Coronavirus in Dresden: Sachsens Regierung plant leichte Lockerungen

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt meldete seit Beginn der Pandemie 92.315 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven bei 6.544 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 525 (Vortag: 601,7; Stand: 25. Januar, 12 Uhr).

Corona hat Dresden weiter fest im Griff.
Corona hat Dresden weiter fest im Griff.  © dpa/Sebastian Kahnert

Im Kampf gegen die Pandemie bleiben in Sachsen weite Teile des öffentlichen Lebens eingeschränkt. Die derzeitige Corona-Notfallverordnung im Bundesliga gilt noch bis zum 6. Februar 2022.

Für Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen oder Kinos, sowie für Gaststätten gilt neuerdings die 2G-plus-Regel. Dort haben also nur Genesene und Geimpfte Zutritt, die zusätzliche einen tagesaktuellen Corona-Test vorlegen müssen.

An zahlreichen Orten des Freistaats machen weiterhin die vom DRK koordinierten mobilen Impfteams Halt. Eine Impfung ist ohne Termin möglich. Nicht ohne Termin geht es hingegen bei den festen Impfstellen. Die Terminvergabe erfolgt über das Buchungssystem im Internet.

Dresden: Mann steigt aus der Straßenbahn und schlägt wahllos auf Leute ein
Dresden Mann steigt aus der Straßenbahn und schlägt wahllos auf Leute ein

Wir halten Euch im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 25. Januar, 16.02 Uhr: Sächsische Regierung kritisiert Bautzener Vize-Landrat: "Er belügt die Menschen!"

Die sächsische Regierung hat die Äußerungen des Bautzener Vize-Landrats Udo Witschas (50, CDU) zur berufsbezogenen Impfpflicht für Pflegekräfte und Krankenhauspersonal scharf kritisiert.

Mehr Infos unter: "Sächsische Regierung kritisiert Bautzener Vize-Landrat: 'Er belügt die Menschen!'"

Laut Sachsens stellvertretendem Ministerpräsident Martin Dulig (l, 47, SPD) "belügt" Udo Witschas (r) die Menschen im Landkreis Bautzen.
Laut Sachsens stellvertretendem Ministerpräsident Martin Dulig (l, 47, SPD) "belügt" Udo Witschas (r) die Menschen im Landkreis Bautzen.  © Bildmontage: Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa und Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Januar, 14.57 Uhr: Köpping beklagt Falschinformationen zum Thema Impfen

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) hat Falschinformationen zum Impfen beklagt und deren Urheber scharf kritisiert.

Die öffentliche Kommunikation zu diesem Thema werde immer härter, sagte sie am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. Offensichtlich gebe es für manche keine Grenzen mehr.

"Da werden Menschen beschimpft, die beim Impfen mithelfen." Es würden Politikerinnen und Politiker beschimpft, die für das Impfen werben. "Es gibt vermehrt Versuche, Verunsicherung zu stiften und öffentliche Empörung zu schüren", sagte die Ministerin.

Köpping bezog sich auch auf gefälschte Flyer mit dem Logo des Sozialministeriums. Man habe in dieser Angelegenheit Strafanzeige bei der Generalstaatsanwaltschaft gestellt.

"Solche Aktionen dürfen wir gemeinsam nicht hinnehmen. Sie verunsichern die Menschen." Köpping appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, Informationen sorgfältig zu prüfen. Es gebe genügend verlässliche Informationsangebote. Wer Zweifel habe, könne sich an das Ministerium wenden. Dort setze man auf Aufklärung und Argumentationen.

Sozialministerin Petra Köpping (63, SPD) teilte die neuen Corona-Regeln nach der Kabinettssitzung mit.
Sozialministerin Petra Köpping (63, SPD) teilte die neuen Corona-Regeln nach der Kabinettssitzung mit.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Januar, 14.10 Uhr: Sachsen schafft neue Corona-Hilfe für kleine Unternehmen

Sachsen will Kleinstunternehmer, Selbstständige und Freiberufler in der Corona-Krise unterstützen.

Das Kabinett stimmte für das Programm "Corona-Zuschuss Sachsen Plus", wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) am Dienstag nach Kabinettsberatungen in Dresden sagte.

Das Programm richtet sich an Unternehmen mit wenigen Beschäftigten und Selbstständige, die wegen der Corona-Notfallverordnung im Dezember des vergangenen Jahres mindestens 70 Prozent Umsatzeinbrüche verzeichnet haben.

Bei ihnen besteht laut Ministerium derzeit eine Lücke: Wegen niedriger betrieblicher Fixkosten erhielten sie nur geringe Zuschläge zur Überbrückungshilfe des Bundes.

"Wir werden einen zusätzlichen Zuschuss schaffen für die Unternehmen, die bislang zu wenige Fixkosten hatten, um auf eine Summe zu kommen", sagte Dulig.

Die Unternehmen sollen für drei Monate jeweils 1500 Euro mehr Hilfen bekommen.

Sie könnten ihre Anträge selbst bei der Sächsischen Aufbaubank stellen, weil ihre Daten bereits aus dem Antrag auf Überbrückungshilfe vorlägen, sagte Dulig.

Für die Hilfen stehen demnach 4,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Finanziert werden soll das Programm aus Landesmitteln, die für das im Frühjahr 2021 gestartete Härtefallprogramm bislang nicht abgerufen wurden.

Update, 25. Januar, 14 Uhr: Sachsen will Corona-Regeln anpassen und plant leichte Lockerungen

Sachsens Regierung will die strengen Corona-Regeln im Freistaat erneut etwas lockern.

