Vernichtende Kritik von "Die Passion": Jetzt wehrt sich Erzähler Thomas Gottschalk

Köln - Auch zwei Tage nach dem TV-Spektakel ist "Die Passion" noch immer in aller Munde. Die von RTL modern inszenierte Geschichte von Jesu Kreuzigung mit "DSDS"-Gewinner Alexander Klaws (38) als Gottes Sohn fiel beim Großteil des Publikums durch.

"DSDS"-Gewinner Alexander Klaws (38, M.) schlüpfte in der RTL-Osterproduktion "Die Passion" in die Rolle als Gottes Sohn.
"DSDS"-Gewinner Alexander Klaws (38, M.) schlüpfte in der RTL-Osterproduktion "Die Passion" in die Rolle als Gottes Sohn.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im Netz amüsierten sich die Zuschauer köstlich über die merkwürdige Interpretation der Geschichte zur Primetime. Vornehmlich als "cringe" bezeichneten allen voran die Twitter-User das skurrile Treiben in der Essener Innenstadt.

Auch zahlreiche Prominente stiegen in die kontroverse Diskussion um Sinn und Unsinn des Aufsehen erregenden Versuchs mit ein, das Leben, Leiden, Sterben und Auferstehen von Jesus Christus in die heutige Zeit zu manövrieren.

Der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann (41) etwa drohte: "Morgen gehe ich zum Amtsgericht und trete aus RTL aus! Es reicht!" Die TV-Kolumnistin Anja Rützel (49) betrachtete "diesen Abend als voll abzugsfähige Erlassvoranmeldung beim Jüngsten Gericht".

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Einer der Hauptprotagonisten neben Ur-Superstar Klaws war Thomas Gottschalk (71). Die "Wetten, dass…?"-Legende führte am Mittwochabend als Erzähler durch das Live-Pop-Musical.

Thomas Gottschalk: "Bereue nicht, dabei mitgemacht zu haben!"

"Bibelmaster" Thomas Gottschalk (71) führte als Erzähler durch die RTL-Passionsgeschichte.
"Bibelmaster" Thomas Gottschalk (71) führte als Erzähler durch die RTL-Passionsgeschichte.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nun bezog der 71-Jährige Stellung zu der vernichtenden Kritik an dem Projekt und seinen Darstellern. "Dass so ein Versuch in den sozialen Medien bespöttelt wird, war mir klar", erklärte der Showmaster gegenüber Bild. "Cool" sei die originale Story nicht gewesen und der Ausgang eben auch bekannt.

Weiter sagte Gottschalk: "Dieses Experiment in einer immer öderen TV-Landschaft hätte ich mir bei den Öffentlich-Rechtlichen gewünscht!" Daher sei er dankbar, dass RTL die Bereitschaft für eine solche mutige Inszenierung gehabt habe.

Auch wenn man sicher "einiges anders und besser hätte machen können". Der Versuch sei es aber sicher wert gewesen. "Ich bereue nicht, dass ich dabei mitgemacht habe", so der Entertainer.

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Trotz der durchwachsenen Reaktionen konnte das TV-Ereignis satte 2,19 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm locken und damit zumindest einen Quoten-Hit verbuchen.

Sicher einer der Gründe, warum RTL bereits bekannt gegeben hat, die Passionsgeschichte auch im nächsten Jahr wieder aufführen zu wollen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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