Junge Frau nach Kinobesuch mit Messer hingerichtet: Wird der Mörder so überführt?

Veitshöchheim - Wird der grausame Mord an Eveline Höbler (†27) aus Unterfranken nach über 30 Jahren doch noch aufgeklärt? Nach der Vorstellung des Cold Case in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" ist die Hoffnung zumindest enorm gestiegen.

Im Rahmen der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" gingen rund 60 neue Hinweise zum Cold Case Eveline Höbler (†27) ein.
Im Rahmen der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" gingen rund 60 neue Hinweise zum Cold Case Eveline Höbler (†27) ein.  © Montage: Polizei Unterfranken/Sina Schuldt/dpa

Nachdem am gestrigen Mittwochabend die grausame Tat vom 23. Januar 1986 im Rahmen der von Rudi Cerne (65) moderierte Kriminal-Show wieder ins Rampenlicht gerückt wurde, seien laut Angaben der unterfränkischen Polizei bislang über 60 neue Hinweise eingegangen.

Inwiefern diese hilfreich ausfallen und entscheidend für die Überführung des Mörders sein können, müssen die weiteren Ermittlungen in dem Mordfall nun zeigen. Vor über 37 Jahren hatte die damals 27-Jährige nach einem Kinobesuch zunächst wieder ihre Wohnung in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg) aufgesucht.

Wie die bisherige Rekonstruktion der Ereignisse hervorbrachte, soll eine unbekannte Person - wohlmöglich aus dem sozialen Umfeld der jungen Frau - sie zu einem Treffen bewegt haben, bei dem es vor dem Mord an Eveline Höbler auch zum Geschlechtsverkehr gekommen war. Evelines Leiche wurde tags darauf schließlich nahe einer Zaunanlage einer Bundeswehr-Kaserne am Ortsrand entdeckt.

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Von der Tatwaffe, einem wohl größeren Messer, mit dem der Getöteten über 30 Stiche zugefügt worden waren, fehlt noch immer jede Spur. Genau so verhält es sich mit einem dunkelroten Ledermäppchen samt Wohnungsschlüssel der Verstorbenen.

60 Hinweise nach Aktenzeichen XY: Asthmaspray könnte Eveline Höblers Mörder überführen

Ein in unmittelbarer Nähe des Fundorts der Leiche entdecktes Asthmaspray (Abbildung ähnlich) könnte mit dem Täter in Verbindung gebracht werden.
Ein in unmittelbarer Nähe des Fundorts der Leiche entdecktes Asthmaspray (Abbildung ähnlich) könnte mit dem Täter in Verbindung gebracht werden.  © Polizei Unterfranken

Ein in unmittelbarer Nähe des Leichenfundortes entdecktes Asthma-Aerosolspray könnte jedoch dem Täter gehört haben. Die Ermittler hoffen derweil auf weitere Hinweise aus den verschiedensten Richtungen.

So könnten Personen, die kurz nach der Tat schlagartig umgezogen waren oder sich abfällig über die Verstorbene äußerten, für die Ordnungshüter interessant sein. Auch Angehörige der Bundeswehr in Veithöchstheim könnten bei der Ermittlung des Täters von Nutzen sein.

Weiterhin wurde in Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft die Einreichung anonymer Hinweise gewährt. Für Tipps, die zur Aufklärung des Falles führen, ist vom Bayerischen Landeskriminalamt zudem eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt worden.

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Wer dabei helfen kann, die bereits Jahrzehnte andauernde Leidenszeit der Angehörigen von Eveline Höbler zu beenden, der kann sich unter der Hinweisnummer 0800/7733744 an die Kriminalpolizei aus Würzburg wenden.

Titelfoto: Montage: Polizei Unterfranken/Sina Schuldt/dpa

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