Borkum - Es waren schreckliche Bilder! Im August 2024 war auf der Nordsee-Insel Borkum ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen, eine Familie konnte sich nur durch einen Sprung aus dem Fenster retten. Die Polizei ging von Brandstiftung aus. Am Mittwoch (ab 20.15 Uhr) ist der Fall Teil der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst".
Dort präsentiert die zuständige Sachbearbeiterin der Polizeiinspektion Leer/Emden aus dem unter anderem für Tötungsdelikte zuständigen Fachkommissariat den Fall.
Bei dem verheerenden Brand am 23. August 2024 auf Borkum sind drei Personen schwer, zwei Personen mittelschwer und vier Personen leicht verletzt worden.
Die Familie der betroffenen Wohnung war von Rauch und Flammen eingeschlossen und sah keinen anderen Ausweg mehr, als sich durch einen Sprung aus dem Fenster zu retten. Der Familienvater war zuerst gesprungen, verletzte sich aber schwer. Dennoch konnte er seinen acht Wochen alten Säugling auffangen, den ihm die Mutter in die Arme geworfen hatte.
Sie war zusammen mit einem etwa drei Jahre alten Kind hinterhergesprungen und hatte sich ebenfalls schwere Verletzungen zugezogen.
Feuer in Mehrfamilienhaus auf Borkum: Polizei geht von Brandstiftung aus
"Die Tatsache, dass die Eltern einen solchen Schritt wagten, zeigt, in welcher großen Gefahr die Familie durch den Brand gewesen sein muss", hatte die Feuerwehr damals erklärt, die nach diesen dramatischen Szenen noch weitere Personen aus dem Gebäude retten musste.
Rettungshubschrauber waren vom Festland aus Deutschland und aus den Niederlanden nach Borkum geflogen, um die Verletzten in spezielle Kliniken zu fliegen.
Bei den Ermittlungen stellte die Polizei schnell fest, dass es sich bei dem Feuer um Brandstiftung handelte.
Weil sich zum Zeitpunkt des Brandes sieben Menschen, darunter zwei Kleinkinder, in dem Haus befanden, stufte die Staatsanwaltschaft das Feuer als versuchtes Tötungsdelikt ein. Die Behörden erhoffen sich durch die Ausstrahlung neue Hinweise von Zeugen, die zur Aufklärung der Tat beitragen können.