Nackte Haut, Chaos und politische Statements: Die Grammys sorgen für Aufsehen
Los Angeles/USA - Einer der wichtigsten Musikpreise wurde erneut verliehen: Am Sonntagabend fanden die Grammys in der kalifornischen Metropole Los Angeles statt - und es gibt einiges zu besprechen!
Bereits auf dem roten Teppich sorgten die ersten Stars für Wirbel: Chappell Roan (27) erschien in einem fast durchsichtigen, weinroten Kleid, das lediglich an zwei Piercings an ihren Brustwarzen befestigt war.
Neben Auftritten von Popstars wie Sabrina Carpenter (26), Lady Gaga (39) und Bruno Mars (40) betrat auch Justin Bieber (31) die Bühne und sorgte für Aufsehen.
Denn der Musiker hatte jahrelang keine Konzerte gegeben und wagte bei den Grammys sein Comeback - allerdings trug er dabei lediglich eine silberne Unterhose und Socken!
Doch sein Auftritt hielt nicht lange an: Noch bevor er seinen Song "Yukon" zu Ende gesungen hatte, verließ er die Bühne - und kam kurz darauf wieder, um ein Gerät auszuschalten und die Bühne erneut zu verlassen. Diese Aktion sorgte für viel Verwirrung.
Kendrick Lamar räumt sechs Grammys ab
Verwirrt wirkte auch Sängerin Cher (79). Nachdem sie eine Ehrenauszeichnung entgegengenommen hatte, verließ sie die Bühne, obwohl sie eigentlich im Anschluss selbst einen Preis überreichen sollte.
Als sie daraufhin von Moderator Trevor Noah (41) gebeten wurde, zu bleiben, öffnete sie den Umschlag, um den Gewinner für die "Aufnahme des Jahres" zu verkünden - und sagte: "Der Grammy geht an Luther Vandross." Dieser ist jedoch bereits 2005 verstorben.
Tatsächlich gewonnen hatten Kendrick Lamar (38) und SZA (36) mit ihrem Song "Luther", den sie nach Vandross benannt und für den sie einen Teil seiner Musik benutzt hatten.
Der 38-Jährige räumte zudem noch fünf weitere Preise ab, unter anderem in den Kategorien "Bester Rap-Song" und "Bestes Rap-Album" - er galt bereits zuvor mit neun Nominierungen als Favorit des Abends. Auch Lady Gaga (39) durfte sich über drei der goldenen Grammophone freuen.
Die wichtigste Kategorie des Abends, "Album des Jahres", ging an Bad Bunny (31) für seine Platte "Debí tirar más fotos" - erstmals in der Geschichte der Grammys wurde damit ein spanischsprachiges Album ausgezeichnet.
Der Preis für "Song des Jahres" ging an Billie Eilish (24) und Finneas O'Connell (28) für "Wildflower".
Viele politische Statements bei den Grammys
Geschichte schrieb auch der Song "Golden" aus dem Netflix-Erfolgsfilm "KPop Demon Hunters" in der Kategorie "bester Song für visuelle Medien": Erstmals in der Geschichte der Grammys gewann ein K-Pop-Song.
Auch der Dalai Lama gewann seinen ersten Grammy - für seine Erzählstimme. Regisseur Steven Spielberg (79) erhielt erstmals eine Auszeichnung als Produzent für den "Besten Musikfilm".
Ein Tribut an den im letzten Jahr verstorbenen Rocker Ozzy Osbourne (†76) durfte ebenfalls nicht fehlen, seine Familie kämpfte dabei sichtlich mit den Tränen.
Politische Statements gab es während der Auszeichnung ebenfalls. So sagte Bad Bunny während seiner Dankesrede: "ICE raus!"
Auch Billie Eilish äußerte Kritik an der US-Einwanderungsbehörde: "Unsere Stimmen sind wirklich wichtig, und die Menschen sind wichtig. 'Fuck ICE' ist alles, was ich sagen möchte."
Der Moderator des Abends, Trevor Noah, verpasste auch US-Präsident Donald Trump (79) den ein oder anderen Seitenhieb. Weitere Promis trugen ihre Statements gegen die Regierung unter anderem in Form von Pins an ihrer Kleidung.
Hintergrund waren die jüngsten, radikalen Abschiebungen der "United States Immigration and Customs Enforcement" (ICE).
Trotz der politischen Statements und dem ein oder anderen aufsehenerregenden Moment war die 68. Grammy-Verleihung ein großer Erfolg.
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