Tötensen - Neben Songwriting, "Deutschland sucht den Superstar" und Charterfolgen schlägt das Herz von Dieter Bohlen (72) auch noch für eine weitere Leidenschaft: die Börse.
Wie viel Zeit er in dieses Hobby investiert? "Wenn ich ehrlich bin: fünf Stunden am Tag", beichtet der Poptitan im Gespräch mit BILD.
Während andere gemütlich frühstücken, checkt der Musiker bereits am Morgen die Prognosen der Aktienindizes. Und am Nachmittag? "Ab 15 Uhr wird es spannend, wenn der amerikanische Markt öffnet. Wir hängen ja total daran. Wenn es in Amerika runtergeht, geht es bei uns meist auch runter."
Einen Vermögensverwalter? Fehlanzeige! Bohlen mache alles selbst. Unterstützung hole er sich lediglich von einem engen Freund. Über die Jahre habe sich der 72-Jährige daher ein beachtliches Finanzwissen angeeignet. So erklärte der 72-Jährige bereits im Juni 2025 in einem Video auf YouTube, wie er sicherstelle, dass sein Vermögen nicht schrumpft.
Sein wichtigster Tipp für Erfolg im Finanzwesen: früh anfangen. "Dann kann man eigentlich kaum Fehler machen."
Eine weitere Aussage dazu könne er sich nicht verkneifen: Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (67, SPD) habe nach Angaben von Bohlen zwar mal das Sparbuch empfohlen. "Aber das ist natürlich keine Geldvermehrungsmaschine". Der Rat des Kult-Jurors stattdessen: zumindest über Tages- oder Festgeld mit der Bank sprechen.
Langfristig setze Bohlen auf Aktien großer Unternehmen aus den USA und Deutschland. Selbst wenn der Markt crasht, heißt es auf Rat des 72-Jährigen hin: einfach Ruhe bewahren und abwarten. Kryptowährungen lasse der Musiker derzeit links liegen. "Man sieht ja, dass das Narrativ 'Bitcoin ersetzt Gold' im Moment nicht aufgeht", so die "Modern Talking"-Legende.
Dieter Bohlen über seine Carina: "Sie hat Geduld ohne Ende"
Doch neben all dem strategischen Expertenwissen laufe auch bei Bohlen in Sachen Investitionen nicht immer alles rund. So treffe er seine Finanz-Entscheidungen "leider zu viel mit dem Bauch. Eigentlich müsste man rein sachlich bleiben. Aber es gibt ja dieses 'Fear of Missing Out'", so der 72-Jährige.
Wenn alle in eine Richtung rennen, laufe man manchmal besser mit. "So dumm das klingt." Große Fehlentscheidungen habe es bei ihm allerdings noch nicht gegeben. "Eher so, dass ich Chancen nicht genutzt habe. Aber denen weine ich nicht hinterher."
Was ihn deutlich stärker treffe: Verluste. "Wenn ich Geld verliere, tut mir das weh. Man arbeitet ja für dieses Geld – und dann ist es einfach weg." Und dann ist da auch noch Carina.
Seine Partnerin solle mit Finanz-Entscheidungen allerdings entspannter umgehen als er. "Sie hat Geduld ohne Ende. Wenn etwas 20 Prozent fällt, interessiert sie das nicht. Ich drehe schon bei zwei Prozent durch." Geduld sei nach Angaben von Bohlen deshalb das A und O.