Konkurrentin ins Bett gespuckt: "Jessica hat keinen Freifahrtschein, nur weil sie trans ist!"

Neetzow-Liepen - Obwohl er für Diversity einsteht und grundsätzlich ein Supporter von Konkurrentin Jessica Zemer (25) sei, hatte Lukas Küchen (25) die Transfrau bei "Realitystar Academy" für den Exit nominiert. Jetzt erklärt er ausführlich, warum.

Lukas (25, r.) ist zwar aufseiten der Transfrau Jessica (25, l.), heißt ihre Spuck-Attacke aber nicht gut.  © Bildmontage: Joyn

Transfeindliche Aussagen oder Bodyshaming-Kommentare "sind falsch, schlecht und zu verurteilen, aber genauso ist es zu verurteilen, jemandem ins Bett zu spucken", stellt der frühere "Mr. Gay Germany" gegenüber TAG24 klar.

Ihm liege viel daran, insbesondere in einer Freundschaft ehrlich miteinander kommunizieren zu können, um sich bei einem möglichen Fehlverhalten reflektieren zu können.

"Das war scheiße von ihr. Ich kann Team Jessica sein und sie trotzdem verurteilen. Egal, was vorher passiert ist: Es ist nicht die Lösung, jemandem ins Bett zu spucken", sagt der 25-Jährige. "Jessica hat keinen Freifahrtschein, nur weil sie trans ist!"

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Hintergrund: Die "My Style Rocks"-Kandidatin, wegen der Chefjuror Harald Glööckler (60) aus Wut eine Tasse auf dem Boden zerdepperte, wurde in der neuen Joyn-Show "Die Realitystar Academy" zunächst von Melissa Hofman (27) gebodyshamed.

Als Rache spuckte Jessica ihrer Konkurrentin Wasser aufs Bett. Eine eklige Situation, die natürlich gar nicht geht.

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Jessicas Spuck-Aktion im Video

Die Realitystar Academy: "Warst du früher mal was anderes?"

Jamie-Lee Lola (22, l.) hatte Jessica eine transphobe Frage gestellt, wohingegen Melissa (27, r.) sie mit Bodyshaming-Sprüchen gedemütigt hat.  © Bildmontage: Joyn

Doch Jessica hatte auch mit Transphobie zu kämpfen. Jamie-Lee Lola (22), die in der Münchner Schickeria angeblich nur mit Heteronormativität in Berührung komme, fragte die Darmstädterin: "Du bist ein Mädchen, oder? Warst du früher mal was anderes?"

Die 22-Jährige versuchte, sich zu rechtfertigen: "Wie sprech' ich das an, ob jemand schwul ist, ob jemand lesbisch ist, ob jemand irgendetwas anderes ist?" Vielleicht einfach gar nicht, weil es (in dieser Situation) irrelevant ist?!

Für Lukas Küchen ist es "total wichtig, dass Diversität im Fernsehen ist, sowohl Transmenschen als auch verschiedene Sexualitäten." Er selbst setzt sich für die Sichtbarkeit von Pansexualität ein, der er sich zugehörig fühlt. Dabei spielt nicht das Geschlecht, sondern der Mensch selbst die entscheidende Rolle.

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Streaming-Tipp: Neue Folgen "Die Realitystar Academy", deren Sieger einen Platz in der nächsten Staffel "Forsthaus Rampensau" ergattert, werden immer donnerstags kostenlos auf Joyn hochgeladen.

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