Coronavirus: Inzidenz in Deutschland sinkt weiter

Deutschland/Welt - In Deutschland stagnieren die Corona-Zahlen derzeit. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,2 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 93.509 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund vier Millionen an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 60,3 (Vortag: 61,7).

Mutter von drei Kindern mit irrem Glück: "Covid rettete mein Leben"
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Weltweit gibt es mehr als 232,3 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,7 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 28. September, 6.30 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update. 28. September, 8.39 Uhr: Japan hebt monatelangen Corona-Notstand auf

Japan wird den Corona-Notstand zum Monatsende aufheben.

Das kündigte der scheidende Ministerpräsident Yoshihide Suga am Dienstag an. Nach dem planmäßigen Ende der Maßnahmen am 30. September steht erstmals seit Anfang April keine Region des Inselreiches mehr unter Notstand oder Quasi-Notstand. Die Zahl der Neuinfektionen sowie der Patienten mit schweren Symptomen habe dramatisch abgenommen, sagte Suga im Parlament.

Die Restriktionen werden stufenweise gelockert. Der Notstand in Tokio sowie 18 weiteren Präfekturen sieht im wesentlichen vor, dass Restaurants keinen Alkohol ausschenken und früher schließen. Fortan ist Alkohol wieder erlaubt, die Restaurants sind aber aufgerufen, einen weiteren Monat lang früher zu schließen.

Update, 28. September, 6 Uhr: Corona-Impfung trotz Spritzen-Phobie: Kurz-Programm für Betroffene

Drei Prozent der Bevölkerung sind nach Expertenschätzungen über die gesamte Lebensspanne gesehen von einer sogenannten Blut-Spritzen-Verletzungsphobie betroffen.

Das Max-Planck-Institut (MPI) für Psychiatrie in München bietet ein Kurztherapie-Programm gegen die Phobie an, wie die Oberärztin der psychiatrischen Ambulanz des MPI, Angelika Erhardt, sagte. 90 Prozent der Teilnehmer verließen das Programm mit einer Impfung oder einer Blutabnahme.

"Das ist eine Erkrankung. Wir bewegen uns dann nicht im Rahmen von einem bisschen Angst vor der Spritze", sagte Erhardt. Betroffenen riet Angstforscher Borwin Bandelow, sich mit der Angst direkt zu konfrontieren und sich impfen zu lassen. Bei einer sehr starken Phobie könne man sich notfalls ein Beruhigungsmittel verschreiben lassen und zur Impfung mitnehmen. Angehörige sollten behutsam mit Betroffenen umgehen und sie zu einem Impftermin begleiten.

Update, 28. September, 5.55 Uhr: DJ Felix Jaehn: War schon vor Corona in Selbstisolation

Der Musikproduzent Felix Jaehn (27), der früher mit Angstzuständen gelebt hat, ist nach eigenen Worten mental gut durch die Corona-Krise gekommen.

"Es hat mir sehr geholfen, davor meine persönlichen Krisenzeiten mit mentalen Gesundheitsproblemen und Selbstisolation durchlaufen zu haben", sagte Jaehn der Deutschen Presse-Agentur. "Ich war sozusagen schon Jahre vor Corona in Isolation, weil ich mich wegen meiner Panikattacken nicht mehr vor die Tür getraut habe. Ich war deshalb schon früher gezwungen, mich damit auseinanderzusetzen, wie ich mit der Situation umgehen und in mir Ruhe und Frieden finden kann."

Der Musiker Felix Jaehn litt unter Panikattacken.
Der Musiker Felix Jaehn litt unter Panikattacken.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 28. September, 5.16 Uhr: Malaysia will über vorsichtige Öffnung für Tourismus entscheiden

Malaysia denkt über eine vorsichtige Öffnung seiner Grenzen für Geschäftsreisende und Touristen nach.

Die Regierung werde voraussichtlich noch in dieser Woche entscheiden, ob und wann vollständig geimpfte Malaysier wieder ins Ausland und Ausländer nach Malaysia reisen dürfen, berichtete die Zeitung The Star am Dienstag unter Berufung auf den Vorsitzenden des National Recovery Council (Rat für die nationale Wiederbelebung), Muhyiddin Yassin.

