Von Johannes Kohlstedt, Denis Zielke, Laura Voigt
Berlin - Berlin und Brandenburg schwitzen weiter – doch Regen, Gewitter und kühlere Luft sind bereits im Anmarsch.
Die befürchteten 41 Grad wurden in der Hauptstadt zwar nicht erreicht, dennoch wurde der bisherige Temperaturrekord übertroffen: Laut DWD war es mit 39,9 Grad in Tempelhof am heißesten.
Der bisherige absolute Rekord für Berlin wurde am 7. August 2015 mit 38,9 Grad in Berlin-Kaniswall im Bezirk Treptow-Köpenick gemessen.
Auch das Gewitter-Risiko steigt, vor allem in Westbrandenburg. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge sind dabei punktuell Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich.
Die Wetterexperten empfehlen daher am Montagnachmittag den Aufenthalt im Freien zu vermeiden und auf herabfallende Gegenstände zu achten.
In den nächsten Tagen wird es dann mit Temperaturen im 20-Grad-Bereich deutlich angenehmer, allerdings ist auch immer wieder mit Regen und einzelnen Schauern zu rechnen.
In unserem TAG24-Blog informieren wir Euch über alle aktuellen Entwicklungen.
29. Juni, 18.47 Uhr: Feuerwehr "sehr stark belastet und auch ausgelastet" - vier Badetote
Viele hundert zusätzliche Hilfseinsätze hat die Berliner Feuerwehr wegen der Hitze am Wochenende absolviert. Viele Menschen seien wegen Austrocknung, Hitzeschlag und weiteren Symptomen behandelt oder in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Feuerwehrchef Karsten Homrighausen im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Vier Menschen seien ertrunken.
Am Sonntag habe es 2083 Einsätze durch die Feuerwehr gegeben, die meisten davon galten medizinischen Notfällen. Am Samstag waren es demnach 2055 Einsätze. An sonstigen vergleichbaren Tagen seien es im Durchschnitt 1500 bis 1700 Einsätze in Berlin.
"Also hunderte Einsätze mehr, nicht nur im Bereich des Rettungsdienstes, sondern auch in der Brandbekämpfung", sagte Homrighausen. Die Feuerwehr sei "sehr stark belastet und auch ausgelastet" gewesen.
29. Juni, 16 Uhr: Berlin im Juni beim Schwitzen Spitze
In nur wenigen anderen Bundesländern war es im Juni so heiß wie in Berlin. Die Mitteltemperatur betrug 20,2 Grad Celsius, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert. In die Durchschnittswerte fließen sowohl die Tages- als auch die Nachttemperaturen mit ein. Heißer war es laut DWD nur im Saarland (20,9 Grad) und in Baden-Württemberg (20,5 Grad). Der deutschlandweite Mittelwert lag bei 19,5 Grad - nur 2019 war es mit 19,8 Grad heißer.
Am 27. Juni wurde in Berlin zudem ein Allzeitrekord aufgestellt: In Tempelhof wurden 39,9 Grad gemessen. Alle Werte sind laut DWD vorläufige Werte, die für die letzten zwei Tage des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen.
29. Juni, 10.54 Uhr: Feuerwehr meldet massiven Anstieg der Einsätze
Die Feuerwehr meldet auch für den Sonntag einen massiven Anstieg der Einsatzzahlen - es seien innerhalb von 24 Stunden knapp 530 Einsätze mehr als an einem durchschnittlichen Tag gewesen.
Dabei war erneut ein Badetoter zu beklagen - diesmal in der Spree Höhe Oberschöneweide. Eine weitere Person wird im Langen See in Schmöckwitz vermisst. Die groß angelegte Suche musste wegen Dunkelheit abgebrochen werden.
Aufgrund der extremen Hitze stiegen besonders die Alarmierungen für den Rettungsdienst an. Die Rettungskräfte mussten insbesondere Ältere und Kinder mit typischen hitzebedingten Gesundheitsproblemen, wie Schwindel, Erschöpfung und Kreislaufproblemen versorgen.
