Coronavirus: Spahn sieht erste Erfolge bei Corona-Zahlen, für Entwarnung noch zu früh

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.050.129 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.691.700 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 46.781 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 23,93 Millionen Infizierte und 397.574 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 95,03 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.030.805 Todesfälle (alle Angaben Stand 18. Januar, 6.45 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 18. Januar, 10.58 Uhr: Bund finanziert FFP2-Masken sogar für 34 Millionen Bürger

Zum Schutz vor dem Coronavirus sollen mehr Menschen aus Risikogruppen vom Bund finanzierte FFP2-Masken bekommen als zunächst vorgesehen.

Nach einem Abgleich mit Versichertendaten der Krankenkassen sollen nun 34,1 Millionen statt 27 Millionen Bürger in diesen Tagen Gutscheine für zwölf FFP2-Masken zugesandt bekommen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin sagte.

Der Bund hatte die Ausgabe der Masken für diesen Winter als Schutz für Menschen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe beschlossen - dazu zählen Über-60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Mit den Coupons sollen sie die Masken in Apotheken abholen können. Vorgesehen ist ein Eigenanteil von zwei Euro für je sechs Masken.

Update, 18. Januar, 10.36 Uhr: Nur jede Fünfte wechselt seine Maske nach jedem Einsatz

Ein Großteil der Menschen in Deutschland nutzt Mund-Nasen-Schutzmasken mehrfach, bevor sie gereinigt oder entsorgt werden.

Das zeigt eine repräsentative YouGov-Umfrage. 44 Prozent der Befragten tauschen die Masken nach zwei bis fünf Einsätzen. Ungefähr jeder Achte (13 Prozent) trägt sie sechs bis zehn Mal hintereinander. Jeder Neunte (11 Prozent) wechselt sie noch später.

Vorbildlich verhält sich ein Fünftel (21 Prozent) der Befragten: Sie wechseln die Gesichtsmasken nach jedem Tragen - entweder um sie zu reinigen oder zu entsorgen. Jeder Zehnte machte keine Angaben.

Update, 18. Januar, 10.20 Uhr: Verkehrsbetriebe warnen vor vollständiger Stilllegung

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) spricht sich gegen eine vollständige Stilllegung von Bussen und Bahnen im Zuge der Pandemiebekämpfung aus.

"Es gibt zahlreiche Menschen in systemrelevanten Berufen, die auch im Lockdown täglich zur Arbeit müssen und für die Homeoffice keine Option ist. Zudem organisieren die Verkehrsunternehmen bereits in einigen Städten zusätzliche Busverkehre zu den Impfzentren", sagte VDV-Präsident Ingo Wortmann. Ein funktionierender Nahverkehr mit größtmöglichem Angebot sei nötig, um den Fahrgästen genug Platz und Abstand zu garantieren.

Müssen in Deutschland wegen des Corona-Lockdowns womöglich bald alle Busse und Bahnen stillstehen?
Müssen in Deutschland wegen des Corona-Lockdowns womöglich bald alle Busse und Bahnen stillstehen?  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 18. Januar, 10.09 Uhr: England lädt mit Über-70-Jährigen zweite Gruppe zum Impfen ein

In England sollen nun auch die Über-70-Jährigen sowie medizinisch besonders gefährdete Menschen eine Einladung zur Corona-Impfung erhalten.

Premierminister Boris Johnson bezeichnete die Einladung der mehr als fünf Millionen zählenden Gruppe am Montag als "signifikanten Meilenstein" im Kampf gegen die Pandemie.

Mehr als die Hälfte der Über-80-Jährigen in Großbritannien haben nach Angaben der Regierung bereits ihre erste Impfdosis erhalten. Die übrigen sollen bei Terminen weiterhin Priorität genießen, genauso wie Personal in Pflegeheimen oder medizinischen Berufen. Um die bestehenden Kapazitäten bestmöglich auszunutzen, solle aber bereits die nächste Gruppe für Termine kontaktiert werden.

Update, 18. Januar, 9.43 Uhr: Chef der Unionsfraktion ist besorgt wegen Mutationen in Großbritannien und Irland

Der Chef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Ralph Brinkhaus, sieht trotz der aktuell sinkenden Corona-Infektionszahlen keinen Grund zur Entwarnung im Kampf gegen die Pandemie.

"Wir sind sehr besorgt wegen der Entwicklung in Großbritannien und Irland», sagte der CDU-Politiker am Montag im SWR. "Dort gibt es einen mutierten Virus, der zu sehr, sehr hohen Neuinfektionen geführt hat."

Er geht nach eigenen Worten davon aus, dass bei den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag die Corona-Beschränkungen noch einmal verlängert und verschärft werden. Es gehe vor allem um weitere Kontaktbeschränkungen und darum, dass mehr Menschen von zu Hause arbeiteten.

