Coronavirus in Dresden: Zahl der Infektionen in Sachsen steigt weiter deutlich

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 5.650 mit dem Virus infizierte Menschen (Stand: 26. November, 12 Uhr), viele von ihnen sind aber bereits wieder genesen.

Per Anzeigetafel wird in Dresden auf den Mindestabstand hingewiesen.
Per Anzeigetafel wird in Dresden auf den Mindestabstand hingewiesen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Während im Sommer Normalität in Sachsen einzukehren schien, ist die Corona-Lage derzeit sehr ernst.

Weiterhin gilt deshalb die Maskenpflicht beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr. Da eine Inzidenz (Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage je 100.000 Einwohner) von 35 längst und mittlerweile auch deutlich überschritten wurde, muss nun auch in Teilen des öffentlichen Raumes ein Mund- und Nasenschutz getragen werden. Mehr dazu >> hier.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

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Update, 26. November, 17.30 Uhr: Aktuelle Corona-Fallzahlen in Sachsen

Die aktuellen Corona-Fallzahlen in Sachsen.
Die aktuellen Corona-Fallzahlen in Sachsen.  © TAG24 Grafik

Update, 26. November, 16.43 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen in Sachsen steigt weiter deutlich

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nimmt in Sachsen nach Angaben des Sozialministeriums "weiterhin sehr stark zu". Am Donnerstag wurden landesweit 1722 neue Fälle gemeldet. Zudem starben weitere 69 Corona-Patienten. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemie-Beginn liegt bei 49.410, die der Toten bei 785.

Die sächsische Landesregierung will am Freitag über neue Corona-Regeln entscheiden. Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) hatte bereits angekündigt, dass bei einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche schärfere Regeln wie etwa Kontaktbeschränkungen verhängt werden sollen.

Am Donnerstag lagen laut Sozialministerium von den zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten neun über dieser 200er-Marke.

Die Landkreise Bautzen, Zwickau, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie der Erzgebirgskreis meldeten sogar eine Inzidenz weit über 300. Sie gehören damit bundesweit zu den absoluten Corona-Hotspots.

Update, 26. November, 16.25 Uhr: Corona-Impfzentren laut Sozialministerium ab 15. Dezember einsatzbereit

Die geplanten Corona-Impfzentren in Sachsen sollen ab Mitte Dezember einsatzbereit sein. Wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte, erhalte jeder der zehn Landkreise und jede der drei kreisfreien Städte ein Zentrum.

Mehr Informationen findet Ihr >> hier.

Update, 26. November, 16.07 Uhr: Krankenhäuser in Ostsachsen sehen sich an der Auslastungsgrenze

In Ostsachsen geraten die Krankenhäuser wegen der Corona-Krise an ihre Grenzen. Ein einziges Intensivbett für Covid-19-Patienten war noch frei an diesem Donnerstag im Landkreis Görlitz. "Es ist eine sehr angespannte Situation. Ärzte und Pflegepersonal leisten Übermenschliches", sagt Jens Schiffner, Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Görlitz.

Die Region gehört neben dem Landkreis Bautzen mit weit über 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Sieben-Tage-Inzidenz) zu Deutschlands Corona-Hotspots.

Update, 26. November, 14.17 Uhr: Kliniken im Landkreis Görlitz: Fast nur noch Kapazitäten für Corona

Die Lage der Krankenhäuser im Landkreis Görlitz verschärft sich aufgrund der Corona-Pandemie immer mehr. "Wir befinden uns in einer Krisensituation in der Region, die seit den 1950er Jahren nicht mehr da war", sagte Landrat Bernd Lange (CDU) bei einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag.

Durch den Zuwachs von 30 bis 40 Covid-19-Patienten pro Woche ist die komplette medizinische Versorgung in der Oberlausitz akut gefährdet. "Kapazitäten für Patienten aufgrund anderer Infektionskrankheiten wie Noroviren, Rotaviren, Influenza und möglicher Glatteisereignisse sind derzeit nicht in ausreichendem Maße vorhanden", sagte Jens Schiffner, Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis Görlitz.

Grund ist, dass die Krankenhäuser ihre Leistungen deutlich reduziert haben, um Personal für die Corona-Patienten freizustellen. OP-Säle und einzelne Stationen wurden geschlossen.

Der Intensivbereich ist zu 96 Prozent belegt. Der Landkreis Görlitz gehört mit über 300 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche (Sieben-Tage-Inzidenz) zu den Regionen mit den höchsten Infektionsraten in Deutschland.

Update, 26. November, 12.15 Uhr: Zwei weitere Corona-Tote in Dresden

Die Zahl der Infizierten ist laut Angaben der Stadt innerhalb der vergangenen 24 Stunden um 216 angestiegen. Seit Ausbruch des Coronavirus wurden damit insgesamt 5.650 Fälle in Sachsens Hauptstadt gemeldet.

Neben drei neuen Krankenhauseinweisungen meldete Dresden auch zwei weitere Todesfälle. Damit steigt die Gesamtzahl auf bislang 49 Sterbefällen. Im Gegenzug gelten aber 189 weitere Menschen als genesen, insgesamt haben damit bereits 3698 eine Corona-Erkrankung überstanden.

Der 7-Tage-Inzidenz stieg zudem im Vergleich zum Mittwoch (143,5) stark an und liegt auf nun bei 168,6. Damit steht Dresden in der Corona-Ampel weiterhin im tief roten Bereich.

Update, 25. November, 20.25 Uhr: OVG bestätigt Betriebsverbot auch für Spielhallen- und banken

Auch Spielhallen und Spielbanken sowie Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen müssen im aktuellen Teil-Lockdown wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat nach Angaben vom Mittwoch im Eilverfahren entschieden, dass die Betriebsverbote für diese Einrichtungen gelten.

Die Richter lehnten es wie zuvor bei Fitnessstudios, touristisch genutzter Beherbergung und Gastronomie ab, die entsprechenden Passagen in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung in der seit 13. November geltenden Fassung außer Vollzug zu setzen.

Das Betriebsverbot auch für diese Einrichtungen sei im Sinne der Kontaktvermeidung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens "erforderlich und angemessen". Das OVG ist überzeugt, dass auch in diesem Fall die Entscheidungen einer möglichen Normenkontrollklage, mit der die Vorschriften endgültig für unwirksam erklärt werden könnten, standhalten.

Ein Schild mit der Aufschrift "Wir haben geschlossen!" hängt am Eingang einer Spielhalle.
Ein Schild mit der Aufschrift "Wir haben geschlossen!" hängt am Eingang einer Spielhalle.  © dpa/Marijan Murat

Update, 25. November, 20.15 Uhr: Landeselternrat fordert Alternativen zum Regelbetrieb an Schulen

Sachsens Landeselternrat sieht die aktuelle Situation an den Schulen "meilenweit" von einem Regelbetrieb entfernt. Es gebe nicht nur infizierte Lehrer und Schüler, sondern zahlreiche Kontaktpersonen in Quarantäne, teilte der Verband am Mittwoch mit. Viele Unterrichtsstunden müssten ausfallen.

Die Eltern schlugen daher vor, verstärkt über Alternativen zu diskutieren. Unter anderem könnte die Schulbesuchspflicht aufgehoben werden, durch Klassenleiterunterricht in den Grundschulen könnten zudem weitere Kontakte vermieden werden.

Der Landeselternrat zeigte zudem Unverständnis, dass sich Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) jüngst ablehnend gegenüber dem sogenannten Wechselmodell an Schulen gezeigt hatte. Dadurch könnten zumindest Abstände eingehalten werden, hieß es. "Egal, welche Wege nun gefunden werden, nichts davon bekommt eine Eins mit Sternchen. Aber das verbohrte Festhalten am Präsenzunterricht und Regelbetrieb ist auch meilenweit davon entfernt", äußerte sich der Vorstand des Landeselternrates in einem Schreiben.

Grundschüler einer ersten Klasse setzen sich auf die Plätze in ihrem Klassenzimmer.
Grundschüler einer ersten Klasse setzen sich auf die Plätze in ihrem Klassenzimmer.  © dpa/zb/Robert Michael

Update, 25. November, 20.05 Uhr: Landesfrauenrat warnt vor mehr Gewalt gegen Frauen im Teil-Lockdown

Der sächsische Landesfrauenrat hat vor einem Anstieg von Gewalt gegen Frauen im aktuellen Teil-Lockdown gewarnt und einen Rechtsanspruch auf einen Platz in Frauenhäusern gefordert. "Meine Erfahrung ist: Wenn der emotionale Druck steigt, kommt es häufiger zu Gewalt", sagte die Vorsitzende des Verbandes, Susanne Köhler, am Mittwoch mit Blick auf die derzeitige Situation in manchen Familien.

Es komme erschwerend hinzu, dass es für Betroffene derzeit schwieriger sei, unbemerkt Beratungsstellen aufzusuchen sowie per Internet oder Telefon eine Straftat anzuzeigen oder Hilfe zu rufen. Wegen des Infektionsschutzes hätten zudem Frauenschutzeinrichtungen ihre Kapazitäten reduzieren müssen. Den Angaben zufolge hatte zuletzt etwa die Hälfte von ihnen in Sachsen Aufnahmestopps verhängt.

"Gewalterfahrungen gehören immer noch zum Alltag von Frauen", konstatierte Gleichstellungsministerin Katja Meier (Grüne). "Tatorte sind häufig das eigene Zuhause oder das enge soziale Umfeld: Frauen werden geschlagen, eingesperrt, vergewaltigt und zwangsverheiratet, auch hier in Sachsen." Zudem sei das Internet zunehmend ein Ort von Gewalt gegen Mädchen und Frauen.

In Sachsen wurden laut Meier 2019 rund 5200 von ihnen Opfer häuslicher Gewalt; auch seien mehr als 1000 Fälle von Stalking angezeigt worden. "Die Dunkelziffer ist hoch, Befragungen zufolge kommen bis zu 90 Prozent der Gewalttaten nie zur Anzeige."

Ein Mann droht einer Frau mit der Faust (Illustration).
Ein Mann droht einer Frau mit der Faust (Illustration).  © dpa/Jan-Philipp Strobel

Update, 25. November, 19.55 Uhr: Kretschmer: Kontakte bis Weihnachten konsequent beschränken

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Menschen aufgerufen, bis zum Weihnachtsfest die Kontakte konsequent einzuschränken. "Damit wir in den Weihnachtstagen mit unserer Familie feiern können", betonte der CDU-Politiker am Mittwochabend in Dresden.

Seit dem Nachmittag verhandeln Bund und Länder über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Kretschmer sprach von einer "positiven Stimmung", es gehe um Formulierungen und die konkreten Regelung für die Kontaktbeschränkungen.

Was Kretschmer sich vorstellt, um die Corona-Fälle in den Griff zu bekommen, lest Ihr hier.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.  © Ronald Bonss

Update, 25. November, 18.03 Uhr: Die aktuellen Inzidenzien in Sachsen

Die Sachsen-Karte mit den tagesaktuellen Sieben-Tages-Inzidenz-Werten.
Die Sachsen-Karte mit den tagesaktuellen Sieben-Tages-Inzidenz-Werten.  © TAG24

Update, 25. November, 16 Uhr: Rund 1400 Neuinfektionen und zehn neue Todesfälle in Sachsen

In Sachsen steigt die Zahl der laborbestätigten Neuinfektionen weiter an - allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Tagen. Laut Statistik des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch wurden binnen eines Tages rund 1400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

Damit gibt es seit Beginn der Pandemie insgesamt 47.688 Infektionsfälle im Freistaat. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg binnen 24 Stunden um zehn auf insgesamt 716.

Die Zahl der Patienten, die wegen einer solchen Erkrankung auf der Intensivstation behandelt werden müssen, liegt mittlerweile bei 363. Rund 1870 werden wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt.

Die Zahl der Neuinfektionen auf jeweils 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt in Sachsen den Angaben zufolge bei derzeit 212 - am Dienstag waren es noch 219.

Am stärksten betroffen ist nach wie vor der Erzgebirgskreis, der Landkreis Bautzen und die Region Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. Am Freitag will das Kabinett in einer Sondersitzung über neue Corona-Schutzmaßnahmen für den Freistaat entscheiden.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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