Der Behörde wurden aber auch vermehrt Brände gemeldet. Durch die große Hitze mussten die Brandbekämpfer unter extremen Bedingungen arbeiten. Als Beispiel nannte die Feuerwehr einen Brand in einer Tiefgarage in Alt-Hohenschönhausen, wo im zweiten Untergeschoss ein Auto in Flammen aufging.
29. Juni, 7.02 Uhr: Wetterumschwung nach Rekordhitze
Nach dem Hitzerekord in Berlin und Brandenburg kippt das Wetter nun deutlich: Vor allem im Südwesten Berlins ziehen teils schwere Gewitter auf.
Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wird im Laufe des Tages Starkregen bis zu 40 Liter pro Quadratmeter erwartet.
Zudem können Blitzeinschläge, umstürzende Bäume sowie herabfallende Äste, Dachziegel oder andere größere Gegenstände eine Gefahr werden. Auch zu Schäden an Gebäuden, überfluteten Straßen, Aquaplaning und Hagelschlag kann es kommen.
In der Nacht zu Dienstag sinken die Temperaturen dann auf angenehme 14 bis 19 Grad. Auch in den kommenden Tagen liegen die Werte zwischen 23 und 28 Grad.
29. Juni, 6.40 Uhr: Drei Tote am Hitze-Wochenende
In Berlin sind am Wochenende drei Menschen bei Badeunfällen gestorben.
Wie die Polizei mitteilte, entdeckte eine Gruppe in einem Schlauchboot am Samstag gegen 13 Uhr eine leblose Person im Jungfernheideteich in Charlottenburg. Sie holten den 42-jährigen Mann aus dem Wasser und begannen mit Reanimationsmaßnahmen. Der alarmierte Rettungsdienst führte diese fort, musste aber noch vor Ort den Tod feststellen.
Der zweite Vorfall ereignete sich am Tempelhofer Hafen. Dort wurde ein 51-Jähriger leblos im Wasser treibend entdeckt. Feuerwehrleute holten den Mann aus dem Wasser, konnten dann aber nur noch den Tod feststellen.
Beim dritten Fall am Sonntagabend am Kaisersteg in Oberschöneweide war ein junger Mann in Wasser gesprungen. Er wurde später leblos aus dem Wasser gezogen, eine Reanimation blieb erfolglos.
Zudem wurde am Sonntagabend in Schmöckwitz im Wasser nach einem Vermissten gesucht.
28. Juni: 16.53 Uhr: Erneut Temperaturrekord in Deutschland - gemessen in Brandenburg
Den dritten Tag in Folge hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach vorläufigen Angaben einen Temperaturrekord in Deutschland registriert: Der vorläufige Höchstwert von 41,7 Grad wurde nachmittags in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree gemessen, wie der Wetterdienst auf Anfrage mitteilte.
28. Juni, 12.27 Uhr: Sommerbäder erreichen Kapazitätsgrenzen
Die extreme Sommerhitze sorgt in Berlin für einen großen Andrang in den Freibädern. Bereits am Sonntagmorgen waren die Tickets für die meisten Berliner Sommerbäder ausverkauft.
Laut Angaben der Berliner Bäder werden derzeit nur noch Besucher eingelassen, die bereits ein Zeitfenster-Ticket gebucht haben oder über ein Abo verfügen.
Lediglich im Kinderbad Monbijou waren am späten Vormittag noch wenige Tickets verfügbar.
28. Juni, 12.15 Uhr: Leere Regale im Laden
Die Hitzeglocke in Berlin macht sich auch im Lebensmittelladen bemerkbar. Wer sich noch mit Wasser oder Eis eindecken wollte, schaute am späten Samstagabend mitunter in die Röhre.
Ausgerechnet während der extremen Hitzewelle waren Kühlanlagen ohne Bestände, bei den Paletten herrschten gähnende Leere.
28. Juni, 11.42 Uhr: Mehr als 600 Bahnreisende stranden ohne Klimaanlage
Die Zahl stieg: Mehr als 600 Passagiere eines Zuges der tschechischen Bahn České dráhy auf dem Weg von Hamburg nach Prag saßen stundenlang bei großer Hitze fest.
