Zwei Teams wollen nicht aufsteigen? Lok Leipzig kann sich wohl auf diesen Gegner einstellen

Leipzig - Unter Umständen kann Lok Leipzig am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen den BFC Preussen (14 Uhr) schon frühzeitig die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost festmachen. Klar, dass man da mit einem Auge auch schon auf die Aufstiegsspiele zur 3. Liga schaut. Dort kristallisiert sich der mögliche Gegner offenbar schon heraus.

Am kommenden Wochenende könnte Lok Leipzig die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost schon frühzeitig sichern.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

In diesem Jahr muss der Nordost-Meister gegen den Sieger der Bayern-Staffel ran. Momentan wäre das der 1. FC Nürnberg II. Allerdings hat die Zweitvertretung des Zweitligisten schon frühzeitig klargemacht, dass man auf einen Aufstieg verzichtet und entsprechend keine Lizenz-Unterlagen eingereicht.

Dadurch bekäme automatisch der Zweitplatzierte der Regionalliga Bayern die Chance, um die 3. Liga zu spielen. Doch laut mehreren Berichten möchte wohl auch die SpVgg Unterhaching nicht aufsteigen.

Zwar wurden die entsprechenden Unterlagen fristgerecht eingereicht. Eine ehrliche Analyse soll allerdings ergeben haben, dass ein Verbleib in der Viertklassigkeit schlauer wäre, um die eigene Jugend besser entwickeln zu können.

1. FC Lokomotive Leipzig Lok wieder in der Spur! Saustarker Lehrer hält Dreier gegen DDR-Rekordmeister fest

Demnach könnten Talente wie der 17-jährige Wesley Krattenmacher in der Regionalliga direkt einen Stammplatz ergattern, während man in der 3. Liga vermutlich eher auf erfahrene Neuzugänge setzen müsste.

Klappt der Durchbruch der Jugendspieler, könnte man den Aufstieg in den nächsten Jahren deutlich nachhaltiger gestalten. Eine offizielle Bestätigung des Vereins dazu gibt es allerdings noch nicht, auch wenn die Entscheidung dem Vernehmen nach intern schon getroffen wurde.

Anzeige

Lok Leipzig hätte Vorteile gegen Würzburg

Die Würzburger Kickers werden wohl um den Aufstieg in die 3. Liga spielen.  © IMAGO / Frank Scheuring

Von der reinen Gegnerqualität dürfte das für den Nordost-Meister grundsätzlich kein Vorteil sein. Die Würzburger Kickers, die als Aufstiegskontrahent dann feststehen würden, sind keinesfalls schlechter einzuschätzen.

Allerdings stehen die Rothosen im Finale des Landespokals, spielen am 23. Mai gegen Drittligist 1860 München. Dadurch würden sich die Aufstiegsspiele auf den 27. und 31. Mai verschieben.

Nicht nur, dass das eine ziemlich anstrengende Woche für die Bayern werden könnte. Lok Leipzig als möglicher Vertreter der Regionalliga Nordost hätte vermutlich noch einen weiteren Vorteil.

1. FC Lokomotive Leipzig Stolpert Lok Leipzig wieder gegen ein Kellerkind? "Dann verlieren wir sogar gegen Teams aus der Oberliga"

In der Theorie würde das Hinspiel in Sachsen steigen. Da aber am 27. Mai ebenfalls das Conference-League-Finale in Leipzig stattfindet, wurden zuletzt Gerüchte laut, dass das Heimrecht bei Hin- und Rückspiel getauscht wird.

Eine Entscheidung dazu wird es wohl aber erst geben, wenn die tatsächliche Paarung feststeht.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 1. FC Lokomotive Leipzig 31 58:24 68
2 FC Carl Zeiss Jena 31 59:34 63
3 Hallescher FC 31 57:30 60
4 FC Rot-Weiß Erfurt 31 62:41 58
5 FSV Zwickau 31 47:40 58
6 VSG Altglienicke 31 47:37 49
7 Chemnitzer FC 31 49:47 44
8 BFC Preussen 31 45:52 44
9 1. FC Magdeburg II 31 51:46 43
10 FSV 63 Luckenwalde 31 34:43 39
11 Hertha BSC II 31 44:55 39
12 BFC Dynamo 31 41:46 36
13 SV Babelsberg 03 31 56:57 35
14 BSG Chemie Leipzig 31 36:46 34
15 ZFC Meuselwitz 31 42:54 32
16 Greifswalder FC 31 30:42 31
17 FC Eilenburg 31 33:54 23
18 Hertha 03 Zehlendorf 31 26:69 14

Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.

Mehr zum Thema 1. FC Lokomotive Leipzig: