutzausrüstung, aber auch an Arzneimitteln und anderem medizinischen Material auszubauen, so dass wir davon ausgehen, dass es bei einer zweiten Pandemiewelle nicht zu Engpässen kommen wird", sagte München.

Mehr als 500 intensivmedizinische Betten stehen sofort zur Verfügung.
Mehr als 500 intensivmedizinische Betten stehen sofort zur Verfügung.  © DPA/Jonas Güttler

Update, 8. August, 7.15 Uhr: Mannheims Nachtbürgermeister hält nichts von Verboten

Robert Gaa, neuer Nachtbürgermeister in Mannheim, hält nichts von Alkoholverboten oder Platzsperren, um nächtliche Randale in der City zu verhindern. "Die Probleme werden dadurch nur in andere Zonen verlagert, aber nicht beseitigt", sagt der 30-Jährige. "Die Menschen brauchen Begegnungsorte, an denen sie in sozialen Kontakt treten können und sich mit anderen austauschen können."

Weil corona-bedingt alle Clubs, Diskotheken und Livemusikspielstätten dicht sind, verlagere sich die soziale Interaktion in den öffentlichen Raum. Wichtig sei, dass Sicherheits- und Hygieneregeln eingehalten werden. "Wir alle haben es nun in der Hand, ob eine zweite Welle und damit ein eventueller zweiter Lockdown kommt."

Der Discjockey und gelernte Maschinenbautechniker ist seit dieser Woche im Amt - zunächst noch mit Vorgänger Hendrik Meier, dem bundesweit ersten "Night Mayor". Der Nachtbürgermeister soll das Miteinander von Nachtschwärmern, Anwohnern, Clubbetreibern, Kneipiers und Stadtverwaltung verbessern. "Zwischen diesen gilt es zu vermitteln." Gesucht werde immer nach Lösungen, mit der alle Seiten leben können, sagt Gaa. Als DJ und Organisator vieler Veranstaltungen hat er Erfahrung: "Dadurch kam ich immer wieder in Berührung mit schwierigen Situationen jeglicher Art."

Nächtliche Ausschreitungen wie in Stuttgart oder Frankfurt befürchtet er für Mannheim derzeit nicht - wegen früher Präventionsarbeit von Stadt und Polizei. So gehen in Mannheim Sozialarbeiter abends durch das Ausgehviertel Jungbusch und sprechen Besucher auf Fehlverhalten an.

Sie machen zugleich bewusst, dass in diesem Viertel auch Menschen wohnen, die ein Recht auf ihre Nachtruhe haben. Gaa: "Das Augenmerk liegt dabei auf Deeskalation. Ich denke, dies ist der beste Weg, um Ausschreitungen zu verhindern und bis jetzt funktioniert dies auch sehr gut in Mannheim."

Robert Gaa steht vor einem Graffito. Der Discjockey und Veranstalter ist neuer Nachtbürgermeister in Mannheim.
Robert Gaa steht vor einem Graffito. Der Discjockey und Veranstalter ist neuer Nachtbürgermeister in Mannheim.  © dpa/Hendrik Meier

Update, 8. August, 7.10 Uhr: Fiebermessen und Corona-Tests für "Tatort"-Schauspieler

Für die Kölner "Tatort"-Schauspieler Klaus J. Behrendt (60) und Dietmar Bär (59) waren die Dreharbeiten unter Corona-Bedingungen eine ziemliche Umstellung. "Es geht schon los beim morgendlichen Abholen. Wir haben keine Limousine mehr, sondern einen VW-Bus, der abgehängt ist mit einer Plexi-Folie", schilderte Behrendt. "Unser Fahrer sitzt darin mit einem Mundschutz, und wir beide sitzen hinten mit Mundschutz. Und wenn man ankommt am Set, geht es los mit allmorgendlichem Fiebermessen."

Die Schauspieler würden regelmäßig auf das Coronavirus getestet, und am Set gälten strenge Schutzmaßnahmen, an die sich alle halten müssten. "Ich glaube, dass das hier auch eine gute Übung ist, um Solidarität zu zeigen - dass man das auch im Alltag macht, wenn man außerhalb seiner Arbeit ist", sagte Bär, Darsteller des Kommissars Freddy Schenk. Behrendt spielt dessen Kollegen Max Ballauf.