Auslöser war ein umgestürzter Baum, der eine Oberleitung beschädigte. Der Zug verlor dadurch den Fahrstrom – und damit fiel auch die Klimaanlage aus. Gleichzeitig ließen sich die Türen nicht öffnen. Im Inneren des Zuges stiegen die Temperaturen nach Angaben der Einsatzkräfte auf rund 40 Grad.
Feuerwehr und Rettungskräfte mussten zunächst Bäume beseitigen, um Zugang zum Zug zu bekommen. Rund 630 Reisende wurden versorgt, besonders gefährdete Personen wie Kinder, Schwangere und ältere Menschen wurden aus dem Zug gebracht. Drei Menschen mussten wegen Kreislaufproblemen in Krankenhäuser gebracht werden.
Erst kurz vor 23 Uhr konnte eine Diesellok den Zug nach Karstädt ziehen. Dort war jedoch klar: Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich. Die Einsatzkräfte richteten kurzfristig eine Notunterkunft in einer Sporthalle ein, wo viele der gestrandeten Reisenden die Nacht verbrachten.
Am nächsten Morgen wurden rund 500 Passagiere mit Bussen zum Bahnhof Karstädt gebracht. Von dort aus konnten sie ihre Reise mit zwei ICE-Zügen fortsetzen. Für viele Beteiligte blieb die Fahrt nach Prag jedoch vor allem wegen der stundenlangen Hitze und der schwierigen Rettungsaktion in Erinnerung.
27. Juni, 21.13 Uhr: 400 Fahrgäste aus Regionalbahn evakuiert
Technik-Panne zum wohl ungünstigsten Zeitpunkt: Rund 400 Fahrgäste mussten am Samstag im RE5 bei brütender Hitze rund zwei Stunden lang ausharren, nachdem der Regionalzug in Gransee (Landkreis Oberhavel) wegen eines technischen Defekts auf freier Strecke liegen geblieben war - und das bei Temperaturen von knapp 40 Grad.
Schließlich rückten Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem Großaufgebot an. Die Einsatzkräfte evakuierten die rund 400 Fahrgäste aus dem Zug und brachten sie in Sicherheit.
Wie es zu dem technischen Defekt kommen konnte, ist bislang unklar. Verletzt wurde nach TAG24-Informationen niemand.
27. Juni, 20.42 Uhr: Temperaturrekord auch in Brandenburg
Brandenburg zieht nach: Wie in der Hauptstadt ist auch in Brandenburg der Temperaturrekord eingestellt worden. In Baruth (Landkreis Teltow-Fläming) sind am Samstag nach vorläufigen Angaben 40,8 Grad Celsius gemessen worden, wie der DWD mitteilte.
Bisher lag der Brandenburger Rekord in Cottbus, wo am 19. Juni 2022 38,9 Grad gemessen wurden.
27. Juni, 18.49 Uhr: Berlin knackt historischen Temperaturrekord!
Der 27. Juni schreibt Geschichte: Die Hauptstadt hat einen neuen Temperaturrekord aufgestellt. In Tempelhof wurden laut Deutschen Wetterdienst 39,9 Grad gemessen. Damit ist der bisherige Berliner Höchstwert offiziell Geschichte. Dieser lag bei 38,9 Grad und wurde im August 2015 in Berlin-Kaniswall (Köpenick) registriert.
Auch in Potsdam war man im Schatten am besten aufgehoben: Die Landeshauptstadt Brandenburgs schrammte mit 39,9 Grad ebenfalls nur haarscharf an der 40-Grad-Marke vorbei.
27. Juni, 18.30 Uhr: Gewitter in Brandenburg im Anmarsch
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor schweren Gewittern im Nordwesten Brandenburgs. Betroffen sei vor allem der Landkreis Prignitz, teilten die Meteorologen mit. Voraussichtlich ab 18.30 Uhr ist mit Unwetter zu rechnen, das bis etwa 20 Uhr anhalten soll.
Am Morgen hatte der DWD für den Nordwesten Brandenburgs auf örtlich aufziehende Hitzegewitter mit Unwetterpotential hingewiesen. Es sei mit heftigem Starkregen, schweren Sturmböen und Hagel zu rechnen.
