"Tagesschau"-Abschied in Planung? Susanne Daubner denkt bereits an die Zeit danach
Hamburg - Susanne Daubner (65) war in dem neuen Videopodcast von Elmo, dem roten Monster aus der "Sesamstraße" zu Gast. Im Laufe des Gesprächs heimste sich Elmo sogar eine Einladung in ihre letzte Sendung als "Tagesschau"-Sprecherin ein. Ist ein Ende als Nachrichtensprecherin bei der 65-Jährigen damit bereits in Sicht?
"Das wär doch mal 'ne Idee, Elmo", so Daubner im Gespräch mit dem kleinen Monster. "Du kommst in meine letzte Sendung. Wär das ein Deal?"
Die Reaktion von Elmo kommt schnell: "Aber das dauert ja noch ewig", entgegnet die rote Figur mit den wuscheligen Haaren. Offenbar hat er damit voll ins Schwarze getroffen.
"Das ist ein Thema, was mich tatsächlich gerade beschäftigt. Mit über 60 fange ich schon auch an, über das Alter nachzudenken, weil einem bewusst wird, dass das Leben irgendwie endlich ist", erklärt die "Tagesschau"-Sprecherin.
Ob ihr das Angst mache? Innerlich fühle sie sich viel jünger, als sie eigentlich ist. "Und wenn man dann in den Spiegel schaut, wird man daran erinnert, dass es nicht so ist. Mit diesem Zwiespalt muss man erst mal klarkommen."
Schließlich müsse die Zeit, die noch bleibt, ihrer Meinung nach gut genutzt werden. Ihr Ziel: "noch ein paar Spuren zu hinterlassen" - und zwar "in der Zeit nach der 'Tagesschau'". Welche Art von Spuren sie sich dabei vorgestellt hat, wisse sie selbst jedoch noch nicht. Auch, wann tatsächlich ihre letzte Sendung als Nachrichtensprecherin über die Bildschirme flimmern soll, lässt sie offen.
Susanne Daubner: Als Kind wollte sie Balletttänzerin werden
Ob Daubner bereits als Kind Nachrichtensprecherin werden wollte? "Nein." Doch sie könne sich noch gut daran erinnern, als Kind mit einem Bleistift in der Hand als Mikrofon-Ersatz herumgelaufen zu sein und dabei Monologe gehalten zu haben. "Da war schon ein Drang zum Reden da. Aber, dass ich mal Nachrichten sprechen würde … den Gedanken hatte ich eigentlich nie."
Was sie als Kind stattdessen werden wollte: "Balletttänzerin", schießt es aus Daubner heraus. "Man kann mit Sprache sehr viel ausdrücken, aber auch eben mit dem Körper. Und tanzen ist für mich eine wunderbare Ausdrucksform." Zwar habe sie als Kind tatsächlich selbst Ballett getanzt, für die große Karriere als Ballerina habe es dann jedoch nicht gereicht.
Das Tanzen liebe die 65-Jährige nach eigenen Angaben jedoch bis heute. "Ich tanze auch gerne zu Hause", gesteht sie abschließend. Neben Daubner spricht Elmo in den anderen Folgen unter anderem auch mit anderen prominenten Gästen wie Sänger Max Mutzke (45) und Moderatorin Linda Zervakis (50).
Das neue Format "Elmo - und du so?" ist seit Mittwoch in der ARD-Mediathek und bei ARD Sounds (früher Audiothek genannt) abrufbar.
Titelfoto: Thorsten Jander/NDR/ARD/dpa

