Buckelwal gesichtet! Er ist wieder vor Wismar

Niendorf - Seit einer Woche versuchen Rettungskräfte einen gestrandeten Buckelwal in der Ostsee zurück ins offene Meer zu führen. Seit Samstag saß das Tier erneut auf einer Sandbank fest. Montagabend schwamm der Wal plötzlich los. TAG24 berichtet im Liveticker.

Am späten Montagabend befreite sich der gestrandete Wal selbst von der Sandbank vor Wismar. Am Dienstagmorgen wurde er wieder in der Bucht gesichtet.
Am späten Montagabend befreite sich der gestrandete Wal selbst von der Sandbank vor Wismar. Am Dienstagmorgen wurde er wieder in der Bucht gesichtet.  © Daniel Müller/Greenpeace Germany/dpa

Nachdem der Buckelwal auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet war, scheiterten mehrere Rettungsversuche.

Am Freitag befreite sich der Ozeanriese noch selbst. Doch nur einen Tag später geriet der Wal vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) kurz nacheinander zweimal auf eine Sandbank.

Seit Sonntagmorgen lag der Buckelwal in der Wismarer Bucht nur wenige hundert Meter von der Küste entfernt.

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Ostsee Wal in der Lübecker Bucht: Experten warnen vor möglicher Strandungsgefahr

Nachdem die Experten zu Ruhe geraten hatten, sollte der Wal versuchen, sich selbst freizuschwimmen.

Am Montag wurde das Tier zweimal zum Schwimmen animiert. Nach Abbruch der letzten Rettungsaktion schwamm sich der Wal selbst frei und bewegte sich zunächst in Richtung Hafen.

Nachdem der Ozeanriese zunächst die Bucht verlassen haben soll, wurde er am Dienstagmorgen wieder vor Wismar gesichtet. Die Experten bleiben einsatzbereit vor Ort. TAG24 berichtet im Liveticker.

31. März, 11.30 Uhr: Drohne verfolgt den Buckelwal

Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, gegenüber TAG24 berichtet, herrsche Sichtkontakt zum Buckelwal.

"Es ist eine Drohne aufgestiegen, um den Wal zu verfolgen. Dabei hat sich herausgestellt, dass er in Richtung von sehr flachem Wasser unterwegs. Greenpeace versucht mit einem Schlauchboot, den Wal von dem Flachwasser fernzuhalten", so Tantzen.

31. März, 10.43 Uhr: Greenpeace auf dem Weg zum Wal

Wie eine Greenpeace-Sprecherin gegenüber TAG24 berichtete, schwimme der Wal in Richtung der Insel Poel.

Die Experten von Greenpeace wurden gebeten, mit ihrem Schlauchboot den Einsatz auf dem Wasser zu unterstützen, da sie damit auch in das flachere Wasser fahren können.

"Wir wollen verhindern, dass er wieder ins Flachwasser gelangt", so die Sprecherin.

31. März, 10.18 Uhr: Der Wal ist zurück in der Wismarbucht

Das gibt's doch nicht! Der Buckelwal hat schon wieder die falsche Richtung eingeschlagen und wurde in der Wismarbucht gesichtet. Die Wasserschutzpolizei konnte die Sichtung gegenüber TAG24 bestätigen.

"Wir versuchen herauszubekommen, wo er jetzt genau ist und wo er hin will", so der Sprecher.

Der Buckelwal wurde am Dienstagmorgen wieder in der Bucht gesichtet.
Der Buckelwal wurde am Dienstagmorgen wieder in der Bucht gesichtet.  © NEWS5 / N5 DESK

31. März, 10 Uhr: Buckelwal soll Wismarbucht verlassen haben

Hoffnungsschimmer für den Buckelwal! Wie eine Greenpeace-Sprecherin gegenüber TAG24 mitteilte, soll das Tier zuletzt in der Nacht gesichtet worden sein, als es aus der Bucht heraus geschwommen ist.

"Gestern Abend war er schon kräftiger als gestern Morgen. 
Deshalb gehen wir davon aus, dass die Ruhe eben erstmal gut getan hat", so die Sprecherin.

Die Einsatzkräfte sind weiter vor Ort und jederzeit Handlungsbereit, sollte eine Sichtung gemeldet werden. Derzeit befindet sich ein Boot der Wasserschutzpolizei auf dem Wasser und hält Ausschau nach dem Meeressäuger. Ein zweites Boot soll in Kürze zur Unterstützung hinzugezogen werden.

Ein Boot der Wasserschutzpolizei hält derzeit Ausschau nach dem Wal.
Ein Boot der Wasserschutzpolizei hält derzeit Ausschau nach dem Wal.  © Stefan Tretropp/dpa

31. März, 9.05 Uhr: Weiter kein Wal in Sicht

Wie eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseum auf TAG24-Nachfrage bestätigte, hat es am Dienstagmorgen noch keine gemeldete Sichtung des Buckelwals gegeben.

Wer den Meeressäuger entdeckt, wird gebeten, sich unter der Rufnummer 03831 2650 3333 beim Meeresmuseum zu melden.

Sollte sich der Wal weiter in Küstennähe aufhalten, dürften die Chancen hoch sein, dass er schnell wieder gesichtet wird.

