HSV-Coach Tim Walter freut sich auf Spitzenspiel bei 96: Gespräch mit Stefan Leitl?

Hamburg - Der Alltag geht weiter: Nach der Länderspielpause gastiert der Hamburger SV am Freitagabend (18.30 Uhr) im Nordderby bei Hannover 96.

HSV-Coach Tim Walter (46) gastiert mit seiner Mannschaft am Freitagabend im Nordderby bei Hannover 96.
HSV-Coach Tim Walter (46) gastiert mit seiner Mannschaft am Freitagabend im Nordderby bei Hannover 96.  © Georg Wendt/dpa

Chefcoach Tim Walter (46) fiebert der Partie bereits entgegen: "Es werden zwei gute und ambitionierte Mannschaften aufeinandertreffen, daher freuen wir uns auf das Topspiel in Hannover. Das ausverkaufte Stadion steigert die Vorfreude", erklärte er am Mittwoch.

Die Zuschauer erwartet tatsächlich ein echtes Spitzenspiel: Mit den Rothosen gastiert der aktuelle Zweitliga-Tabellenführer bei den Niedersachsen, die sich nach schwachem Saisonstart auf Rang vier vorgearbeitet haben.

"Hannover hat vor der Saison in einige Neuzugänge investiert, dazu einen neuen Trainer verpflichtet. Daher war schon damit zu rechnen, dass sie oben mitspielen werden", zeigte sich Walter von der derzeitigen Form der Hausherren nicht überrascht.

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Der neue Trainer, Stefan Leitl (45), ist ein guter Bekannter des HSV-Trainers, beide machten zusammen ihren Fußball-Lehrer. Nach einem Duell vor drei Jahren, als Walter noch beim VfB Stuttgart und Leitl bei der SpVgg Greuther Fürth war, gerieten die beiden allerdings aneinander.

Walter hatte den Fürthern nämlich fehlende Fairness vorgeworfen - ein Vorwurf, der Leitl bis heute beschäftigt: "Das hat uns Wochen und Monate verfolgt und hat mich richtig geärgert, muss ich ganz ehrlich sagen. Das macht man nicht!", sagte der 45-Jährige diese Woche. Darauf angesprochen erwiderte Walter: "Wenn es ihn so lange beschäftigt, sollten wir vielleicht mal darüber reden."

Auf Flügelflitzer Jean-Luc Dompé muss der HSV im Nordderby wohl verzichten

Flügelflitzer Jean-Luc Dompé (27, M.) wird den Rothosen im Spitzenspiel wohl fehlen. Der 27-Jährige zog sich jüngst einen Bänderanriss zu.
Flügelflitzer Jean-Luc Dompé (27, M.) wird den Rothosen im Spitzenspiel wohl fehlen. Der 27-Jährige zog sich jüngst einen Bänderanriss zu.  © Christian Charisius/dpa

Entscheidend wird für Freitag allerdings sein, was auf dem Platz passiert. Das weiß auch der HSV-Übungsleiter: "Es wird vor allem auf die Intensität ankommen. Wir sind darauf eingestellt, dass wir dagegen halten müssen. Mit Energie und Leidenschaft können wir in Hannover gewinnen."

Obwohl es bei ihm "von Tag zu Tag besser" werde, muss der 46-Jährige dabei höchstwahrscheinlich auf Flügelflitzer Jean-Luc Dompé (27) verzichten, der sich vergangene Woche einen Bänderanriss zugezogen hat.

Mit reichlich neuem Selbstvertrauen dürften sich auf der anderen Seite Mario Vuskovic (20) und Ransford-Yeboah Königsdörffer (21) präsentieren.

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Ersterer qualifizierte sich jüngst mit der U21 Kroatiens für die EM 2023, während letzterer sein Debüt für die A-Nationalelf Ghanas feiern durfte.

Apropos "feiern" - Walter hofft, auch am Freitag wieder mit den Anhängern jubeln zu dürfen. "Wir haben in den vergangenen Monaten etwas geschaffen, eine Identität kreiert. Auswärts begleiten uns immer viele HSV-Fans, das freut uns sehr. Auf dieser Welle wollen wir gemeinsam weiter surfen."

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

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