Update, 18. Januar, 9.08 Uhr: Spahn: Erste Erfolge bei Corona-Zahlen - aber keine Entwarnung

Aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deuten die Corona-Infektionszahlen eine erste Entspannung an.

"Wir haben jetzt erste Erfolge, die sichtbar scheinen in der Statistik, in der Entwicklung, bei den Infektionszahlen", sagte Spahn am Montag im ARD-"Morgenmagazin". Die Intensivstationen seien um 10, 15 Prozent leerer geworden. "Aber wir sind lange noch nicht da, wo wir hinwollen, wo wir hin müssen, um es dauerhaft zu kontrollieren, damit es nicht gleich wieder hochflammt." Entwarnung könne daher noch nicht gegeben werden.

Ein Risiko sei die Corona-Mutation, die sehr wahrscheinlich zu einer höheren Ansteckungsrate führe, mahnte Spahn mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen am Dienstag. "Zuerst einmal geht es aus meiner Sicht darum, auch noch mal zu schauen, wie wir Kontakte reduzieren können, auch in der Arbeitswelt oder im privaten Bereich." Die Frage sei, ob es neue Regeln brauche oder ob man das Bewusstsein für die bestehenden Verordnungen schärfen müsse.

Laut Jens Spahn (CDU) ist Deutschland in der Corona-Krise "lange noch nicht da, wo wir hinwollen."
Laut Jens Spahn (CDU) ist Deutschland in der Corona-Krise "lange noch nicht da, wo wir hinwollen."  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 18. Januar, 8.53 Uhr: Griechenland wagt weitgehende Öffnung der Geschäfte

Nach monatelangem Lockdown haben in Griechenland die Geschäfte am Montag wieder geöffnet. Eine leichte Lockerung hatte es zuvor seit November nur über die Weihnachtsfeiertage gegeben.

Die Regierung in Athen begründet den Schritt mit der niedrigen Zahl der Neuinfektionen, appelliert aber die Bürger, sich weiterhin an die strengen Maßnahmen zu halten. "Wenn die Regeln nicht eingehalten werden, haben wir keine andere Wahl, als die Geschäfte wieder zu schließen", warnte Vize-Regierungschef Adonis Georgiadis am Montagmorgen.

Er gehe davon aus, dass die Anzahl der Neuinfektionen wieder steigen werde. "Das geht nicht anders, wenn man die Wirtschaft öffnet und es dadurch zu mehr Kontakten kommt." Ein leichter Anstieg sei jedoch zu verkraften, die Intensivbetten seien derzeit nur etwa zur Hälfte belegt.

Update, 18. Januar, 8.45 Uhr: Japans Regierungschef hält an Olympia-Planung fest

Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat ungeachtet der andauernden Corona-Pandemie seine Entschlossenheit zur Ausrichtung der Olympischen Spiele im Sommer in Tokio abermals bekräftigt.

Man werde die Pandemie "so bald wie möglich" unter Kontrolle bringen und die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele und Paralympics fortsetzen, sagte Suga am Montag. Die Spiele würden als Beweis dienen, "dass die Menschheit das Coronavirus besiegt hat", sagte der Ministerpräsident. Die große Mehrheit der Bevölkerung seines Landes ist laut jüngsten Umfragen jedoch dafür, dass die Spiele abgesagt oder erneut verschoben werden.

Update, 18. Januar, 8.37 Uhr: Grünen-Chef: Homeoffice und FFP2-Masken gegen Coronavirus

Grünen-Parteichef Robert Habeck hat einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice im Kampf gegen die Corona-Pandemie gefordert.

"Das ist ein sehr leicht durchzusetzendes Instrument", sagte Habeck am Montag im ARD-"Morgenmagazin". 40 Prozent der Menschen in Deutschland könnten von zuhause aus arbeiten, aber nur 14 Prozent täten dies aktuell, sagte er. "Wir waren schon mal besser."

Als zweites Instrument forderte Habeck den Einsatz von FFP2-Masken möglichst überall im öffentlichen Leben. "Es wäre sinnvoll, die FFP2-Masken, die sehr teuer sind, zu subventionieren und sie für diejenigen, die es nicht so dicke haben, kostenlos abzugeben." FFP2-Masken schützen besser vor Ansteckung als herkömmliche Stoffmasken.

Robert Habeck ist der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und will in Deutschland mehr FFP2-Masken verteilen.
Robert Habeck ist der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und will in Deutschland mehr FFP2-Masken verteilen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 18. Januar, 8.32 Uhr: Einreise nach Großbritannien nur noch mit negativem Corona-Test

Für Reisen nach Großbritannien ist seit Montagmorgen ein negativer Test vor der Einreise notwendig. Dieser darf nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen, wie die britische Regierung in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte.

Trotzdem müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben - egal, aus welchem Land sie kommen. Diese Selbstisolation kann frühestens ab dem fünften Tag durch einen weiteren negativen Corona-Test beendet werden. Die Regelung soll bis mindestens Mitte Februar gelten.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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