Mike Tyson: Schon wieder beschuldigt ihn eine Frau der Vergewaltigung

New York (USA) - Dem früheren Boxweltmeister Mike Tyson (56) droht ein neuer Prozess wegen Vergewaltigung.

Mike Tyson (56) droht ein Gerichtsverfahren. Der ehemalige Boxweltmeister soll in den 90er-Jahren eine Frau vergewaltigt haben.
Mike Tyson (56) droht ein Gerichtsverfahren. Der ehemalige Boxweltmeister soll in den 90er-Jahren eine Frau vergewaltigt haben.  © COREY SIPKIN / AFP

Eine Frau aus dem US-Bundesstaat New York reichte laut am Dienstag bekannt gewordenen Gerichtsdokumenten Klage gegen den 56-jährigen Promi ein, weil er sie Anfang der 1990er-Jahre in einer Limousine vergewaltigt haben soll.

Dabei nutzte sie ein neues Gesetz, das es mutmaßlichen Vergewaltigungsopfern ein Jahr lang ermöglicht, unabhängig von Verjährungsfristen mutmaßliche Täter in Zivilverfahren auf Schadenersatz zu verklagen.

Die Klägerin schilderte dem Gericht, sie habe Tyson Anfang der 90er-Jahre in einem Nachtclub kennengelernt. Sie sei ihm in seine Limousine gefolgt, wo er sie angegriffen und vergewaltigt habe. Die Klägerin erlitt nach eigenen Angaben "physische, psychische und emotionale Schmerzen", unter denen sie noch heute leide.

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Tyson soll daher fünf Millionen Dollar als Entschädigung zahlen. Der Ex-Boxweltmeister reagierte zunächst nicht auf die Vorwürfe.

Immer wieder sorgt der ehemalige Boxer für Negativ-Schlagzeilen

Seit dem Ende seiner Box-Karriere sorgte Mike Tyson für reichlich Skandale und kam zweimal in den Knast.
Seit dem Ende seiner Box-Karriere sorgte Mike Tyson für reichlich Skandale und kam zweimal in den Knast.  © Carlos SCHIEBECK / AFP

Immer wieder sorgte Mike Tyson für Negativ-Schlagzeilen. 1992 wurde er wegen Vergewaltigung einer damals 18-jährigen Schönheitskönigin zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt; die letzten drei Jahre Haft wurden auf Bewährung ausgesetzt.

1999 folgte eine einjährige Haftstrafe wegen eines tätlichen Angriffs auf Beteiligte an einem Verkehrsunfall. Nach vier Monaten durfte Tyson das Gefängnis verlassen und die restliche Strafe im Hausarrest verbüßen.

Erst im April vergangenen Jahres sorgte der ehemalige Boxer wieder für Aufsehen, als er Berichten zufolge in einem Flugzeug einem jungen Mann mehrmals ins Gesicht schlug. In diesem Fall wurde jedoch keine Anklage erhoben.

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Seit Kurzem mischt Tyson, der nach eigenen Angaben im Laufe seines Lebens unter Depressionen und Drogenabhängigkeit litt, mit einer eigenen Marke in der Cannabis-Branche mit.

Titelfoto: COREY SIPKIN / AFP

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