Erst Präsidium, jetzt Trainer: Lok Leipzig schmeißt auch Civa raus

Leipzig - Das Personal-Beben bei Lok Leipzig geht weiter! Jetzt ist auch der Trainer weg.

Almedin Civa (51) ist nicht länger Trainer von Lok Leipzig.
Almedin Civa (51) ist nicht länger Trainer von Lok Leipzig.  © Picture Point/Gabor Krieg

Almedin Civa (51) wurde von seinen Aufgaben als Cheftrainer und Sportdirektor mit sofortiger Wirkung freigestellt. "Diese Entscheidung wurde gemeinsam vom Präsidium, der Geschäftsführung und Almedin Civa getroffen und ist auf die momentane sportliche Situation zurückzuführen", teilte der Verein mit.

"Insbesondere die Art und Weise der jüngsten Niederlage", dem 0:4 bei Tabellenführer Greifswalder FC am gestrigen Sonntag, habe zur Entlassung geführt. Bis auf Weiteres werden Co-Trainer Robin Hintz (29) und Torwarttrainer Tomislav Piplica (54) das Training leiten.

Der ambitionierte Traditionsklub, der sich seit Wochen im Tabellenkeller der Regionalliga Nordost befindet, dankte dem 51-Jährigen "ausdrücklich für seinen unermüdlichen Einsatz, seine Hingabe und seine Leidenschaft während seiner Amtszeit und wünscht ihm für seine persönliche und berufliche Zukunft alles Gute".

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Civa hatte die Probstheidaer im Sommer 2020 in Doppelfunktion von Wolfgang Wolf (66) übernommen, als der Verein gerade den Drittliga-Aufstieg aufgrund der Auswärtstorregel nach zwei Unentschieden gegen den SC Verl verpasst hatte.

Lok Leipzig im Chaos: Vier Tage nach dem Präsidium ist auch der Trainer und Sportdirektor weg

Das 0:4 in Greifswald am Sonntag brachte das Fass zum Überlaufen.
Das 0:4 in Greifswald am Sonntag brachte das Fass zum Überlaufen.  © Elke Bahrdt

Unter ihm konnten die Blau-Gelben zwei Sachsenpokal-Triumphe 2021 und 2023 feiern und anschließend mit Bayer Leverkusen (0:3) und Eintracht Frankfurt (0:7) attraktive DFB-Pokal-Gegner im Bruno-Plache-Stadion empfangen.

Der 51-Jährige führte Lok durch die schwere Corona-Zeit, wurde anschließend Sechster (elf Punkte Rückstand auf Meister BFC Dynamo) und in der vergangenen Saison Vierter (zehn Punkte Rückstand auf Meister Energie Cottbus).

In der aktuellen Spielzeit wechselten sich Topspiel-Siege wie gegen Altglienicke (2:1) oder bei Carl Zeiss Jena (3:2) mit klaren Pleiten wie bei Viktoria Berlin (0:5) oder Sonntag in Greifswald ab. Lok gewann jüngst nur eines seiner vergangenen sieben Ligaspiele. Jenen 4:2-Pflichtsieg bei Aufsteiger FC Eilenburg tütete man nach zwei Rückständen auch erst in der Schlussphase ein.

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Erst am Donnerstag wurde das komplette Präsidium um FCL-Präsident Torsten Kracht (56) ausgetauscht, was sogar zu einer Reaktion seiner Frau mit pikanten Details über eine eigentlich schon im Oktober 2023 entschiedene Civa-Entlassung führte.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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