Mehr Infos unter: "Lockerungen für Sachsen! Regierung will strenge Corona-Regeln anpassen"

In langsamen Schritten gibt es Lockerungen bei den sächsischen Corona-Regeln. Sozialministerin Petra Köpping (63, SPD) warnt trotzdem, dass wegen Omikron weiterhin Vorsicht geboten ist.
In langsamen Schritten gibt es Lockerungen bei den sächsischen Corona-Regeln. Sozialministerin Petra Köpping (63, SPD) warnt trotzdem, dass wegen Omikron weiterhin Vorsicht geboten ist.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. Januar, 12.29 Uhr: Aktuelle Fallzahlen aus Dresden

Die Dresden-Inzidenz leicht gesunken: Am Dienstag lag der Wert laut RKI bei 525 (Vortag: 601,7). Die Zahl der Infizierten stieg auf insgesamt 92.315.

Das RKI meldete außerdem 1404 Neuinfektionen und vier weitere Krankenhauseinweisungen (insgesamt: 4.300). Eine weitere Person ist im Zuge ihrer Infektion mit dem Coronavirus gestorben (insgesamt: 1554). Genesen sind insgesamt 84.217 Menschen.

Update, 25. Januar, 11.45 Uhr: Vize-Landrat: Bautzen will Impfpflicht in der Pflege nicht umsetzen

Der Vize-Landrat von Bautzen, Udo Witschas (50, CDU), erklärte auf einer Corona-Demo klar, dass sich der Landkreis nicht an die Impfpflicht für Pflegepersonal halten wolle.

Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel "Sächsischer Landkreis stellt sich quer: Ungeimpfte Pfleger dürfen weiterarbeiten".

Update, 25. Januar, 11 Uhr: Trotz Corona mehr Ausbildungsverträge in Sachsens Handwerk

Sachsens Handwerk steht bei jungen Leuten nach wie vor hoch im Kurs.

Trotz pandemiebedingter Einschränkungen bei der Nachwuchswerbung wurden bis Ende Dezember mehr Ausbildungen besiegelt als ein Jahr zuvor, wie der Sächsische Handwerkstag am Dienstag in Dresden mitteilte.

Danach wurden bei den Kammern 5444 Lehrverträge geschlossen - 41 oder 0,8 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitraum.

Besonders gefragt sind demnach Kfz-Mechatroniker, Elektroniker sowie auf Mechaniker für Sanitär-Heizung-Klima.

Eine größere Nachfrage gegenüber dem Vorjahr gab es in den Berufen Fleischer, Konditor, Gebäudereiniger sowie Maler/Lackierer.

Deutlich weniger Vertragsabschlüsse als 2020 kamen bei Metallbauern, Friseuren und Bäckern zustande.

Mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung im Fleischereihandwerk.
Mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung im Fleischereihandwerk.  © Arne Dedert/dpa

Update, 25. Januar, 9 Uhr: Corona-Demo: Ermittlungen wegen Angriff auf Journalisten in Sachsen

Nach einer Corona-Demonstration in Coswig (Sachsen) ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Bei dem Protest am Montagabend sollen Medienschaffende angegriffen worden sein, wie die Polizei mitteilte.

Die Beamten machten einen 40-jährigen Tatverdächtigen ausfindig, gegen den nun ermittelt wird.

Journalisten hatten zuvor beim Kurznachrichtendienst Twitter von Schlägen und Beleidigungen berichtet, auch Glasflaschen seien geflogen.

In Zwickau verglich laut Polizei-Angaben eine Rednerin bei einer Kundgebung den Status von Ungeimpften mit Verfolgten des Dritten Reichs. Bei derselben Kundgebung habe eine Person unangemeldet eine Drohne fliegen lassen.

Die Polizei ermittelt in beiden Fällen.

Am Montagabend waren in Sachsen wieder Tausende Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen.

Die Versammlungen seien ohne größere Zwischenfälle abgelaufen, berichtete die Polizei zunächst.

Update, 25. Januar, 8.40 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen wieder gesunken - zweitniedrigster Wert

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist wieder gesunken.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der gemeldeten wöchentlichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner am Dienstag mit 377,3 an.

Am Vortag war die Inzidenz zum ersten Mal seit Dezember wieder über 400 gestiegen.

Damit hat Sachsen bundesweit die zweitniedrigste Inzidenz nach dem Nachbarland Thüringen (310,8).

Innerhalb des Freistaats verzeichnete das RKI die höchsten Werte für die Städte Leipzig (678,2) und Dresden (525,0). Die niedrigste Inzidenz wurde im Erzgebirgskreis (148,5) verzeichnet.

Insgesamt wurden laut RKI-Angaben 1025 Neuinfektionen im Freistaat gemeldet. 17 weitere Todesfälle kamen hinzu.

Damit sind in Sachsen seit Beginn der Pandemie 13.979 Menschen nachweislich an oder mit Corona verstorben.

Update, 25. Januar, 7 Uhr: Sächsische Theater wehren sich gegen Fälschung ihrer Plakate

Die Sächsischen Staatstheater, Semperoper und Staatsschauspiel, wehren sich gegen die Fälschung und Verunglimpfung ihrer Plakat-Aktion "Impfen schützt auch die Kultur!".

Mehr Infos lest Ihr im Artikel: "Impf-Plakate verunglimpft: Sächsische Staatstheater wollen Anzeige erstatten".

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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