27. Juni, 15.44 Uhr: Berliner Polizei setzt Wasserwerfer ein - zur Abkühlung
Die Berliner Polizei setzt am Nachmittag zwei Wasserwerfer ein, um bei der extremen Hitze mit Sprühnebel für Erfrischung zu sorgen. Wie die Polizei online mitteilte, beginnt die Aktion gegen 15 Uhr am Brandenburger Tor.
Anschließend sollen die Wasserwerfer am Reichstagsgebäude, dem Potsdamer Platz, dem Roten Rathaus und dem Mauerpark vorbeifahren. Wie lang genau die Wasserwerfer an den Stationen sein werden, teilte die Polizei nicht mit.
27. Juni, 14 Uhr: Fridays For Future kündigt wegen Hitze kurzfristig Demo an
Angesichts der aktuellen Hitzewelle will Fridays For Future am Sonntag spontan für mehr Einsatz gegen die Klimakrise demonstrieren. "Diese extremen Temperaturen sind das Ergebnis einer fossilen Politik, die lieber fossile Konzerne schützt als das Leben von Menschen", heißt es im heute versendeten Demonstrations-Aufruf. Stattfinden soll der Protest am Sonntag im Invalidenpark in Berlin-Mitte - aufgrund der zu erwartenden Temperaturen erst um 21 Uhr.
"Statt Menschen akut zu helfen und weitere krassere Hitzewellen vorzubeugen, befeuert die Bundesregierung weiter die Klimakrise; das ist verantwortungslos, brandgefährlich und nicht zu rechtfertigen", kritisierte Nele Evers von Fridays for Future Berlin im Aufruf zur Demo. Der effektivste Schutz vor Hitze sei Klimaschutz.
27. Juni, 13.15 Uhr: Fast alle Berliner Freibäder dicht, Strandbad Wannsee als Option
Wer sich jetzt noch spontan im Freibad abkühlen will, steht in Berlin vor verschlossenen Türen. Wegen des extremen Andrangs gilt mittags für fast alle Sommerbäder ein Ticket-Verkaufsstopp. Aktuell sind stolze 14 Bäder komplett ausgelastet.
Wer kommt noch rein? Nur wenn du bereits ein Online-Ticket für ein bestimmtes Zeitfenster oder ein Abo in der Tasche hast. Betroffen sind unter anderem die Bäder in Pankow, Kreuzberg, Neukölln, das Olympiastadion und das Kinderbad Monbijou.
Deine Last-Minute-Chancen wären zum einen das Strandbad Wannsee: Das ist aktuell die einzige sichere Bank mit freien Kapazitäten. Ansonsten: Für die Strandbäder Tegeler See, Plötzensee, Weißensee oder Grünau gibt es keine Live-Auslastungsanzeige. Hier musst du auf gut Glück vorbeischauen.
27. Juni, 12.45 Uhr: Freibäder stoßen an ihre Grenzen
Die angekündigte Rekordhitze treibt die Berlinerinnen und Berliner in die Freibäder. Schon am Samstag bildeten sich lange Schlangen. So warteten am Sommerbad am Insulaner in Schöneberg Hunderte Menschen vor dem Eingang.
In den Sommerbädern Humboldthain und Pankow wurde der Ticketverkauf wegen voller Auslastung vorübergehend gestoppt. Zutritt erhalten dort aktuell nur Gäste mit vorab gebuchten Zeitfenster-Tickets oder Abos.
26. Juni, 16.28 Uhr: Diese Berliner Wasserstationen sind jetzt Gold wert
Heiße Tage verlangen dem Körper viel ab. Bei dem aktuellen Schwitzewetter ist ausreichend Trinken besonders wichtig.
Gut, dass Berlin über ein großes Netz an Trinkbrunnen, Refill-Stationen und Wasserspendern verfügt. Wo man unterwegs kostenlos frisches Berliner Trinkwasser bekommt und worauf bei Brunnen zu achten ist, lest Ihr hier.
