Influencerin sagt: Wer rechts wählt, der wählt "Femizide" und "männliche Suizide"

Mainz - Es sind deutliche Worte! "Wer rechts wählt, wählt potenzielle Femizide und vor allem männliche Suizide", behauptet Politik-Influencerin Anja Heyelmann (34, alias "Frustrierte Alte") in ihrem jüngsten Instagram-Reel.

Als "Frustrierte Alte" engagiert sich Influencerin und Autorin Anja Heyelmann (34) auf Instagram für Feminismus und andere politische Themen.  © Screenshot/Instagram/frustrierte.alte

"Da müsst Ihr jetzt nicht gleich ausrasten, das Ganze ist eine Folge von anti-feministischer Haltung", ergänzt die Mainzerin im Anschluss in dem Clip, den sie am Sonntag auf der Foto-Plattform veröffentlichte. Danach geht sie daran, ihre Behauptung entsprechend zu begründen.

"Rechte Politik funktioniert nur über Ungleichheit, und dann ist es egal, ob es die Herkunft ist, die Bildung, der Wohlstand oder halt eben das Geschlecht. Wenn man bei diesen Sachen keine Unterschiede macht, dann ist das nicht rechts", erklärt Heyelmann.

In einer patriarchalen und damit rechten Gesellschaft würde das Leben nach einem "starren Konzept" strukturiert gemäß stereotypen Vorurteilen "gegenüber bestimmten Geschlechtern was sie dürfen und was sie nicht dürfen", heißt es weiter.

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"Die Frau in die Küche, ab an den Herd, Kinder kriegen, sich um die Familie kümmern, bloß nicht laut und sauer sein. Männer müssen stark sein, nicht weinen, dürfen sich nicht verletzlich zeigen, sollen die Familie versorgen, wie auch immer das heutzutage mit den Gehältern gehen soll", zählt die Mainzerin auf.

Doch genau diese starre und von festen Rollenbildern geprägte Vorstellung von Gesellschaft erzeuge massive Probleme, denn wenn Menschen von ihren Empfindungen oder Handlungen her gegen diese Rollenbilder verstoßen sollten, so könne dies gefährlich werden.

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Anja Heyelmann: "Dann könnte die mögliche Folge Femizid sein"

Die Politik-Influencerin aus Mainz ist hinsichtlich ihrer Positionen klar dem linken politischen Spektrum zuzuordnen.  © Screenshot/Instagram/frustrierte.alte

Problematisch sei in diesem Fall insbesondere, dass patriarchal geprägte Männer zwar keine Verletzlichkeit zeigen dürften wohl aber "Wut und körperliche Stärke", was potenziell in Gewalt münden könne.

"Will sich die Partnerin jetzt trennen oder die Ex-Partnerin findet einen neuen Partner, dann könnte die mögliche Folge Femizid sein", heißt es weiter. Der Begriff bezeichnet die Tötung von Frauen und Mädchen durch Männer aus einer patriarchaler Gesinnung heraus.

Ein anderes Szenario sei, dass Männer versuchten, dem patriarchalen Rollenbild gerecht zu werden: "Man muss viel Geld verdienen, man muss irgendwas darstellen, was man vielleicht gar nicht ist, ist total überfordert, kriegt's vielleicht nicht hin, fühlt sich als Versager", betont Heyelmann und warnt, das dies im schlimmsten Fall zu Suiziden führen können.

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Was die Influencerin nicht erwähnt, was aber hier hinzugefügt werden muss: Laut Statistischem Bundesamt begehen deutlich mehr Männer in Deutschland Selbstmord als Frauen.

Das Gegenmodel der Mainzerin lautet Feminismus, denn dieser strebe "nach politischer, sozialer und ökonomischer Gleichstellung aller Geschlechter" und dem Aufbrechen stereotyper Geschlechterrollen. Am Ende ihres Reels ruft sie zur Teilnahme an den Protesten gegen den Bundesparteitag der in Teilen rechtsextremistischen AfD am 4. Juli in Erfurt auf.

Solltet Ihr selbst von Suizid-Gedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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