Bitterfeld-Wolfen - In der Nacht vom 12. auf den 13. Januar veränderte sich das Leben von Peter Gürth schlagartig. Seine Strandbar an der Seepromenade am Großen Goitzschesee in Sachsen-Anhalt stand in Flammen.
"Ich weiß einfach nicht, wie es weitergeht", sagte der Betreiber ehrlich bei "Kripo live".
Als die Feuerwehr gegen 3.49 Uhr über den Brand informiert wurde und ausrückte, brannte die Strandbar bereits lichterloh.
Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da sich verschiedene elektrische Geräte in der Bar befanden und die Dachbalken eingestürzt waren.
Die Kameraden der Feuerwehr kämpften gegen die Flammen, konnten die Bar aber letztendlich nicht retten. Sie brannte vollständig aus.
Die Polizei geht von einem Brandanschlag aus und wendet sich an die Öffentlichkeit. "Wir suchen in diesem Zusammenhang nach Hinweisen zum Brandgeschehen und zu möglichen verdächtigen Beobachtungen", erklärte Astrid Kuchta vom Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld.
Betreiber war zum Tatzeitpunkt nicht im Land
Peter Gürth kann sich nicht erklären, wer für den Brand verantwortlich sein kann. "Ich war hier mit keinem im Clinch oder hatte Probleme gehabt", sagte er. Es hätte zwar manchmal Probleme wegen des Lärms gegeben, aber auch die eskalierten nie.
Er selbst war zum Tatzeitpunkt mit seiner Tochter im Urlaub.
Als die Polizei ihn kontaktierte und ihm von dem Feuer erzählte, war er geschockt. Ein Freund ging an seiner Stelle zur Bar und rief ihn per Videoanruf an. "Ich habe einfach nur ein paar Stunden am Handy zugeguckt, wie es gelodert hat", erinnerte er sich.
2017 hatte er die Strandbar übernommen und insgesamt 100.000 Euro in das Gelände gesteckt. Die Gastronomie wurde modernisiert, eine Feuerstelle und ein Beach-Volleyballplatz gebaut.
Die Strandbar war nicht versichert
Auf dem Schaden bleibt er jetzt sitzen, denn die Bar war nicht versichert. Damals hatte Gürth keine bezahlbare Gebäudeversicherung gefunden, da das Haupthaus nicht aus Stein oder Eisen bestand, sondern aus Holz.
Er ist sich unsicher, ob er nochmal von vorn anfängt und die beliebte Strandbar wieder aufbaut. "Das wird nicht wieder so, wie es war", so der Betreiber.
Wer in der Nacht vom 12. auf den 13. Januar am Tatort etwas beobachtet hat, wie beispielsweise Personen oder Fahrzeuge, oder Hinweise zum Sachverhalt oder den Verdächtigten hat, soll sich bei der Polizei Köthen unter der 03496 / 426 290 melden.