Weil es Dschungelkönig Gil Ofarim befeuert: Leipziger Hotel wird erneut attackiert

Leipzig - Das Leipziger "Westin" steht erneut in der Kritik. Nachdem das Verfahren wegen der Antisemitismus-Vorwürfe gegen einen Hotelmitarbeiter eingestellt wurde und Gil Ofarim (43) gestand, dass er gelogen hatte, und sich entschuldigte, sollte eigentlich Ruhe einkehren. Der frisch gekrönte Dschungelkönig 2026 befeuerte die Vorwürfe aber.

Andreas Hachmeister, General Manager im "The Westin", wollte sich auf TAG24-Anfrage nicht zu der Diskussion äußern. Er will seine Mitarbeitenden schützen.
Andreas Hachmeister, General Manager im "The Westin", wollte sich auf TAG24-Anfrage nicht zu der Diskussion äußern. Er will seine Mitarbeitenden schützen.  © The Westin Leipzig

"Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist", sagte Ofarim während der Sendung zu Simone Ballack (49). Damit meinte er die Überwachungsaufnahmen aus dem "The Westin"-Hotel, die den angeblichen Vorfall von 2021 zeigen sollen.

Laut dem Musiker fehlten auf dem Material zwei Sekunden und einer der Zeugen will die Davidstern-Kette um Gils Hals gesehen haben, die auf den Aufnahmen nicht zu erkennen war.

Ofarims Anwalt Alexander Stevens (44) bestätigte das vor einigen Tagen auf Instagram, erklärte aber auch, dass im Nachhinein nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte, ob es sich um eine Manipulation oder um einen technischen Defekt handelte.

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Fakt ist: Das Verfahren wurde eingestellt. Mit seinen Äußerungen befeuerte Ofarim allerdings erneut die Debatte.

Auf TAG24-Anfrage wollte das Hotel am Montag trotz des verständlichen Interesses nicht über die erneuten Vorwürfe sprechen. "Für uns stehen ein respektvolles Miteinander und der Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mittelpunkt", erklärte der General Manager Andreas Hachmeister.

Ofarim wollte 2021 in das Leipziger Hotel einchecken. Mit einem mittlerweile gelöschten Video auf Social Media löste er stattdessen eine große öffentliche Debatte aus. (Archivfoto)
Ofarim wollte 2021 in das Leipziger Hotel einchecken. Mit einem mittlerweile gelöschten Video auf Social Media löste er stattdessen eine große öffentliche Debatte aus. (Archivfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

Google-Bewertungen werden überflutet

Mit großer Mehrheit wurde Gil Ofarim (43) zum Dschungelkönig gewählt.
Mit großer Mehrheit wurde Gil Ofarim (43) zum Dschungelkönig gewählt.  © RTL

Die Fans von Ofarim glauben allerdings seinen Worten und wie viele Fürsprecher er wirklich hat, zeigte sich am Sonntagabend, als sie ihn mit großer Mehrheit zum Dschungelkönig 2026 wählten. Einige von ihnen haben es jetzt aber wieder auf das "Westin" abgesehen.

Die Google-Bewertungen des Hotels werden aktuell regelrecht überflutet. Gil-Anhänger geben dem Hotel einen von fünf Sternen und kritisieren teilweise das Personal.

Dagegen stellen sich zahlreiche Gil-Kritiker, die die Herberge mit fünf von fünf Sternen bewerten und teilweise auch erklären, dass ihre Bewertung rein aus Solidarität entstanden ist.

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Ofarim hat von dieser Diskussion vermutlich wenig mitbekommen. RTL erklärte am Montagmorgen vor einer Pressekonferenz, dass die Finalisten nur wenige Informationen darüber hatten, was außerhalb des Camps passierte.

Zahlt Ofarim jetzt das Schmerzensgeld an den Hotelmitarbeiter?

Anwalt Alexander Stevens (44, r.) neben Gil Ofarim (l.) im Leipziger Landgericht 2023. (Archivfoto)
Anwalt Alexander Stevens (44, r.) neben Gil Ofarim (l.) im Leipziger Landgericht 2023. (Archivfoto)  © Hendrik Schmidt/dpa

Daher war es nicht verwunderlich, dass der 43-Jährige weiterhin dabei blieb, dass er sich nicht zu dem Prozess äußern dürfe, obwohl er genau dies in der Show tat.

Er sagte aber, dass "jemand noch Geld von ihm bekommt und das steht ihm auch zu". Ob damit das Schmerzensgeld, das Ofarim an den beschuldigten Hotelmitarbeiter zahlen sollte, gemeint ist, wollte er nicht sagen.

Anwalt Stevens legte auf Instagram offen, dass der Musiker einschließlich der Prozesskosten und Geldauflage insgesamt 70.000 Euro zahlen muss. 10.000 Euro davon wurden nach einem Aufschub unter anderem an die Jüdische Gemeinde Leipzig gezahlt.

Titelfoto: Bildmontage: The Westin Leipzig; Hendrik Schmidt/dpa; RTL

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