Update, 28. September, 5.10 Uhr: Corona-Zahlen in Thailand auf tiefstem Stand seit Mitte Juli

Thailand bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle immer besser in den Griff. Am Dienstag meldeten die Behörden in Bangkok rund 9400 Neuinfektionen - so wenige, wie seit Mitte Juli nicht mehr.

Die höchste jemals in dem südostasiatischen Land verzeichnete Zahl waren 23.400 neue Fällen innerhalb von 24 Stunden am 13. August. Bislang ist jedoch nur etwa ein Viertel der rund 70 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

Update, 28. September, 4.43 Uhr: RKI registriert 4171 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 60,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht gefallen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 60,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 61,7 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4171 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.23 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 101 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag mit 1,44 an.

Update, 28. September, 1 Uhr: Kinderärzte: Über Impfpflicht für Lehr- und Pflegekräfte nachdenken

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen ins Gespräch gebracht.

"Wenn viele Beschäftigte in Kitas, Schulen und Kliniken Impfungen weiter verweigern, sollte der Gesetzgeber ernsthaft über eine Impfpflicht in diesen sensiblen Bereichen nachdenken", sagte Fischbach der Neuen Osnabrücker Zeitung (Dienstag). "Wer mit vulnerablen Gruppen zu tun hat und die eigene Immunisierung ablehnt, hat seinen Verstand ausgeschaltet."

Update, 27. September, 19.49 Uhr: Biden bekommt Corona-Auffrischungsimpfung vor laufender Kamera

US-Präsident Joe Biden hat seine dritte Corona-Impfung bekommen. "Ich weiß, ich sehe nicht so aus, aber ich bin über 65 Jahre alt", scherzte der 78-Jährige am Montag im Weißen Haus, während er sich vor laufender Kamera impfen ließ.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen in der vergangenen Woche genehmigt. Die zweite Impfung muss mindestens sechs Monate her sein.

Biden ließ sich auch die ersten beiden Impfungen öffentlich verabreichen. Auch seine 70 Jahre alte Ehefrau Jill werde die dritte Spritze bekommen, sagte Biden. "Ich möchte klarstellen, dass Auffrischungsimpfungen wichtig sind, aber das Wichtigste ist, dass mehr Menschen geimpft werden", sagte Biden weiter.

Update, 27. September, 17.44 Uhr: EU-Arzneimittelbehörde prüft dritte Dosis von Moderna-Impfstoff

Die europäische Arzneimittelagentur EMA prüft einen Antrag des Impfherstellers Moderna auf Zulassung einer dritten Dosis.

Die vorgelegten Daten sollten nach einem beschleunigten Verfahren bewertet werden, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Der sogenannte Booster könnte Menschen ab zwölf Jahren mindestens sechs Monate nach der zweiten Impfdosis gespritzt werden, um den Schutz vor einer Corona-Infektion zu erhöhen. Bisher werden diese Booster in einigen Ländern bereits Menschen mit einem geschwächten Immunsystem angeboten.

Die EMA erklärte erneut, dass im Prinzip eine dritte Impfdosis als Schutz vor einer Infektion nicht notwendig sei. Die Entscheidung, ob zusätzliche Impfdosen angeboten werden sollen, würde auch nicht die EMA treffen, sondern sei Sache der EU-Mitgliedsstaaten.

Der COVID-19-Impfstoff von Moderna.
Der COVID-19-Impfstoff von Moderna.  © Jono Searle/AAP/dpa

Update, 27. September, 17.02 Uhr: Geringe Inzidenz: Leipzig darf Stadion zu mehr als 50 Prozent füllen

Aufgrund der geringen Corona-Inzidenz in der Stadt darf RB Leipzig schon beim kommenden Heimspiel der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum am Samstag wieder mehr Zuschauer ins Stadion lassen.

Das ergab sich nach dpa-Informationen am Montag aus Gesprächen zwischen Club und Gesundheitsamt und ist zudem durch die aktuelle Corona-Verordnung Sachsens gedeckt. In Leipzig liegt die Inzidenz seit mehreren Tagen unter 35, so dass der Club nicht mehr an die Kapazitätsgrenze von 50 Prozent Auslastung bzw. maximal 25.000 Zuschauern gebunden ist.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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