Nach herben Rückschlägen: Leipziger Zoodirektor plant Großes für 2026

Leipzig - 2025 ist vorüber, und Direktor Prof. Dr. Jörg Junhold (61) zieht ein Fazit über ein sehr durchwachsenes Jahr im Leipziger Zoo, mit einigen harten Rückschlägen - aber auch wichtigen Erfolgen, an die dieses Jahr angeknüpft werden soll.

Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold (61) lud am Dienstagabend zu einem Jahresrückblick und Ausblick ins Jahr 2026 ein.
Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold (61) lud am Dienstagabend zu einem Jahresrückblick und Ausblick ins Jahr 2026 ein.  © Silvio Bürger

"Es war ein sehr forderndes Jahr", beginnt Junhold seinen Rückblick am Dienstagabend im Entdeckerhaus "Arche".

Wieder konnte der Zoo viele neue Geburten verzeichnen, endlich das sanierte Terrarium eröffnen und viele Tiere, vor allem Hamster (178 Stück), auswildern.

Doch auch Rückschläge trafen den "Zoo der Zukunft" schwer. Erst Ende des Jahres brach die Vogelgrippe aus, woraufhin alle Pelikane getötet werden mussten.

"Historischer Schritt, Meilenstein": So wichtig ist Leipziger Riesenotter in Argentinien!
Zoo Leipzig "Historischer Schritt, Meilenstein": So wichtig ist Leipziger Riesenotter in Argentinien!

Noch immer müsse man im Zusammenhang damit Auflagen und Beschränkungen erfüllen. Doch das könnte bald ein Ende haben. "Wir sind dabei, uns freizutesten", bestätigt Jörg Junhold.

Bereits im Dezember wurden die Besucher über erneute Preiserhöhungen ab 2026 informiert. Doch diese seien unumgänglich gewesen. Neben den steigenden Kosten für Personal, Wasser, Strom und Verpflegung der Tiere sind es vor allem die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die viel Geld kosten.

Ob sich das gelohnt hat, könnt Ihr schon ab dem Frühjahr begutachten. Dann sollen "Amazonien" und das "Loriversum" eröffnet werden. Die beiden Großvolieren gehören zu dem Bauprojekt "Asiatische Inselwelten".

Die ersten Bewohner für die neuen Flugvolieren sind bereits im Zoo eingetroffen.
Die ersten Bewohner für die neuen Flugvolieren sind bereits im Zoo eingetroffen.  © Zoo Leipzig

Großprojekt "Feuerland": Das ist er aktuelle Stand

Noch ist es eine Großbaustelle, doch schon im Frühjahr sollen die Flugvolieren eröffnet werden.
Noch ist es eine Großbaustelle, doch schon im Frühjahr sollen die Flugvolieren eröffnet werden.  © Zoo Leipzig

Neben den Vogelwelten wird im zweiten Bauabschnitt dieses Jahr begonnen, auf zwei Anlagen ein zukünftiges Zuhause für Rothunde und Fossa zu gestalten. Dieses soll voraussichtlich 2027 eröffnen.

Ein großer Fokus liegt weiterhin auf der Themenwelt "Feuerland". "Das ist unser größtes Projekt im Moment", erklärt Jörg Junhold.

Die zukünftige Heimat für Pinguine und Seelöwen soll noch im Verlauf des Jahres fertiggestellt und eröffnet werden und künftig mit einem 360-Grad-Tunnel sowie einer begehbaren Pinguinanlage die Besucher begeistern.

Geheimnis um Leipzigs Koala-Baby gelüftet! Jetzt sucht der Zoo einen Namen
Zoo Leipzig Geheimnis um Leipzigs Koala-Baby gelüftet! Jetzt sucht der Zoo einen Namen

"Die Technik ist zu 90 bis 95 Prozent installiert", erklärt Junhold.

Eines wird in diesem Ausblick des Direktors klar: Der Leipziger Zoo verfolgt ein übergreifendes Ziel.

"Wenn alles zeitlich gut läuft, ist der Plan, dass wir bis spätestens 2028 fertig sind und zum 150-jährigen Jubiläum dann tatsächlich einen komplett sanierten Zoo haben."

Dass auf dem Gelände aktuell noch einige Großbaustellen herrschen, scheint die Besucher nicht zu stören. Wo im Jahr 2024 rund 1,7 Millionen Menschen in den Zoo gegangen sind, waren es 2025 1,66 Millionen. Trotz eines leichten Rückgangs sind die Zahlen sehr stabil geblieben, worüber sich Junhold freut.

Titelfoto: Montage: Silvio Bürger; Zoo Leipzig

Mehr zum Thema Zoo Leipzig: