Coronavirus: Trotz Impfdurchbrüchen im Sport: "Schutzwirkung exzellent"

Deutschland/Welt - In Deutschland gibt es immer mehr Lockerungen, dennoch ist das Coronavirus immer noch allgegenwärtig und nicht zu unterschätzen.

In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 95,1 (Vortag: 80,4).

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 4,4 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Länder-Beschluss: Corona-Regeln bleiben auch erhalten, wenn epidemische Lage ausläuft
Coronavirus Länder-Beschluss: Corona-Regeln bleiben auch erhalten, wenn epidemische Lage ausläuft

Insgesamt 94.991 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit rund 4,2 Millionen an.

Weltweit gibt es mehr als 242 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 4,92 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 22. Oktober, 5.40 Uhr).

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Update, 22. Oktober, 18.29 Uhr: Italien: Corona-Inzidenz wieder leicht gestiegen

In Italien ist der Corona-Inzidenzwert wieder leicht gestiegen.

Stand Donnerstag lag der Wert je 100.000 Einwohner für die vorangegangenen sieben Tag landesweit bei durchschnittlich 34 Fällen, wie das Gesundheitsministerium in seinem wöchentlichen Corona-Lagebericht am Freitag in Rom mitteilte.

In der Vorwoche ermittelten die Experten für den Sieben-Tage-Inzidenzwert noch 29 Fälle je 100.000 Einwohner. Zuvor war der Wert von Woche zu Woche gesunken.

Update, 22. Oktober, 17.47 Uhr: Spahn verteidigt Vorstoß zu Ende der "epidemischen Lage"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) hat seinen Vorstoß für eine Beendigung der sogenannten epidemischen Lage nationaler Tragweite verteidigt.

Es gehe darum, nach 19 Monaten einen Ausnahmezustand zu beenden, sagte der CDU-Politiker im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Befugnisse der Bundesregierung sollten dadurch in einen Normalzustand zurückgeführt werden.

Spahn betonte, das Ende der epidemischen Lage bedeute keinen "Freedom Day" oder das Ende aller Maßnahmen. Man brauche weiterhin einen Zustand besonderer Vorsicht sowie 3G-Regelungen im Innenraum oder die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Dies könne aber auch ohne den Ausnahmezustand der sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite geregelt werden.

Dafür müsse entweder die bundesgesetzliche Regelungskompetenz geändert werden, oder die Landtage müssten entsprechende Befugnisse auf Landesebene beschließen, sagte Spahn.

Jens Spahn (41, CDU), Bundesminister für Gesundheit.
Jens Spahn (41, CDU), Bundesminister für Gesundheit.  © Marcel Kusch/dpa

Update, 22. Oktober, 17.25 Uhr: Trotz Impfdurchbrüchen im Sport: "Schutzwirkung exzellent"

Die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen trotz Impfung wie in der Fußball-Bundesliga zuletzt bei Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann (34) oder Hoffenheims Spieler Christoph Baumgartner (22) sind nach Ansicht von Experten kein Grund zur Beunruhigung.

Leif Erik Sander von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie der Charité in Berlin betonte, "dass das Hauptziel der Impfung der Schutz vor Erkrankung, insbesondere vor schwerer Erkrankung ist".

Somit seien Impfdurchbrüche - Infektionen trotz Impfung - kein Argument zu sagen, "die Impfung funktioniere nicht". Meyer ist ebenfalls überzeugt: "Nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand ist die Schutzwirkung von Impfungen gegenüber schweren Verläufen exzellent und gegenüber Ansteckungen mindestens gut."

Update, 22. Oktober, 17.24 Uhr: Corona-Notlage: Rumänien verschärft Vorsichtsmaßnahmen

Rumänien verschärft angesichts einer Corona-Notlage die Vorsichtsmaßnahmen für die nächsten 30 Tage.

Ab diesem Montag gilt landesweit eine Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen wie auch im Freien. Die Regierung beschloss am Freitag weiterhin, dass Schulen, Kindergärten und Kinderkrippen zwei Wochen lang geschlossen werden. Zugang zu allen Geschäften, Gaststätten und Kultureinrichtungen haben nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete.

Nur Lebensmittelläden und Apotheken stehen allen offen - ebenso die Kirchen.

Update, 22. Oktober, 15.34 Uhr: Chrupalla mit Corona infiziert - Erste Sitzung fällt für AfD-Chef aus

Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla (46) hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: AfD-Chef Tino Chrupalla positiv auf Corona getestet!

