Söder-Urteil über Aiwanger-Verbleib: 58 Prozent stimmen der Entscheidung zu

München - Bei einer Umfrage unter 502 Wahlberechtigten aus Bayern und 1004 weiteren aus dem Rest Deutschlands kam heraus: Markus Söder (56, CSU) hat in der Flugblatt-Affaire um Hubert Aiwanger (52, FW) richtig gehandelt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (56, l.) hat seinen Vize Hubert Aiwanger (52) weiter im Amt gelassen.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (56, l.) hat seinen Vize Hubert Aiwanger (52) weiter im Amt gelassen.  © Lukas Barth-Tuttas/epa-Pool/dpa

Zumindest halten 58 Prozent der Deutschen die Entscheidung, den Vize-Landesvater im Amt zu behalten, für richtig.

Eine große Rolle hierbei spielt offenbar auch die Partei-Sympathie der Befragten.

Demnach standen vor allem die Wähler der CSU (92 Prozent), der AfD (86 Prozent), der CDU (77 Prozent) und der FDP (72 Prozent) hinter der Entscheidung des bayerischen Ministerpräsidenten.

Welcher Politiker inszeniert sich hier als Reichskanzler?
Markus Söder Welcher Politiker inszeniert sich hier als Reichskanzler?

Naturgemäß anders sehen das die Anhänger der konkurrierenden Parteien. Dort fanden lediglich 35 Prozent (SPD) und 29 Prozent (Grüne) der jeweiligen Wähler die Entscheidung korrekt.

Die exakte Fragestellung lautete: "Nach den Diskussionen über ein antisemitisches Flugblatt, das der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger als Schüler vor 35 Jahren verfasst haben soll, gab es Forderungen, dass Ministerpräsident Markus Söder Hubert Aiwanger als Wirtschaftsminister entlassen solle. Markus Söder hat nun entschieden, Hubert Aiwanger nicht zu entlassen, sondern ihn im Amt zu belassen. Finden Sie diese Entscheidung richtig oder hätte Markus Söder Hubert Aiwanger entlassen sollen?"

In der Forsa-Umfrage wurde also nicht das Verhalten, der Umgang mit der Situation oder gar die jeweils persönliche Meinung einer Schuldfrage zu Hubert Aiwangers Flugblatt-Affaire hinterfragt.

Zuspruch für Söder-Urteil in Bayern besonders hoch

Lediglich, ob Söder angemessen reagiert hat - unabhängig von persönlichen Begründungen der Befragten - spiegeln sich indem Ergebnis wider.

Vor allem in Bayern hatte der CSU-Boss sehr viel Zuspruch. Auf das Bundesland gerechnet, fanden 72 Prozent der Bayern das Söder-Urteil für angemessen.

Nur 23 Prozent wollten, dass Aiwanger seinen Posten räumen müsse. Der Rest der befragten Bayern hatte sich enthalten.

Titelfoto: Lukas Barth-Tuttas/epa-Pool/dpa

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