26. Juni, 15 Uhr: Berliner Freibäder erwarten bis zu 100.000 Besucher
Lange Schlange vor dem Eingang oder gar vorübergehend zu? Wer am heißesten Wochenende ins Berliner Freibad will, sollte sein Ticket online sichern.
Die Berliner Bäder-Betriebe rechnen an diesem bislang heißesten Wochenende des Sommers mit bis zu 100.000 Besuchern. 14 Freibäder und das Strandbad Wannsee sind zur Abkühlung und zur Erholung bis zum Abend geöffnet. Eintrittskarten solltet ihr über die Internetseite zu kaufen, um auf Nummer sicher zu gehen und den Express-Eingang nehmen zukönnen.
26. Juni, 13.57 Uhr: Kultureinrichtungen bleiben am 27. und 28. Juni geschlossen
Aufgrund der extremen Temperaturen hat der Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte des Bezirksamts Mitte entschieden, mehrere bezirkseigene Kultureinrichtungen am Wochenende vorübergehend zu schließen.
Betroffen sind unter anderem der Bärenzwinger Berlin, die Galerie Wedding, die Klosterruine Berlin, der Kunst Raum Mitte, das Studio I Galerie Nord sowie das Mitte Museum. Auch geplante Veranstaltungen wie der Workshop "Kollektives Drucken & Zine-Launch" im Studio I Galerie Nord und die geführte Tour im Rahmen des "Monats der Kunst am Bau" am 27. Juni müssen aufgrund der Wetterlage entfallen.
Ab Montag öffnen die Einrichtungen wieder wie gewohnt ihre Türen und freuen sich auf Besucherinnen und Besucher.
26. Juni, 13.37 Uhr: BVG bittet Fahrgäste, genug Wasser zu trinken
Heiß und heißer, Berlin und Brandenburg ächzen unter dem Tropenwetter. Während die Temperaturen immer weiter klettern und die Fahrt mit den Öffis zur Belastungsprobe werden kann, wendet sich die BVG an ihre Kunden: Auf den Anzeigentafeln an den U-Bahn-Stationen erinnert das Unternehmen die Fahrgäste daran, genug Wasser zu trinken.
Zudem rät die BVG auf Deutsch und Englisch, aufeinander achtzugeben.
26. Juni, 12.11 Uhr: Auch Kinder wegen Hitze in Rettungsstellen eingeliefert
In die Berliner Rettungsstellen sind hitzebedingt auch Kinder eingeliefert worden. Sie hätten vor allem starke Kopfschmerzen, Fieberkrämpfe oder einen klassischen Hitzschlag. In sehr wenigen Einzelfällen habe es auch eine Hirnhautentzündung gegeben.
Besonders Kleinkinder sind anfällig, weil sie sich noch nicht ausreichend schützen können und ihre Köpfe im Vergleich zum Körper groß sind. Die Vivantes-Kinderärzte empfehlen deshalb, die Hitze zu meiden, sich im Schatten aufzuhalten und Sonnenschutz zu verwenden. Auch soll die Mitte des Tages nicht im Freien verbracht und für Abkühlung gesorgt werden.
26. Juni, 11.26 Uhr: Checker Tobi sagt "Tobi Krell - Rätsel, Wissen, Abenteuer - Die große Sommershow" ab
Checker Tobi macht am Freitag keine Kinder in der Hauptstadt schlau: Journalist und Moderator Tobias "Tobi" Krell (40), der auf KiKA den Kids die Welt erklärt, hat wetterbedingt seine Berlin-Show abgesagt.
"Mir blutet das Herz, aber aufgrund der aktuellen Wetterprognosen mit einer erwarteten starken bis extremen Hitzebelastung müssen wir die drei Shows nun doch verschieben", teilte Krell über sein Management mit.
"Gemeinsam mit den örtlichen Veranstaltern haben wir diese Entscheidung nach sorgfältiger Abwägung getroffen", hieß es weiter zur Begründung. "Die Sicherheit und Gesundheit von euch allen steht für uns an oberster Stelle - aber selbst mit all den getroffenen Vorkehrungen sind die Temperaturen einfach zu heftig, um zu garantieren, dass sich alle uneingeschränkt wohlfühlen können."
