Wann ist eine Avocado reif zum Essen? Mit diesen Tipps & Tricks werdet Ihr zum Experten!

Deutschland - Woran erkennt man, dass eine Avocado reif ist? Diese Frage dürften sich viele schon einmal gestellt haben. Schließlich werden die Früchte in ihren Anbauländern unreif geerntet, um später auf ihrem langen Weg in den Supermarkt nachzureifen. Dabei gibt es einige Tipps und Tricks, wie man den Reifegrad einer Avocado schnell überprüft, ohne die Frucht aufzuschneiden. 

Wie sieht eine reife Avocado aus?

Eine reife Avocado hat eine samtig-weiche Textur sowie eine hellgrüne bis gelbliche Färbung.
Eine reife Avocado hat eine samtig-weiche Textur sowie eine hellgrüne bis gelbliche Färbung.  © Unsplash/Kelly Sikkema

Reife Avocados sind sehr empfindlich und verderben schnell. Auf den ersten Blick ist aber oft nicht erkennbar, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um die exotischen Früchte zu verarbeiten. 

Eine reife Avocado ist aufgeschnitten im Inneren hellgrün bis gelblich gefärbt und, ähnlich der Konsistenz von Butter, angenehm weich. 

Allein die Farbe der Schale gibt hingegen kaum einen Hinweis darauf, ob eine Avocado reif ist. Beliebt sind vor allem die beiden Sorten "Hass" und "Fuerte". Während "Hass"-Avocados eine dunkelgrüne bzw. braune Schale aufweisen, ist diese bei der Sorte "Fuerte" grün und glatt, wenn sie verzehrbereit sind. 

Könnt Ihr von außen Schimmel erkennen oder ist die Schale schwarz, ist die Avocado bereits verdorben und sollte nicht mehr von Euch verzehrt werden. 

Doch mit welchen Tricks lässt sich nun erkennen, ob eine Avocado noch unreif ist oder bereit zum Verzehr?

1. Tipp: Der Drucktest an der Schale

Avocados können je nach Sorte eine hell- bis dunkelgrüne Schale haben.
Avocados können je nach Sorte eine hell- bis dunkelgrüne Schale haben.  © Unsplash/Alejandro Duarte

Auch wenn die Farbe der Schale nur wenig Aufschluss darüber gibt, wie reif eine Avocado ist, so lässt sich mit einem einfachen Drucktest bereits einiges über den Reifegrad ermitteln. 

Legt die Avocado dafür in Eure Handfläche und übt mit Euren Fingern leichten Druck aus. 

Wichtig ist, dass Ihr die Frucht nicht nur mit einem einzelnen Finger anpiekt, sondern den Drucktest gleichmäßig auf Eure Hand verteilt, da sonst unschöne Druckstellen entstehen können.

Eine unreife Avocado fühlt sich recht hart an und gibt bei leichtem Druck auf die Schale nicht nach. 

Eine reife Avocado hingegen ist weich und verformt sich leicht.

Wirkt die Avocado unter der Schale hingegen schwammig und bereits etwas eingefallen, ist die Frucht vermutlich schon schlecht. Im Laden ist es besser, sie liegen zu lassen. Zu Hause solltet Ihr sie jedoch nicht ungesehen wegwerfen, sondern besser noch aufschneiden, um ihren tatsächlichen Reifezustand zu prüfen.

2. Tipp: Am Stiel prüfen, ob Avocado reif ist

Der kleine Stiel an der Avocado verrät Euch, wie reif die Frucht bereits ist.
Der kleine Stiel an der Avocado verrät Euch, wie reif die Frucht bereits ist.  © Unsplash/Estúdio Bloom

Ein weiterer Trick, mit dem Ihr den Reifegrad Eurer Avocado prüfen könnt ist, einen Blick unter den Stielansatz zu werfen. 

Das solltet Ihr jedoch nur tun, wenn Ihr die Avocado bereits gekauft habt und den "Stiel-Test" besser nicht im Laden machen. 

Indem Ihr vorsichtig den kleinen knubbeligen Stängel am oberen Ende der Avocado entfernt, könnt Ihr einen Blick auf das darunterlegende Fruchtfleisch erhaschen. 

Ist das Fruchtfleisch hell und hat eine appetitliche gelbgrüne Farbe, ist die Avocado noch gut. Ist die Stelle unter dem Stiel jedoch bereits braun, ist die Avocado vermutlich überreif. 

Was Ihr tun müsst, wenn Eure Avocado braune Stellen hat, erfahrt Ihr weiter unten im Artikel. 

