Wegen Dynamo: Traditionelles Mega-Event der Monarchs fällt aus
Dresden - Fußball ist in Deutschland die Sportart Nummer eins, da ist die Landeshauptstadt alles andere als eine Ausnahme. Eine Lektion, die auch die Dresden Monarchs gerade mal wieder zu lernen hatten. Denn die Königlichen müssen eine richtig bittere Pille schlucken: Es wird in der Regular Season kein Heimspiel im Rudolf-Harbig-Stadion (RHS) geben.
"Es ist alles möglich, wenn alle an einem Strang ziehen. Wenn man will", sagte Eva Wagner, Geschäftsführerin der Sportwerk GmbH, dem Mitorganisator des Winter Games zwischen den Dresdner Eislöwen und den Eisbären Berlin vor rund zwei Wochen.
Denn das Rudolf-Harbig-Stadion musste binnen einer Woche von einer Eishockey-Arena wieder in ein Fußballstadion umgewandelt werden.
Hat funktioniert, Dynamo Dresden konnte auf dem Grün einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf einfahren. Doch genau dieser Abstiegskampf ist das Problem der Monarchs. Denn das nicht kalkulierbare Saisonende der Schwarz-Gelben hat Vorrang.
"Als Zweitligist besteht die Möglichkeit einer Relegation mit einem Heimspiel am 26. Mai, weshalb das Stadion in diesem Zeitraum nicht für andere Großveranstaltungen freigegeben werden kann", erklärt Stadionmanager Ronald Tscherning.
Denn: "Wir müssen aus Erfahrung immer Relegation für Dynamo blocken, zumal sich das erst am letzten Spieltag, dem Heimspiel gegen Kiel am 17. Mai, entscheiden kann."
Dynamo Dresden und Helene Fischer lassen kein Monarchs-Spiel zu
Und weil direkt nach dem möglichen Relegationsspiel mit dem Aufbau für die "360 Grad Stadion Tour" von Helene Fischer begonnen wird, kann der traditionelle Sparkassen Gameday der Monarchs diese Saison nicht im RHS stattfinden.
"Für uns ist das unfassbar bitter. Der Sparkassen Gameday im Rudolf-Harbig-Stadion hat eine lange Tradition und war zugleich auch immer unser Heimspielauftakt in eine Saison, bei dem wir in den vergangenen Jahren immer wieder Zuschauerrekorde brachen", ärgert sich Geschäftsführer Jörg Dreßler.
Seit 2012 ist mindestens ein Heimspiel der Königlichen in Dresdens größtem Stadion Tradition, vergangene Saison kamen zum Heimspiel-Auftakt fast 13.500 Fans. In den vergangenen drei Jahren waren es zusammen mehr als 35.000.
"Es tut mir wirklich von Herzen weh, dass wir den Monarchs dieses Jahr keinen freien Termin geben können. Aber die Hoffnung auf ein Wiedersehen am 3. Oktober ist sehr groß", gesteht Tscherning.
Die Monarchs wollen jetzt im Heinz-Steyer-Stadion Rekorde brechen
Dann findet wieder das große Finale, der GFL Bowl, im RHS statt - das große Ziel der Dresdner. Der Weg dahin wird aber wie schon im Vorjahr, als man vor über 20.000 Fans gegen Potsdam verlor, kein leichter.
Am 18. April startet der Vizemeister mit einem Testspiel im Heinz-Steyer-Stadion gegen die Straubing Spiders. Auch das erste Saisonspiel findet im Zuhause gegen die Braunschweig Lions statt - der Sparkassen Gameday.
Ins "Heinz-Field" kommen auch noch die Berlin Rebels (6. Juni), die Kiel Baltic Hurricanes (20. Juni), die Düsseldorf Panther (1. August) und die Hildesheim Invaders (16. August). Gegen Meister Potsdam geht's nur auswärts direkt vor der Sommerpause am 27. Juni.
Die Monarchs sind ein Zuschauermagnet. Kein Team in der GFL zieht mehr Fans im Liga-Alltag ins Stadion. 41.205 waren es vergangene Saison in sieben Heimspielen (5886 im Schnitt). Auch deswegen gibt sich Dreßler kämpferisch:
"Umso mehr hoffen wir, dass wir mit unseren großartigen Fans diese Saison Zuschauerrekorde in unserem Heinz-Field brechen. Lasst uns Woche für Woche das Stadion voll machen und eine riesige Football-Party feiern!"
Titelfoto: Montage: Lutz Henschel (2)