Tino Chrupalla (46), Fraktionsvorsitzender der AfD, befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne.
Tino Chrupalla (46), Fraktionsvorsitzender der AfD, befindet sich derzeit in häuslicher Quarantäne.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 22. Oktober, 15.09 Uhr: Neue Proteste in Bulgarien gegen 3G-Regel

Trotz schnell zunehmender Corona-Neuinfektionen haben in Bulgarien wieder Menschen gegen die 3G-Regel protestiert.

Demonstranten im nordbulgarischen Weliko Tarnowoe beklagten, dass Nicht-Geimpfte diskriminiert würden, wie das Staatsradio am Freitag berichtete.

Update, 22. Oktober, 15.07 Uhr: Gericht erkennt Corona-Infektion von Polizisten als Dienstunfall an

Das Augsburger Verwaltungsgericht hat die Covid-19-Infektion eines Polizeibeamten als Dienstunfall eingestuft.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Gericht erkennt Corona-Infektion von Polizisten als Dienstunfall an.

Das Verwaltungsgericht in Augsburg hat die Corona-Infektion eines Polizeibeamten als Dienstunfall anerkannt.
Das Verwaltungsgericht in Augsburg hat die Corona-Infektion eines Polizeibeamten als Dienstunfall anerkannt.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 22. Oktober, 14.17 Uhr: Ukraine: Nadija Sawtschenko mit gefälschtem Impfzertifikat erwischt

Der ehemals in Russland inhaftierten ukrainischen Nationalheldin Nadija Sawtschenko droht in ihrer Heimat eine Haftstrafe. Die 40-Jährige wurde in Kiew mit einem gefälschten Covid-19-Impfzertifikat erwischt, wie Innenminister Denys Monastyrskyj am Freitag bestätigte. Sie sei mit ihrer Schwester aus der Türkei mit einem Flugzeug eingereist. Beide müssen nun mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen.

Sawtschenko selbst äußerte sich zunächst nicht dazu. Ein Impfzertifikat befreit in der Ukraine von einer Quarantäne nach der Einreise.

Sawtschenko geriet 2014 bei Kämpfen im ostukrainischen Gebiet Luhansk gegen prorussische Separatisten in Gefangenschaft und wurde an Russland übergeben. Dort wurde die Ex-Berufssoldatin in einem international beachteten Prozess wegen Mordes zu 22 Jahren Gefängnis verurteilt. 2016 kam die Ex-Parlamentsabgeordnete nach einem Gefangenenaustausch schließlich wieder frei.

Update, 22. Oktober, 13.33 Uhr: Söder: SPD, Grüne und FDP in der Pflicht für Corona-Rechtsrahmen

Nach dem einstimmigen Votum der Länder für den bundesweiten Rechtsrahmen für Corona-Schutzmaßnahmen sieht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) SPD, Grüne und FDP in der Pflicht.

"Leider kommt Corona mit großer Wucht zurück. Die neue Ampel-Mehrheit darf sich nicht wegducken", sagte Söder am Freitag nach dem Ende der Ministerpräsidentenkonferenz in Königswinter. "Wir müssen vorsichtig bleiben, um gut durch den Herbst und Winter zu kommen. Ohne Rechtsgrundlage des Bundes wären die Bürgerinnen und Bürger schutzlos."

Update, 22. Oktober, 13.27 Uhr: Weil pocht auf rechtssicheren Rahmen für Corona-Regeln

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und der bevorstehenden kalten Jahreszeit pocht Niedersachsen Ministerpräsident Stephan Weil (62, SPD) auf einen bundesweit einheitlichen Rechtsrahmen zur Durchsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen.

Aus seiner Sicht sei es sinnvoll, die Feststellung einer "epidemischen Lage von nationaler Tragweite" durch den Bundestag zunächst fortzuschreiben. Auf dieser Grundlage stehe den Landesregierungen derzeit "ein flexibles und der jeweiligen Lage angemessenes System für den notwendigen Infektionsschutz zur Verfügung". Früher oder später sei auch wieder mit höheren Corona-Belegungszahlen in den Intensivstationen zu rechnen.

Sollte sich der Bundestag gegen einer Verlängerung entscheiden, müsse durch entsprechende Regelungen sichergestellt werden, dass auch im Herbst und Winter alle notwendigen Schutzmaßnahmen aufrecht erhalten werden könnten.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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