Wiederholt sich "Timmys" Schicksal doch? Buckelwal "Hartwin" nun vor deutscher Küste

Heiligenhafen - Wiederholt sich die ganze Geschichte etwa doch? Nach dem Drama um Buckelwal "Timmy" droht der nächste Ozeanriese an der deutschen Ostseeküste zu stranden.

Buckelwal "Hartwin" soll mittlerweile kurz vor der deutschen Ostseeküste unterwegs sein. Dieses Foto wurde im Juni im Kleinen Belt vor Dänemark gemacht.  © Linda Frølund Hansen/Bridgewalking

Wie die Organisation "Stranded No More" mitteilte, sei am Donnerstag ein Wal in den Gewässern vor Heiligenhafen (Schleswig-Holstein), tief in der Ostsee, gesichtet worden. Bei dem Tier soll es sich demnach um Buckelwal "Hartwin" handeln.

"Das ist das Worst-Case-Szenario, denn er ist jetzt in einem schlechten Zustand. Wir sind extrem besorgt", schrieben die Tierschützer, die die Sichtungen des Wals bereits seit Monaten dokumentieren, auf ihrem Facebook-Kanal.

Schon am 5. Juli war der Meeresbewohner vor Holnis auf der deutschen Seite der Flensburger Förde gesehen worden. Lediglich vier Tage später tauchte er jedoch wieder Hunderte Kilometer nördlich, bei der dänischen Insel Aarhus, auf.

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Laut Angaben von "Stranded No More" soll das Tier in den vergangenen Monaten bereits Tausende Kilometer über die Niederlande, Norwegen, Schottland, England und Dänemark zurückgelegt haben.

Erstmals gesichtet worden sei der Wal demnach am 18. Januar bei Bloemendaal (Niederlande).

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Buckelwal "Hartwin": Zustand des Tieres macht Experten große Sorgen

Das Drama um Buckelwal "Timmy" nahm im Mai ein trauriges Ende. Droht "Hartwin" nun dasselbe Schicksal?  © Marcus Golejewski/dpa

Sorgen macht den Experten vor allem der augenscheinlich schlechte Gesundheitszustand des Tieres. Auf Fotos und Videos seien demzufolge "ausgeprägte abnormale Hautverfärbungen" auf "Hartwins" Rücken zu sehen.

Die Tierschützer verwiesen in diesem Zuge auf Carl Kinze, einen Walexperten am Dänischen Naturhistorischen Museum. Dieser hatte erklärt, dass die Verfärbungen auf einen Pilzbefall hindeuten könnten. Zwischen früheren und aktuellen Sichtungen sei zudem eine "sichtbare Verschlechterung" zu erkennen.

"Seine Bewegungen durch zunehmend enge dänische Meerengen, Fjorde und Binnengewässer spiegeln das Muster wider, das den Buckelwal Timmy/Hope in der deutschen Ostsee nur Wochen zuvor in die Falle lockte und letztlich tötete", teilte "Stranded No More" mit.

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Die Tierschützer hatten bereits Anfang Juli betont, dass es nur eine Frage sei, bis der Ozeanriese strande - und Kritik geäußert, dass in Deutschland erneut niemand auf eine solche Strandung vorbereitet sei.

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