Coronavirus: Virologe warnt: Teilimmunität könnte Mutationen fördern!

Deutschland/Welt - Der Lockdown in Deutschland wird bis zum 28. März verlängert. Doch es gibt zahlreiche Lockerungen sowie neue Impf- und Teststrategien. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie 2.502.278 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,3 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein.

Insgesamt 71.951 Menschen sind hierzulande außerdem mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 7. März, 15.30 Uhr)

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 66,1 (Stand 7. März, 0 Uhr).

Weltweit gibt es mehr als 116,6 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 2,5 Millionen Todesfälle (Stand 7. März, 15.30 Uhr).

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Update, 7. März, 22 Uhr: Norwegens Regierungschefin stimmt Volk auf harte Zeiten ein

Norwegens Premierministerin Erna Solberg hat die Bürger ihres Landes für ihren Zusammenhalt in der Corona-Krise gelobt und auf einen weiteren Kraftakt eingeschworen.

In einer Fernsehansprache am Sonntag anlässlich des Jahrestags der Corona-Maßnahmen in Norwegen mahnte Solberg, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei.

"Es gibt eine weitere Bergspitze (zu erklimmen), möglichwerweise mit härteren Maßnahmen", sagte die Regierungschefin. Es gehe in den kommenden Monaten darum, die Infektionsraten niedrig zu halten, während geimpft werde.

Solberg soll am Dienstag im Parlament über die Pandemielage und möglicherweise auch neue Maßnahmen informieren. Norwegen sei im Vergleich zu vielen anderen Ländern verhältnismäßig gut durch die Krise gekommen, obwohl Tausende ihren Arbeitsplatz verloren hätten und viele um geliebte Menschen trauerten, sagte die konservative Parteichefin in ihrer Ansprache am Sonntag.

Norwegen hat unter seinen 5,3 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie etwa 73.000 Infektionen und rund 630 Todesfälle unter Erkrankten verzeichnet.

Norwegens Premierministerin Erna Solberg.
Norwegens Premierministerin Erna Solberg.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 7. März, 19.02 Uhr: Maskenaffäre: Nüßlein verlässt mit sofortiger Wirkung die Unionsfraktion

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein hat mit sofortiger Wirkung seinen Austritt aus der Unionsfraktion erklärt. Er will sein Bundestagsmandat aber bis zum Ende der Wahlperiode behalten, wie Nüßlein am Sonntagabend in einer persönlichen Erklärung mitteilte, die sein Anwalt übermittelte.

Die ganze Geschichte hier: "Maskenaffäre: Nüßlein verlässt mit sofortiger Wirkung die Unionsfraktion".

Der Abgeordnete Georg Nüßlein (51) hat seinen Austritt aus der Unionsfraktion erklärt.
Der Abgeordnete Georg Nüßlein (51) hat seinen Austritt aus der Unionsfraktion erklärt.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 7. März, 18.08 Uhr: Queen äußert sich zur Corona-Pandemie

Wenige Stunden vor einem mit Spannung erwarteten TV-Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan hat Queen Elizabeth II. (94) betont, wie wichtig Kontakte mit Familie und Freunden in der Corona-Krise sind.

Die Pandemie habe zu einer tieferen Wertschätzung der gegenseitigen Unterstützung geführt, sagte die Königin in einer am Sonntag ausgestrahlten Rede zum Commonwealth Day.

Neue Technologien hätten geholfen, Grenzen und Spaltungen zu überwinden. Die Notwendigkeit, mit anderen in Kontakt zu treten, werde nun "stärker wertgeschätzt".

Die britische Königin Elizabeth II. geht im Rahmen des Commonwealth-Tages in der St. George's Hall auf Schloss Windsor an den Flaggen der Mitgliedsländer des Commonwealth vorbei.
Die britische Königin Elizabeth II. geht im Rahmen des Commonwealth-Tages in der St. George's Hall auf Schloss Windsor an den Flaggen der Mitgliedsländer des Commonwealth vorbei.  © Steve Parsons/PA Wire/dpa

Update, 7. März, 17.53 Uhr: Fehler in der Verordnung: Kosmetik- und Tattoo-Studios dürfen öffnen!

Die niedersächsische Landesregierung muss noch vor Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung einen Fehler in den Regelungen korrigieren.

Die ganze Geschichte gibt es hier: "Fehler in der Verordnung: Kosmetik- und Tattoo-Studios dürfen öffnen!"

Tattoo- und Kosmetik-Studius in Niedersachsen dürfen öffnen - in der Corona-Verordnung gab es einen Fehler. (Symbolfoto)
Tattoo- und Kosmetik-Studius in Niedersachsen dürfen öffnen - in der Corona-Verordnung gab es einen Fehler. (Symbolfoto)  © Monika Skolimowska/dpa

Update, 7. März, 16.57 Uhr: Masken-Affäre: Söder fordert "reinen Tisch", Laschet unverzügliche Rücktritte

Die Rückzugsankündigungen der in Geschäfte mit Corona-Masken verwickelten Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) und Georg Nüßlein (CSU) reichen CSU-Chef Markus Söder (54) nicht aus.

"Alle Betroffenen sollten umgehend reinen Tisch machen und grundlegende Konsequenzen ziehen. Alles andere beschädigt das Vertrauen in die Politik", twitterte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag.

Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet (60) hat die in die Masken-Affäre verstrickten Politiker zum sofortigen Rücktritt aufgefordert.

