Stolpert Lok Leipzig wieder gegen ein Kellerkind? "Dann verlieren wir sogar gegen Teams aus der Oberliga"

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Leipzig - Vier Spiele noch, dann ist die Saison in der Regionalliga Nordost vorbei. Spätestens dann ist klar, ob Lok Leipzig die Chance bekommt, sich mit den Aufstiegsspielen den Traum von der 3. Liga erfüllen zu dürfen. Am Freitag (19 Uhr) gilt es dafür, den BFC Dynamo zu schlagen. TAG24 hat sich mit einem Spieler unterhalten, der sich beim Klub in Berlin sehr gut auskennt.

Alexander Siebeck (32) kehrt am Freitagabend mit Lok Leipzig an seine alte Wirkungsstätte beim BFC Dynamo zurück.
Alexander Siebeck (32) kehrt am Freitagabend mit Lok Leipzig an seine alte Wirkungsstätte beim BFC Dynamo zurück.  © Picture Point / Gabor Krieg

Alexander Siebeck (32), von 2020 bis 2024 selbst im Trikot der Hauptstädter aktiv, wird zum zweiten Mal nach seinem Wechsel zu den Blau-Gelben an seine alte Wirkungsstätte zurückkehren.

"Das ist natürlich schon speziell. Da sind noch viele Mitarbeiter, die man kennt. Ich war ja letztes Jahr schon einmal da, da war es natürlich extrem besonders, hat sehr gekribbelt. Jetzt ist es eher so eine Vorfreude", berichtet der Mittelfeldmann.

Spätestens wenn das Spiel angepfiffen wird, liege der Fokus eh komplett nur auf dem Platz.

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Als Tabellenführer geht die Loksche ganz klar als Favorit in die Partie gegen den Tabellenzwölften. Doch Siebeck warnt: "Die können beim Sportforum immer eine gewisse Wucht haben. Wir versuchen da halt dagegenzuhalten. Es wird wieder viel um Zweikämpfe und zweite Bälle gehen. Wir müssen aufpassen, sie sind auch eine spielstarke Mannschaft, was man auf dem guten Rasen auch sehen wird."

Und: Lief es für Lok gegen Gegner aus dem oberen Drittel zuletzt gut (2:1 gegen Erfurt, 0:0 gegen Halle), machten die Kellerkinder dem Meisteraspiranten zuletzt Sorgen. 0:2 gegen Hertha Zehlendorf und 0:1 gegen Chemie Leipzig waren definitiv nicht die Ergebnisse, die eingefahren werden sollten.

Nach einer schwierigen ersten Halbzeit entschied die Loksche das Hinspiel im November am Ende 3:0 für sich.
Nach einer schwierigen ersten Halbzeit entschied die Loksche das Hinspiel im November am Ende 3:0 für sich.  © Picture Point / Roger Petzsche

Lok Leipzigs Siebeck: "Können auch gegen Teams aus der Oberliga verlieren"

Am Donnerstag konnte die Loksche um Siebeck noch bei bestem Wetter in Leipzig trainieren. Zwei Heimspiele haben die Sachsen noch in dieser Saison.
Am Donnerstag konnte die Loksche um Siebeck noch bei bestem Wetter in Leipzig trainieren. Zwei Heimspiele haben die Sachsen noch in dieser Saison.  © Silvio Bürger

Gerade die Derby-Pleite gegen den Stadtrivalen ist auch zwei Wochen danach noch nicht so richtig abgeschüttelt, auch wenn die Leistung gegen Halle wieder positiv stimmte.

"Das gegen den HFC war schon gut. Aber davor war es wirklich nicht das, was wir uns vorstellen. Wenn wir unsere Grundtugenden nicht auf den Platz bringen, können wir gegen jeden verlieren. Vermutlich sogar gegen starke Teams aus der Oberliga", so Siebeck ehrlich.

Auch die Stimmung in Probstheida hat sich zuletzt etwas verändert. Viele hatten womöglich nicht damit gerechnet, noch einmal um die Aufstiegschance zittern zu müssen. Die Derby-Pleite hat die Sachlage dann noch verschlimmert, es wurde viel geschimpft, auch gegen die eigene Mannschaft.

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Vom Streit des Trainers Jochen Seitz (49) mit den eigenen Fans habe Siebeck aber gar nicht so viel mitbekommen.

Der 32-Jährige: "Der Unmut ist absolut verständlich, weil wir haben absolut nicht gut gespielt. Ich weiß nicht, warum der Trainer so aus der Haut gefahren ist. Ich war sehr mit mir selbst beschäftigt, weil es sehr wehgetan hat, dass wir die schlechteste Derby-Leistung, seitdem ich hier bin, gemacht haben."

Klar ist, dass man nach den letzten Erfahrungen den BFC am Freitag definitiv nicht unterschätzen wird, auch wenn die Sache tabellarisch recht eindeutig erscheint. Mit einem Sieg könnte man vorlegen. Verfolger Carl Zeiss Jena will dann am Sonntag bei Magdeburg II nachlegen.

Lok Leipzigs Trainer Jochen Seitz (49) sah man nach den zwei Pleiten gegen die Kellerkinder Zehlendorf und Chemie angefressen wie selten zuvor.
Lok Leipzigs Trainer Jochen Seitz (49) sah man nach den zwei Pleiten gegen die Kellerkinder Zehlendorf und Chemie angefressen wie selten zuvor.  © Picture Point / Roger Petzsche

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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