"Ich bin seit 20 Jahren beim Deutschen Meeresmuseum, und ein Tier, das so viel Aufmerksamkeit erregt, habe ich noch nicht erlebt", sagte die Sprecherin.

31. März, 6.13 Uhr: Buckelwal abgetaucht

Nachdem sich der Buckelwal am späten Montagabend in Bewegung gesetzt hatte, ist er abgetaucht und seitdem nicht mehr zu sehen, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in der Nacht sagte.

Da es in der Nacht keinen Sinn ergebe, nach dem Tier zu suchen, sei auch das Polizeiboot abgedreht, stehe aber weiterhin bereit.

Zunächst ist keine aktive Suche geplant, vielmehr setze man erneut auf Sichtungen von Bürgern.

30. März, 21.42 Uhr: Buckelwal ist in Bewegung - Wo ist er hin?

Schließlich ist der Buckelwal am Montagabend endlich in Bewegung gekommen.

Nach zwei Rettungsversuchen der Experten schwamm er plötzlich kurz nach dem letzten Abbruch los.

Zunächst bewegte sich das Tier deutlich in Richtung Wismarer Hafen. Inzwischen sei der Buckelwal jedoch in unterschiedlichen Richtungen an den Küsten gesehen worden.

Die Situation werde von den Experten weiterhin beobachtet. Sowohl die Einsatzkräfte als auch die Meeresbiologen bleiben vor Ort, um die weitere Entwicklung zu begleiten und gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten, um den Wal zu schützen.

Der Buckelwal schwamm zunächst in Richtung Hafen, wechselte jedoch immer wieder die Richtung.
Der Buckelwal schwamm zunächst in Richtung Hafen, wechselte jedoch immer wieder die Richtung.  © NEWS5 / Ferdinand Merzbach

30. März, 20.57 Uhr: Experten bestätigen - Buckelwal ist in Richtung Hafen unterwegs

Nach dem Abbruch der Rettungsaktion schwimmt der Buckelwal endlich, doch in die falsche Richtung!

Das In-Ruhe-Lassen habe den Wal Kraft tanken lassen, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.

"Der Wal hat behutsam und emotional auf unsere Geräusche reagiert. Nun hat er sich losgemacht", sagt Backhus. Zwischenzeitlich habe der Buckelwal sogar den Kopf gehoben.

Auch eine Sprecherin von Greenpeace zeigt sich positiv. Im Laufe des Tages hätten sie mit Experten aus Amerika Kontakt gehabt, um die richtige Methode zur Befreiung zu finden.

Trotzdem sei es wichtig, dem Tier jetzt den Weg in die richtige Richtung zu weisen. Aktuell befinde sich der Buckelwal wohl in der Fahrrinne in Richtung Wismarer Hafen.

Die Wasserschutzpolizei ist gerade unterwegs, um ihm möglichst den Weg aus dem Hafenbecken hinaus zu zeigen.

30. März, 20.31 Uhr: Buckelwal bewegt sich - doch in die falsche Richtung?

Nachdem das Experten-Team seinen zweiten Versuch abgebrochen hat, bewegt sich der Wal plötzlich!

Laut TAG24-Informationen schwimmt er jedoch in die falsche Richtung. Der Wal soll inzwischen in Richtung Hafen unterwegs sein.

Die Wasserschutzpolizei soll sich demnach auf den Weg machen.

30. März, 20.15 Uhr: Experten immer noch beim zweiten Versuch

Obwohl die Experten schon seit 19 Uhr auf dem Wasser unterwegs sind, befinden sie sich noch immer in der Nähe des Wals.

Mit einem Boot versuchen sie durch laute Geräusche das Tier zum Schwimmen zu animieren.

Doch die Dunkelheit bricht langsam herein und droht die Aktion zu beenden.

Die Experten sind unterwegs zu der zweiten Rettungsaktion, um den gestrandeten Wal zu helfen.
Die Experten sind unterwegs zu der zweiten Rettungsaktion, um den gestrandeten Wal zu helfen.  © NEWS5 / René Schröder

30. März, 18.48 Uhr: Experten wollen gegen 19 Uhr einen zweiten Versuch wagen

Nach dem Annähern an den Wal sind die Experten vor Ort positiv gestimmt.

Dem Wal gehe es besser als gedacht. Er sei aktiver als heute Morgen, so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus.

Eine Greenpeace-Sprecherin ergänzt: "Der Wal hat sich viel mehr bewegt." Es gehe dem Tier ihrer Aussage nach recht gut. Die Experten hätten sich die Situation auch unter Wasser angeschaut und der Wal habe sogar den Kopf bewegt.

Trotzdem befinde sich das Tier insgesamt in einem schlechteren Zustand als noch in Timmendorf. Seine Haut und auch sein Verhalten hätten sich verschlechtert.

Da der Wasserstand weiterhin ansteigt, warten die Experten zunächst ab, ob sich der Wal doch noch von alleine freischwimmt. Sei das nicht der Fall, würden die Experten gegen 19 Uhr einen zweiten Versuch wagen, den Wal zum Schwimmen zu animieren.

Sollte dieser scheitern, wird am Dienstag über die aktuelle Situation entschieden.

Titelfoto: Daniel Müller/Greenpeace Germany/dpa

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