"Wer als Volksvertreter versucht, in dieser Krise für sich persönlich Geld zu verdienen, muss das Parlament unverzüglich verlassen", sagte Laschet dem Südkurier (Sonntag). "Jeder Abgeordnete, der sich an und in der Krise bereichert, beschädigt das höchste Gut der Demokratie: Vertrauen."

Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet (60).
Der CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet (60).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 7. März, 16.21 Uhr: Umstrittener Corona-Einsatz im Jenischpark: Anzeigen gegen Beamte gestellt!

Wegen des gefilmten und ins Internet gestellten Corona-Einsatzes mit einem Streifenwagen im Hamburger Jenischpark sind bei Polizei und Staatsanwaltschaft mehrere Anzeigen gestellt worden.

Die ganze Geschichte hier: "Umstrittener Corona-Einsatz im Jenischpark: Anzeigen gegen Beamte gestellt!"

Wegen eines umstrittenen Corona-Polizeieinsatzes im Hamburger Jenischpark sind mehrere Anzeigen gestellt worden. (Symbolfoto).
Wegen eines umstrittenen Corona-Polizeieinsatzes im Hamburger Jenischpark sind mehrere Anzeigen gestellt worden. (Symbolfoto).  © Jonas Walzberg/dpa

Update, 7. März, 15.12 Uhr: Tschechische Regierung warnt vor kritischer Woche - Proteste in Prag

In Tschechien wird mit einer weiteren Zunahme der Anzahl der Covid-19-Intensivpatienten gerechnet.

"Die nächste Woche wird am kritischsten", sagte Gesundheitsminister Jan Blatny am Sonntag im Fernsehsender CT. Er gehe davon aus, dass bis zu 300 Ärzte und 1000 Krankenpfleger aus dem ambulanten Bereich zum Einsatz in den Krankenhäusern verpflichtet werden müssen.

Der Lockdown war zuletzt noch verschärft worden. In Prag versammelten sich am Nachmittag Corona-Leugner, Gegner der Schutzmaßnahmen und Kritiker der Regierung zu zwei Kundgebungen. Hunderte Bereitschaftsbeamte in voller Montur waren im Einsatz. Es kam zu kleineren Zusammenstößen. Mehrere Personen seien festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Update, 7. März, 14.40 Uhr: Studie gestartet: Großbritannien infiziert Freiwillige mit Corona

In Großbritannien sind die ersten Freiwilligen im Zuge einer Studie mit Corona infiziert worden.

Mehr zu der Aktion erfahrt ihr im TAG24-Artikel "Neue Studie: Dieses Land infiziert Freiwillige mit dem Coronavirus".

Ein Einblick auf eine Corona-Intensivstation in Großbritannien. Das Land beginnt nun, Freiwillige mit dem Coronavirus zwecks Forschung zu infizieren. (Symbolbild)
Ein Einblick auf eine Corona-Intensivstation in Großbritannien. Das Land beginnt nun, Freiwillige mit dem Coronavirus zwecks Forschung zu infizieren. (Symbolbild)  © Peter Byrne/PA Wire/dpa

Update, 7. März, 13.27 Uhr: Theaterbesetzung in Paris aus Protest gegen Lockdown geht weiter

Die seit Tagen anhaltende Besetzung des Pariser Theaters Odéon aus Protest gegen die coronabedingte Schließung der Kulturstätten geht weiter.

Man führe die Aktion solange fort, bis es konkrete Antworten gebe, erklärten die Schauspieler und Theatertechniker nach dem Besuch der französischen Kulturministerin Roselyne Bachelot am Samstagabend. Sie besetzen seit Donnerstag die Spielstätte und fordern die Öffnung der seit Ende Oktober geschlossenen Kulturstätten sowie finanzielle Hilfe, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Sonntag weiter berichtete.

Update, 7. März, 12.36 Uhr: Virologe warnt: Teilimmunität könnte Mutationen fördern

Der Chefvirologe am Heidelberger Universitätsklinikum, Hans-Georg Kräusslich, hat Sorge, dass sich in der Phase zwischen Erst- und Zweitimpfung weitere Corona-Varianten bilden könnten.

Mit Blick auf die von Bund und Ländern geplanten Lockerungen sagte er der "Rhein-Neckar-Zeitung": "Besorgniserregend wäre insbesondere, wenn wir in den nächsten Wochen in eine Situation kämen, dass zahlreiche Menschen nach der Erstimpfung einen inkompletten Schutz haben und gleichzeitig sehr viele Infektionen stattfinden. Das wäre eine Brutstätte für die Selektion von Varianten, die möglicherweise dem Impfstoff entkommen könnten."

Wenn sich viele Menschen infizieren würden, die teilimmun, aber noch nicht richtig immun sind, dann sei die Warscheinlichkeit, dass sich das Virus dort festsetzen kann und resistente Varianten auftreten, höher, sagte der Virologe.

Hans-Georg Kräusslich, Leiter der Virologie am Universitätsklinikums Heidelberg.
Hans-Georg Kräusslich, Leiter der Virologie am Universitätsklinikums Heidelberg.  © Christoph Schmidt/dpa

Update, 7. März, 12.12 Uhr: China plant Gesundheitspässe für im Ausland reisende Staatsbürger

In der Corona-Pandemie will China Gesundheitspässe auf dem Smartphone für international reisende Staatsbürger einführen.

Darin sollen die Ergebnisse von Covid-19-Tests sowie Impfungen festgehalten werden, sagte Außenminister Wang Yi am Sonntag auf einer Pressekonferenz aus Anlass der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Die Einführung solle den sicheren und geordneten Strom von Reisenden erleichtern. China versuche auch, wo immer möglich Impfzentren in anderen Ländern für seine Staatsbürger einzurichten.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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