Model Lucy Hellenbrecht über "härtesten Tag" in ihrem Leben

Berlin/Kassel - "Ihr wollte wissen, was der härteste Tag in meinem Leben war? Das kann ich euch gerne sagen": Mit diesen Worten beginnt das jüngste Instagram-Reel von Model und Influencerin Lucy Hellenbrecht (27, "Germany's Next Topmodel").

Lucy Hellenbrecht (27) war im Jahr 2020 Kandidatin bei "Germany's Next Topmodel". Sie belegte den 16. Platz in der Castingshow.  © Screenshot/Instagram/lucyhellenbrecht.official

"Als ich vor ein paar Jahren meine geschlechtsangleichende Operation hatte, hat mich meine Schwester ins Krankenhaus gefahren", heißt es weiter in dem Clip, der am Donnerstag auf Instagram veröffentlicht wurde.

Das Model ist eine Frau mit einem sogenannten Trans-Hintergrund: Im November 2020 sowie im Januar 2021 unterzog Lucy sich zwei operativen Eingriffen, um ihre primären Geschlechtsmerkmale ihrer Geschlechtsidentität anpassen zu lassen.

"Es war eine lange Fahrt, wie mussten auf der Hinfahrt an einer Raststätte anhalten, ich war pinkeln, alles gut", erklärt die im nordhessischen Kassel aufgewachsene Wahl-Berlinerin in dem Reel weiter, um dann zu der Pointe ihrer Anekdote zu kommen.

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"Ich mache die Operation, meine Schwester holt mich aus dem Krankenhaus wieder ab, wir fahren zurück, halten an einer Raststätte und mit fällt es wie Schuppen von den Augen: Ich muss mich jetzt auf dieses Klo setzen!" Die Damentoilette des Autobahn-Lokals war offenbar in keinem guten Zustand.

"Meine Schwester fand's lustig, ich nicht", endet der Bericht des Models, der aber noch einen Nachtrag in ihren Storys zur Folge hatte.

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Lucy Hellenbrecht: "Hooks und Übertreibungen fürs Engagement"

In ihren Storys vom Donnerstag erklärt die 27-Jährige, dass viele Instagram-Nutzer ihre Reels oft "zu ernst" nehmen würden.  © Montage: Screenshot/Instagram/lucyhellenbrecht.official

Seit Sechs Jahren sei sie schon auf Instagram aktiv und sie führe täglich einen "Kampf gegen Menschen, die meine Reels viel zu ernst nehmen", heißt es in dem ersten von zwei schriftlichen Statements der Berlinerin.

Ihre Anekdote über den Besuch eines Raststätten-WCs nach ihrer geschlechtsangleichenden Operation sei natürlich nicht wirklich der "schlimmste Tag" ihres bisherigen Lebens gewesen.

"Aber Creator brauchen oft Hooks und Übertreibungen fürs Engagement", heißt es weiter in der ersten Story der bekennenden Feministin.

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In einer zweiten Story berichtet Hellenbrecht, dass sie oft das Gefühl habe, dass viele Nutzer der Plattform sie für dumm halten würden.

Sie habe kürzlich einen Witz darüber gemacht, dass es ihr Mantra sei, "nicht schwanger zu sein". Rund 160 Kommentare hätten ihr daraufhin erklärt, weshalb sie als Frau mit Trans-Hintergrund ohnehin nicht geschwängert werden könne. "ACH WAS", setzt Lucy abschließend hinzu.

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