RB Leipzig hat zwei Wochen Zeit, um sich wieder geradezubiegen

Bochum - Schon Anfang Februar hatte RB Leipzig einmal einen kurzen Hänger drin. 0:0 beim 1. FC Köln und eine 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Union Berlin waren zwei Ergebnisse, die nicht so recht passen wollten. Doch die aktuelle Situation ist noch um einiges schlimmer.

Defensiv hat RB Leipzig gegen den VfL Bochum nicht wirklich viel zugelassen. Aber einmal herrschte im Strafraum nach einem Einwurf keine wirkliche Ordnung.
Defensiv hat RB Leipzig gegen den VfL Bochum nicht wirklich viel zugelassen. Aber einmal herrschte im Strafraum nach einem Einwurf keine wirkliche Ordnung.  © David Inderlied/dpa

Denn nach dem Union-Spiel schafften es die Sachsen, sich wieder zusammenzureißen. Lieferten vier sehr gute Spiele ab, wovon das letzte bei Borussia Dortmund aber mit 1:2 verloren ging.

Seitdem wirkt das Team merklich angeknackst. Eine Woche später gewann man zwar mit 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Wer das Spiel gesehen hat, weiß aber, dass das auch hätte anders ausgehen können.

Wie, das zeigten jetzt zwei absolute Horrorauftritte bei Manchester City (0:7) und eben auch bei Abstiegskandidat VfL Bochum (0:1), wo die Sachsen, bis auf die letzten Minuten, jegliches Offensivfeuer haben vermissen lassen.

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RB Leipzig Unter neuem Ausrüster: Ist das RB Leipzigs neues Heimtrikot?

Wo ist der Dominik Szoboszlai (22), der Freistöße nicht meilenweit über den Kasten drischt? Wo sind die pfeilschnellen Konterangriffe, die sich von Gegnern wegen ihrer Genauigkeit kaum verteidigen lassen?

RB scheint in der so wichtigen Saisonphase die Luft auszugehen. Wie lang ist es denn her, dass man sagen konnte, man hat ein richtig starkes RB-Spiel gesehen?

Und das liegt nicht nur daran, dass wichtige Spieler wie Christopher Nkunku (25) und Xaver Schlager (25) fehlen. Auch alle anderen Roten Bullen können eigentlich guten Fußball spielen - nur zeigen sie es gerade nicht.

RB Leipzig muss gegen den 1. FSV Mainz 05 für Wiedergutmachung sorgen

RB-Coach Marco Rose (46) sprach nach dem Spiel in Bochum von einem "erwartbaren Spiel". Dafür hatte seine Mannschaft aber erstaunlich wenig Lösungen parat.
RB-Coach Marco Rose (46) sprach nach dem Spiel in Bochum von einem "erwartbaren Spiel". Dafür hatte seine Mannschaft aber erstaunlich wenig Lösungen parat.  © Picture Point / Roger Petzsche

Trainer Marco Rose (46) hat in der Länderspielpause jetzt zwei Wochen Zeit, um sein Team wieder geradezubiegen. Da ein Großteil der Mannschaft aber bei den Nationalteams sein wird, kann er vielleicht gar nicht so viel machen.

Damit aber ein Weiterkommen im DFB-Pokal und in der Bundesliga unter die Top Vier zu kommen, erreicht werden können, muss etwas passieren. Viele hatten nach dem 0:7 in Manchester wohl schon mit einer entsprechenden Reaktion gerechnet.

Die muss dann jetzt am 1. April daheim gegen den 1. FSV Mainz 05 folgen. Marcel Halstenberg (30) brachte es nach der Partie in Bochum auf den Punkt:

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"Jetzt müssen wir die Wunden lecken nach den letzten beiden Spielen und zusehen, dass unsere Nationalspieler gesund wieder kommen und wir wieder die Erfolgsspur einschlagen."

Denn ansonsten tanzt man in Leipzig bald nur noch auf einer Hochzeit. Und dort vielleicht auch nicht wirklich gut genug.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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