Rapperin Nura reagiert auf Kritik an "Free Palestine"-Post

Berlin - Nach einer umstrittenen Äußerung zum Palästina-Konflikt wurde der geplante Auftritt von Nura (34) bei "Late Night Berlin" von ProSieben gecancelt. Nun hat sich die Rapperin zu der Kritik geäußert.

Das umstrittene Video zum Song "FUBU" hat Rapperin Nura (34) inzwischen aus dem Netz entfernt.
Das umstrittene Video zum Song "FUBU" hat Rapperin Nura (34) inzwischen aus dem Netz entfernt.  © Screenshot/Instagram/nura (Bildmontage)

In ihrer Story auf Instagram erklärte Nura am Montagnachmittag: "Wenn ich Nachrichten gucke und Menschen sehe, die leiden, dann mache ich keine Unterschiede, welche Herkunft, welches Geschlecht, welche Sexualität oder welche Religion diese Personen habe."

Krieg sei nie eine Lösung, fuhr die 34-Jährige fort, und für die aktuellen Geschehnisse stehe sie "nicht als Befürworterin".

Nura verwies darauf, dass ihre eigene Familie vor dem Krieg geflohen sei: "Wir wissen aus erster Hand, wie traumatisierend so was ist."

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Schließlich betonte die Musikerin, dass ihr Video vor den aktuellen Ereignissen erschienen sei. "Trotzdem tut es mir leid, wenn ich jemanden, der betroffen ist, damit verletzt habe."

Am Sonntag - einen Tag nach Beginn des Hamas-Terrors in Israel - hatte Nura einen Screenshot aus ihrem neuen Musikvideo "FUBU" geteilt, das sie mit ihrer Crew vor einem Basketballkorb mit der Aufschrift "Free Palestine" zeigt.

Ist Rapperin Nura eine Hamas-Befürworterin? Auch Universal Music äußert sich

2018 gewann Nura bei der 1Live-Krone den Preis in der Kategorie "Beste Künstlerin".
2018 gewann Nura bei der 1Live-Krone den Preis in der Kategorie "Beste Künstlerin".  © Henning Kaiser/dpa

Wegen der Bildauswahl und des Zeitpunkts der Veröffentlichung glaubten viele User nicht, dass es sich lediglich um Promotion für den Clip handele. Der Aufschrei war entsprechend groß: Viele warfen Nura in den sozialen Medien vor, den Terror der islamistischen Hamas zu befürworten.

In der Folge zog ProSieben die Einladung zu "Late Night Berlin" mit Moderator Klaas Heufer-Umlauf (40) zurück und löschte sämtliche Ankündigungen im Netz.

In der Show sollte Nura am heutigen Dienstag eigentlich ihr neues Album "Periodt" bewerben dürfen. Am vergangenen Samstag war das frühere Mitglied des Rap-Duos SXTN bereits bei "Das Duell um die Welt" zu sehen.

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Auch Nuras Plattenfirma Universal Music erklärte, man sei "schockiert über die brutalen Angriffe der Hamas". Die Plattenfirma begrüßte darüber hinaus, dass die Rapperin das Video zu "FUBU" inzwischen von allen Plattformen entfernt hat.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/nura (Bildmontage)

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