"Tagesschau"-Sprecher wird für KI-Betrug missbraucht! "Kann einem Angst machen"

Hamburg - Beängstigend: "Tagesschau"-Sprecher André Schünke (43) ist offenbar mithilfe künstlicher Intelligenz für den Betrug mit einem dubiosen Finanzprodukt missbraucht worden.

"Tagesschau"-Sprecher André Schünke (43) ist offenbar mithilfe künstlicher Intelligenz für den Betrug mit einem dubiosen Finanzprodukt missbraucht worden.
"Tagesschau"-Sprecher André Schünke (43) ist offenbar mithilfe künstlicher Intelligenz für den Betrug mit einem dubiosen Finanzprodukt missbraucht worden.  © Instagram/andreschuenke

Am Mittwoch teilte der 43-Jährige auf Instagram Ausschnitte aus einem Werbevideo, das sich bei Facebook auf verschiedenen Firmen-Seiten verbreitet, die eigentlich überhaupt nichts mit dem Produkt zu tun haben.

Dazu schrieb der Nachrichtensprecher: "Dieses Werbevideo mit mir ist ein KI-Fake! Bitte meldet es mir und Meta [der Facebook-Konzern], falls es Euch angezeigt wird!"

Gruselig: In dem Video ist Schünke zu sehen und zu hören, wie er über eine Anlageplattform namens "Quantum" spricht - offenbar wurden "Tagesschau"-Ausschnitte des gebürtigen Lübeckers mithilfe von KI verändert.

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Die Plattform, die mithilfe verschiedener Algorithmen angeblich Gewinne an verschiedenen Börsenplätzen generiere, wird in dem Video mit der Aussage beworben, dass bereits Zehntausende investiert hätten und reich geworden seien.

Doch nicht nur Schünke, auch Lotto-Millionär "Chico" (42) ist ein Teil des Videos - er sei angeblich ein einfacher Arbeiter gewesen, der mithilfe der Plattform reich geworden sei und sich nun einen Porsche leisten könne.

"Tagesschau"-Sprecher André Schünke auf Instagram

"Tagesschau"-Sprecher André Schünke rechnet mit "noch krasseren Fakes"

Gegenüber der "BILD" zeigte sich Schünke geschockt: "Es kann einem schon Angst machen, was mit künstlicher Intelligenz heutzutage möglich ist. Und ich fürchte, das ist erst der Anfang. Es ist schwer, Original und Fälschung zu unterscheiden."

Er gehe davon aus, dass es in der Zukunft "noch krassere Fakes" geben werde - insbesondere, wenn die KI-Programme irgendwann lernen würden, die Sprache noch anders zu betonen.

"Umso wichtiger ist es, auch Schulen über KI aufzuklären", forderte der 43-Jährige, der in diesem Bereich selbst aktiv sei. Abschießend ergänzte er: "Jetzt habe ich ein Beispiel, dass mich selbst betrifft."

Titelfoto: Instagram/andreschuenke

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