Demnach fallen neben der Veranstaltung am 26. Juni in Berlin auch die Shows am 27. Juni in Dresden und am 28. Juni in Wien ins Wasser. Tickets behalten ihre Gültigkeit. Wann die Termine nachgeholt werden, ist noch offen.
26. Juni, 10.30 Uhr: An ersten Schulen gibt's hitzefrei
In Berlin und Brandenburg entscheiden die Schulleitungen, ob es hitzefrei gibt oder nicht.
"Werden um 10 Uhr 25 Grad Celsius Außentemperatur im Schatten oder um 11 Uhr an einem für die Raumlufttemperatur innerhalb des Gebäudes repräsentativen Ort 25 Grad Celsius gemessen, soll nicht länger als bis 12 Uhr unterrichtet werden, sofern in der Zwischenzeit keine wesentliche Abkühlung eingetreten ist", wie der Brandenburger Verwaltungsvorschrift für die Schulen zu entnehmen ist. Denkbar seien neben Ausfall auch verkürzte Schulstunden.
Letzteres gilt für das Ossietzky-Gymnasium in Pankow. Bis höchstens 12 Uhr soll der Unterricht dauern. Am Eichendorff-Grundschule in Charlottenburg wurde für Freitag die Schulpflicht aufgehoben.
26. Juni, 10.15 Uhr: Sommerwochenende wird brütend heiß
Die extreme Hitzewelle trifft die Hauptstadtregion mit voller Wucht. Die Temperaturen klettern am Sonntag auf bis zu 41 Grad.
In der Nacht zum Montag kühlt es immerhin merkbar ab.
25. Juni, 16 Uhr: Bruno Mars und Berliner Philharmoniker spielen
Zahlreiche Veranstaltungen wurden hitzebedingt vorsorglich abgesagt. Die Konzerte von Bruno Mars im Berliner Olympiastadion am Freitag und Sonntag sollen aber stattfinden.
Fans dürfen alkoholfreie Getränke in 1-Liter-Tetra-Paks oder Weichplastikflaschen mitnehmen. An Wasserbars wird außerdem kostenfrei Trinkwasser ausgeschenkt, Handventilatoren und Fächer sind erlaubt, wie das Olympiastadion auf der Website mitteilte. Auch das Saisonabschlusskonzert der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne am Samstag findet statt.
25. Juni, 14 Uhr: Etliche Veranstaltungsabsagen wegen erwarteter Hitze
Wegen der erwarteten Hitze von über 35 Grad sind etliche Veranstaltungen in Brandenburg abgesagt worden. Am Donnerstagnachmittag trudelten zig Absagen ein.
Darunter sind etwa das Sommerfest des Kleist-Museums in Frankfurt (Oder), der Christopher Street Day (CSD) in Bernau und das 25-jährige Jubiläum des Volksparks Potsdam. Auch das städtische Sportangebot "Fit am Schloss" in Oranienburg soll wegen der Hitze nicht stattfinden.
25. Juni, 13.10 Uhr: Columbiabad öffnet wieder
Das ging zum Glück fix. Nur einen Tag nach der ohnehin verspäteten Eröffnung des Columbiabads musste das Skandal-Schwimmbad in Neukölln vorübergehend erneut schließen.
Nun folgte die Entwarnung: Es habe einen technischen Fehler in einer Anlage gegeben, die den pH-Wert reguliere, sagte eine Sprecherin der Berliner Bäder-Betriebe. Der Fehler sei nun behoben und das Sommerbad könne um 14 Uhr wieder öffnen. "Wir bedauern die kurzzeitige Schließung", sagte die Sprecherin.
25. Juni, 12.50 Uhr: Grillverbot im Mauerpark
Für drei Grillflächen im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gilt ab Samstag ein Grillverbot. Grund sei die anhaltende Trockenheit und die hohe Waldbrandgefahr, teilte das Bezirksamt mit.
Das Verbot gilt für die Grillflächen im Volkspark Friedrichshain, im Görlitzer Park und am Blücherplatz. Auch im Mauerpark darf ab Samstag nach Angaben des Bezirksamts Pankow wegen der Trockenheit nicht mehr gegrillt werden.