So werden Avocados schneller reif

Wenn Ihr im Handel unreife Avocados gekauft habt, lassen sich diese ganz einfach zu Hause nachreifen. Ihr könnt die Avocado beispielsweise zusammen mit einem Apfel oder einer Banane für zwei bis drei Tage in eine Papiertüte oder etwas Zeitungspapier geben. Das bei Zimmertemperatur abgesonderte Reifegas Ethylen der Früchte beschleunigt auch den Reifungsprozess der Avocado. 

Wenn es einmal ganz besonders schnell gehen soll, etwa weil Ihr die Avocado für eine Guacamole benötigt, dann könnt Ihr die Avocado fest in Alufolie einwickeln und für ca. 10 Minuten bei 90 Grad Celsius in Eurem Backofen stellen. Danach ist sie weich und bereit, um püriert oder anderweitig verarbeitet zu werden.

Ist eine unreife Avocado giftig?

Viele Menschen sind sich unsicher, ob der Verzehr von unreifen Avocados giftig ist. Doch hier kann man ganz klar Entwarnung geben. Das Bundeszentrum für Ernährung sagt dazu, dass das Essen von unreifen bzw. harten Avocados für gesunde Menschen unbedenklich ist, auch wenn diese mitunter sehr bitter schmecken. 

Allein aus geschmacklichen Gründen solltet Ihr jedoch nur reife Avocados verarbeiten. Diese sind deutlich aromatischer und lassen sich aufgrund ihrer weichen Konsistenz auch besser verarbeiten. 

Was tun, wenn die Avocado innen braun ist?

Braune Stellen sind bei reifen Avocados oft normal und meist unbedenklich.
Braune Stellen sind bei reifen Avocados oft normal und meist unbedenklich.  © 123rf.com/duplass

Ist eine Avocado überreif oder hat sie Druckstellen erlitten, macht sich das in Form von braunen Stellen im Fruchtfleisch bemerkbar. 

Avocados mit einzelnen braunen Stellen kann man in den meisten Fällen noch essen. Lediglich die Optik ist nicht mehr so, wie man sie sich vielleicht wünscht. 

Schneidet die braunen Stellen einfach weg und verwendet den Rest der Frucht wie gehabt. 

Erst wenn die Avocado viele braune Stellen aufweist oder komisch riecht und Fäden zieht, ist es an der Zeit, die Frucht zu entsorgen.  

Auch ist es ganz normal, dass eine aufgeschnittene Avocado durch die Oxidation mit der Zeit braun wird. Daher lohnt es sich, die Avocado erst immer direkt vor dem Verzehr aufzuschneiden und zu verarbeiten. 

Angeschnittene Avocado richtig lagern

Da Avocados einen hohen Fettgehalt besitzen, reicht vielen der Verzehr von nur einer Avocadohälfte aus. Damit die andere Hälfte nicht braun wird, muss sie vor Oxidation und damit vor der Einwirkung von Sauerstoff geschützt werden. 

Zu diesem Zweck lohnt es sich, die restliche Avocado in Frischhaltefolie oder einen Bienenwachstuch einzuwickeln. Auch sollte der Avocadokern in der Frucht verbleiben, da dieser mit seinen Enzymen ebenfalls die Oxidation hemmt. Alternativ dazu könnt Ihr die Avocado mit etwas Olivenöl oder Zitronensaft bepinseln.

Tipp: Möchtet Ihr, dass Eure selbstgemachte Guacamole ihre schöne grüne Farbe behält und nicht ebenfalls braun wird, könnt Ihr den Avocadokern am Ende in die Mitte der Schüssel geben oder den Dip einfach mit etwas Olivenöl bedecken. 

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Zahlreiche Rezeptvarianten mit Avocado

Avocado lässt sich wie auf diesem Bild zu einer leckeren Guacamole verarbeiten.
Avocado lässt sich wie auf diesem Bild zu einer leckeren Guacamole verarbeiten.  © Unsplash/Rafael Arizaga

Ausgereifte Avocados haben zwar das beste Aroma, besitzen aber auch eine sehr weiche Konsistenz. Oft lassen sie sich dann besonders gut für Rezepte wie Guacamole, Smoothies, Soßen, Dips und süße Desserts verwenden. 

Wer hingegen seine Avocado in Scheiben oder Würfel schneiden möchte, sollte zu halbreifen Avocados greifen. 

Als Belag fürs Brot, Beilage im Salat, in einer Bowl oder sogar für Pizza sind die halbreifen Früchte besonders gut geeignet. 

Im Internet gibt es unzählige Rezeptideen und Varianten, um die beliebten Exoten kreativ zu verarbeiten. 

Denn ab jetzt wisst Ihr genau, wann die Zeit reif für ein leckeres Rezept mit Avocado ist. 

Titelfoto: Unsplash/Kelly Sikkema/TAG24-Fotomontage

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