Die Dreharbeiten zur 81. Kölner "Tatort"-Folge "Brennen sollst Du" hatten wegen der Corona-Pandemie später als geplant begonnen und endeten erst vor wenigen Tagen. Die Corona-Krise werde aber nicht im "Tatort" thematisiert, sagte Produzent Jan Kruse. "Vom Beginn der Stoffentwicklung bis zur Sendung können 18 Monate vergehen. Die Fakten ändern sich so schnell." Darum sei der "Tatort" nicht das richtige Format, um auf solche aktuellen Dinge eingehen zu können. Die Folge "Brennen sollst Du" wird nach WDR-Angaben voraussichtlich im Frühjahr 2021 in der ARD gezeigt.

Klaus J. Behrendt (r, als Max Ballauf) und Dietmar Bär (l, als Freddy Schenk) arbeiten bei Dreharbeiten zur 81. Kölner "Tatort"-Folge "Brennen sollst Du" an Laptops.
Klaus J. Behrendt (r, als Max Ballauf) und Dietmar Bär (l, als Freddy Schenk) arbeiten bei Dreharbeiten zur 81. Kölner "Tatort"-Folge "Brennen sollst Du" an Laptops.  © dpa/BAVARIA FICTION GmbH/WDR/Martin Valentin Menke

Update, 8. August, 7.05 Uhr: Trotz Corona: Trump verteidigt bei Pressekonferenz Gäste ohne Maske

US-Präsident Donald Trump hat Gäste seines Golfclubs verteidigt, die bei seiner Pressekonferenz in einem geschlossenen Raum trotz der anhaltenden Corona-Pandemie keine Maske trugen. Es gebe Ausnahmen von der Maskenpflicht für "politische Aktivitäten", sagte Trump am Freitagabend (Ortszeit) in seinem Golfclub in Bedminster im Bundesstaat New Jersey. Seine offizielle Pressekonferenz als US-Präsident sei auch ein "friedlicher Protest", behauptete Trump unter dem Jubel der Gäste weiter.

Mitglieder des Golfclubs waren eingeladen worden, der Pressekonferenz des US-Präsidenten beizuwohnen. Die Gäste wüssten, dass die Medien nur Falschinformationen ("fake news") verbreiteten, ihre Anwesenheit stelle daher einen politischen Protest dar, sagte Trump weiter - unter großem Jubel. Nach Berichten anwesender Journalisten und auf Fotos trugen die meisten Gäste keine Maske.

Die bei Trumps Pressekonferenzen anwesenden Journalisten werden routinemäßig auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Bei den Gästen des Golfclubs wurde nach Angaben mitreisender Journalisten vor der Pressekonferenz gemessen, ob sie Fieber haben.

Der Republikaner Trump wurde lange dafür kritisiert, dass er trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten keine Maske über Mund und Nase trug. Das Tragen von Masken wurde dadurch in den USA auch ein Politikum. Inzwischen ist Trump aber einige Male auch mit Maske aufgetreten. Trump ist für das Wochenende in den exklusiven Golfclub gereist.

Donald Trump, Präsident der USA, spricht im Trump National Golf Club Bedminster.
Donald Trump, Präsident der USA, spricht im Trump National Golf Club Bedminster.  © dpa/AP/Susan Walsh
Menschen warten darauf, dass US-Präsident Trump eine Rede im Trump National Golf Club Bedminster hält.
Menschen warten darauf, dass US-Präsident Trump eine Rede im Trump National Golf Club Bedminster hält.  © dpa/AP/Susan Walsh

Update, 8. August, 7 Uhr: Ministerpräsidentin Dreyer schließt Fan-Rückkehr nicht aus

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer schließt Bundesliga-Fußball und andere große Sportveranstaltungen mit Zuschauern nicht grundsätzlich aus. "Ich halte es allerdings für wichtig, dass man zu einer bundesweiten Verständigung über die Voraussetzungen dafür kommt, wie dem Infektionsschutz Rechnung getragen werden kann", sagte die SPD-Politikerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Ich halte gar nichts davon, dass es jeder Bundesliga-Club anders macht. Wir brauchen da eine gemeinsame Linie."

