Mooskuchen - DDR-Kultkuchen mit grünem Geheimnis

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Grün wie Moos, süß wie Kindheitserinnerungen: Der Mooskuchen der DDR sieht zwar ungewöhnlich aus, schmeckt aber erstaunlich lecker - dank Kaffee, Eischnee und einem Hauch Nostalgie.

In den Rezeptideen für Kuchen gibt es noch viele weitere Leckereien für die Kaffeetafel.

Mooskuchen ist ein Blechkuchen mit Schokoteig und einer Eiweiß‑Kaffee‑Schicht obendrauf. Er war in der DDR ein beliebter Kuchen für Familienfeste, Nachmittagskaffee und besondere Anlässe. Die ungewöhnliche Optik - eine dunkelgrüne Oberfläche, die an Moos erinnert - ist charakteristisch für dieses Gebäck.

Rezept für Mooskuchen aus der DDR

Salzarm Vegetarisch
Klassischer Mooskuchen

Vorbereitungszeit

30 Min.

Kochzeit/Backzeit

35 Min.

Abkühlzeit

10 Std.

Gesamtzeit

665 Min.

Menge

24 Portion(en)

Zutaten

  • 300 g Mehl (Type 405)
  • 250 g Butter (weich)
  • 250 g Zucker
  • 200 g Saure Sahne
  • 50 g Backkakao
  • 4 Eier
  • 1 TL Natron
  • 200 g Kokosfett
  • 6 Eiweiß
  • 6 EL Staubzucker (Puderzucker)
  • 2 TL Kaffee (fein gemahlen)

Zubereitung

Schritt 1

Für den Teig werden zuerst die Eier, Butter und Zucker in einer großen Schüssel zu einer schaumig-cremigen Masse gerührt. Danach wird das Mehl, der Kakao, die Saure Sahne und das Natron untergearbeitet.

Schritt 2

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze (160 Grad Umluft) vorheizen. Die Teigmasse auf ein gefettetes Backblech geben, gut verstreichen und für etwa 35 Minuten backen. Den Kuchenteig anschließend für circa zwei Stunden auskühlen lassen.

Schritt 3

Für den Belag das Kokosfett in einem kleinen Topf erhitzen, sodass es flüssig wird, und wieder erkalten lassen. In der Zwischenzeit das Eiweiß in einer Schüssel steif schlagen, dann den Puderzucker unterheben und das abgekühlte Kokosfett einrühren.

Schritt 4

Die Eischnee-Creme auf dem fertigen Kuchenboden verteilen und glatt streichen. Zu guter Letzt den fein gemahlenen Kaffee möglichst dünn auf die Oberfläche sieben.

Schritt 5

Den Mooskuchen über Nacht (etwa 8 Stunden) im Kühlschrank ruhen lassen. Dann färbt sich der Belag leicht grünlich.

Warum wird der Kuchen grün?

Der sogenannte Moos‑Effekt entsteht nicht durch Lebensmittelfarbe, sondern durch eine chemische Reaktion zwischen dem Kaffee (bzw. dessen Inhaltsstoffen) und dem Eiweiß‑Zuckergemisch. Nach einer Ruhezeit kann die Oberfläche eine grünlich schimmernde Färbung entwickeln, die den Namen erklärt.

Tipps für Mooskuchen - Wichtig für Optik & Geschmack

Mooskuchen vom Blech geht kinderleicht.
Mooskuchen vom Blech geht kinderleicht.  © Screenshot/Instagram/einfachkochen.de

#1 - Eiweiß richtig schlagen: Das Eiweiß bildet die Basis der typischen Mooskuchen-Creme. Es sollte bei Zimmertemperatur verarbeitet und in einer fettfreien Schüssel steif geschlagen werden. Nur ausreichend geschlagenes Eiweiß bindet den Puderzucker stabil und sorgt dafür, dass die Creme luftig bleibt und nicht zusammenfällt. Wird das Eiweiß zu weich verarbeitet, kann die Oberfläche später verlaufen.

#2 - Kaffee fein und gleichmäßig auftragen: Für den Moos-Effekt wird fein gemahlener Kaffee oder Instantkaffee verwendet. Der Kaffee sollte durch ein feines Sieb gleichmäßig auf die Creme gestreut werden. Eine zu dicke Schicht kann den Geschmack bitter machen und die Farbe ungleichmäßig wirken lassen. Weniger Kaffee reicht aus, um sowohl Aroma als auch Optik zu erzeugen.

#3 - Ruhezeit fest einplanen: Der typische Moos-Effekt entsteht zeitverzögert. Erst nach mehreren Stunden beginnt der Kaffee mit der Eiweiß-Zucker-Creme zu reagieren. Deshalb sollte der Mooskuchen mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank ruhen. In dieser Zeit entwickelt sich die grünliche Oberfläche gleichmäßig und der Geschmack wird runder.

#4 - Mooskuchen richtig lagern: Mooskuchen gehört aufgrund der Creme in den Kühlschrank. Am besten wird er in einem luftdichten Behälter aufbewahrt, damit die Oberfläche nicht austrocknet und keine Fremdgerüche annimmt. Gekühlt bleibt der Kuchen in der Regel zwei bis drei Tage frisch. Zum Servieren kann er kurz bei Raumtemperatur stehen.

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TAG24 wünscht gutes Gelingen und einen guten Appetit!

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Titelfoto: Nano Banana/TAG24

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