Die 36 Profi-Clubs der Deutschen Fußball Liga hatten am vergangenen Dienstag weitere einheitliche Regelungen zur möglichen Fan-Rückkehr in die Stadien getroffen. Bis zum 31. Oktober soll es ein Alkoholverbot und den Verzicht auf Stehplätze geben. Bis zum Jahresende werden keine Gästetickets verkauft und Maßnahmen getroffen, um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Darüber hinaus müssen die Clubs standortspezifische Konzepte erarbeiten. Die Saison soll am 18. September beginnen.

"Es kommt darauf an, wie man es umsetzt", betonte Dreyer. "Wir sind in einer Phase, in der wir total aufpassen müssen, leichtsinnig kann man das nicht angehen." Mit "klaren Hygienevorgaben und verantwortungsvollen Veranstaltern" müsse dann geprüft werden, "was möglich ist". Es gehe immer um die Balance zwischen dem Eingriff in Freiheitsrechte und der gesundheitlichen Gefährdung.

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, gibt eine Regierungserklärung ab.
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, gibt eine Regierungserklärung ab.  © dpa/Andreas Arnold

Update, 8. August, 6.55 Uhr: Ärzteverband warnt vor wachsender Nachlässigkeit in Corona-Krise

Der Ärzteverband Marburger Bund hat vor wachsender Nachlässigkeit in der Corona-Pandemie in Deutschland gewarnt. "Wir sehen schon einen kontinuierlichen Anstieg der Infektionszahlen - er ist flach, aber er ist da", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Deutschen Presse-Agentur. 

Gleichzeitig scheine die Bereitschaft zum Einhalten der Schutzregeln bei einem kleineren Teil der Bevölkerung abzunehmen. "Man muss also von einem Trend sprechen, der uns klarmacht, dass es so nicht weitergehen kann." Abstandsregeln, Hygiene und die Maskenpflicht müssten wieder konsequenter eingehalten werden.

Johna mahnte, es gebe Dinge, die man sich jetzt nicht leisten sollte. "Dazu gehört, es zu tolerieren, wenn Menschen im öffentlichen Nahverkehr die Maske als Kinnschutz tragen. Das ist auch schnell eine Großveranstaltung, wenn in einem vollen Waggon viele Menschen eng beieinanderstehen." 

Vielleicht müsse man manche auch wieder damit konfrontieren, dass die Covid-19-Erkrankung nach wie vor gefährlich sei. "Viele empfinden das nicht mehr als Realität, weil sie in ihrem Bekanntenkreis niemanden kennen, der relevant erkrankt ist." Manche hätten so das Gefühl, es sei weit weg. "Aber es ist nicht weit weg."

Die Verbandschefin befürwortete es, den Schulunterricht wieder aufzunehmen. "Die Schule ist eine Großveranstaltung - aber eine, die wir uns leisten müssen." Dafür sei es wichtig, Corona-Regeln gut festzulegen - etwa zum regelmäßigen Belüften der Räume, das auch im Herbst und Winter durchzuhalten sei. Sinnvoll seien auch Masken auf dem Schulhof gerade in beengteren Bereichen. "Während des Unterrichts halte ich das nicht für angebracht."

Masken im ÖPNV findet die Expertin wichtig.
Masken im ÖPNV findet die Expertin wichtig.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 8. August, 6.50 Uhr: Neues Dekret: Italien verlängert Corona-Maßnahmen bis 7. September

Die italienische Regierung hat ihre Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 7. September verlängert. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln weiter vorgeschrieben werden. Auch größere Menschenansammlungen bleiben verboten. 

Regierungschef Conte sprach von "ausgewogenen Maßnahmen, die der aktuellen Situation gerecht werden". Italien, das im Frühjahr eines der am stärksten von der Corona-Pandemie heimgesuchten Länder war, habe sich dank der Maßnahmen gefangen. Man müsse aber wachsam bleiben, sagte Conte.

Die Regierung stimmte für weitere vorsichtige Lockerungen etwa im Tourismus, wo Kreuzfahrtschiffe ab dem 15. September wieder auslaufen dürfen. An Bord müssen strenge Hygiene-Regeln eingehalten werden. Von 1. September an dürfen Messen wieder öffnen - Aufbau und Organisation der Ausstellungen kann sogar ab sofort beginnen. Für den Tourismus und die Kultur wurden weitere drei Milliarden Euro bereitgestellt.

Darüber hinaus brachte die Ministerrunde weitere Finanzhilfen vor allem für die Wirtschaft und die Familien auf den Weg. 

Damit wuchs das Hilfspaket, das die Regierung seit Beginn der Krise im März bereitstellte, auf 100 Milliarden Euro an. Steueraufschübe für Selbstständige sowie ein Aktionsplan für den strukturschwachen Süden des Landes gehören zu den weiteren Maßnahmen. "Wir werden Italien nicht teilen, sondern bieten den benachteiligten Gegenden ebenso eine Hilfe zum Neustart an wie dem ganzen Land zusammen", sagte Conte.

Giuseppe Conte, Premierminister von Italien, spricht bei einer Senatssitzung. Die italienische Regierung hat ihre Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 7. September verlängert.
Giuseppe Conte, Premierminister von Italien, spricht bei einer Senatssitzung. Die italienische Regierung hat ihre Anti-Corona-Maßnahmen bis zum 7. September verlängert.  © dpa/Mauro Scrobogna/LaPresse via ZUMA Press

Update, 8. August, 6.45 Uhr: Corona-Infizierter war in Bar in Mitte - Suche nach Kontaktpersonen

In Berlin werden erneut öffentlich Bar-Besucher gesucht, die sich msöglicherweise mit dem Corona-Virus infiziert haben. In einer Bar in Mitte habe sich in der Nacht auf den 30. Juli eine Person aufgehalten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurde, teilte das Bezirksamt Mitte am Freitagabend mit. "Wir bitten deshalb alle Gäste, die sich (in jener Nacht) zwischen 23 Uhr und 3 Uhr morgens in der Neuen Odessa Bar in Berlin Mitte aufgehalten haben, sich mit dem Gesundheitsamt Berlin Mitte oder dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen", teilte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel mit.

Es ist der dritte Fall dieser Art in Berlin: Auch Besucher einer Neuköllner Bar sowie einer weiteren Bar in Mitte waren wegen Corona-Fällen öffentlich gesucht worden. Insgesamt waren im Zusammenhang mit der anderen Bar in Mitte mehr als 70 Menschen unter Quarantäne gestellt worden. In der Kneipe in Neukölln hatten sich zahlreiche Gäste infiziert.

Der Berliner Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hatte jüngst kritisiert, dass zu viele Restaurants und Kneipen keine Corona-Listen mit den Kontaktdaten ihrer Gäste führten. Zudem gebe es viele Gäste, die sich weigerten, die Listen auszufüllen oder die sie falsch ausfüllten. Der Verband appellierte an beide Seiten, sich an die Vorschriften zu halten. Es sei fatal, wenn nun die Infektionszahlen wieder steigen sollten.

In einer Bar könnte sich das Coronavirus übertragen haben. (Symbolbild)
In einer Bar könnte sich das Coronavirus übertragen haben. (Symbolbild)  © dpa/Ennio Leanza/KEYSTONE

Update, 7. August, 22.41 Uhr: Verhandlungen um nächstes Konjunkturpaket vorerst gescheitert

Die zähen Verhandlungen um ein weiteres riesiges Corona-Konjunkturpaket in den USA sind vorerst gescheitert.

Das erklärten die Verhandlungsführer der Demokraten, der Republikaner und der Regierung am Freitagnachmittag (Ortszeit) im Kongress. Zunächst wurde keine weitere Gesprächsrunde anberaumt - nur Stunden bevor sich der Senat planmäßig für einen Monat in die Sommerpause verabschieden wollte.

Die Demokraten legten am Freitag einen Kompromissvorschlag in Höhe von rund zwei Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) vor, die Republikaner wollten aber offenbar nicht über das von ihnen vorgeschlagene Paket von rund einer Billion Dollar hinausgehen.

"Wir sind weit auseinander", sagte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi. Ihr Parteikollege Chuck Schumer, der Minderheitenführer im Senat, sprach von "enttäuschenden" Gesprächen.

Finanzminister Steven Mnuchin sagte, Präsident Donald Trump wolle eine Einigung. "Aber leider haben wir heute keine Fortschritte gemacht", sagte er. Neue Gespräche seien nur sinnvoll, wenn die Demokraten neue Vorschläge vorlegten.